Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


1. Literaturfest in Meißen
Albrechtsburg - Eine Handysilhouette

Albrechtsburg – Eine Handysilhouette

Das Romantische lässt grüßen

Die Porzellanstadt Meißen, meine Heimatstadt, plant diesjährig erstmalig ein Literaturfest zu veranstalten. Dieses findet vom 11. bis 14. Juni 2009 unter der Schirmherrschaft des Kanzleramtsministers Dr. Thomas de Maizière (CDU) statt. Die Dresdner Werbeagentur Heimrich & Hannot befindet sich derzeit in der heißen Phase ein interessantes Programm passend zum Thema Mittelalter, Renaissance und Fantasy zusammen zu stellen. Die Stadt Meißen mit ihrer über tausendjährigen Geschichte, den engen Gassen, romantischen Schauplätzen und der Albrechtsburg, die über allem thront, passt da als Gastgeber wie die Faust aufs Auge.

Prominente Vorleser werden an vier bis fünf Orten mit entsprechender Atmosphäre Texte für alle Literaturbegeisterten präsentieren.

Mehr dazu unter: www.literaturfest-meissen.de

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Nächstes Ziel – 12. Kalenderwoche
24. Februar 2009, 15:05
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Original Manuskriptseite

Original Manuskriptseite

Voraussichtlich in der 12. Kalenderwoche wird das Korrektorat abgeschlossen sein, steht in der E-Mail von Frau L. und ich erhalte die Prüfdatei des Romans von der Lektorin. Dies wird dann in der Woche zum 16. März 2009 passieren; wenn ich mich nicht verrechnet habe. Ich bin jetzt schon ganz gespannt auf den weiteren Verlauf und hoffe, dass sich die Änderungsvorschläge in Grenzen halten.

Bis dahin habe ich Zeit an einem weiteren Manuskriptprojekt zu arbeiten und relativ zeitnah eine 1. Leseprobe des Romans „Der Tausendfüßler“ hier zu platzieren. Ich überlege noch, ob ich eine extra Seite dafür anlege oder aber diese Leseprobe als einen ganzen Artikel poste? Ersteres wird sicherlich benutzerfreundlicher sein.

Mal überlegen …



Tausendfüßler oder Tausendfüßer?
22. Februar 2009, 22:40
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Korrekt heißt es – Tausendfüßer -, aber genau so gut kann man auch Tausendfüßler sagen. Im Duden steht beides. Schaut man schnell mal bei Wikipedia vorbei, so ist man auch dort der Meinung: Beides kann zur Nennung der im Fachbegriff bezeichneten Myriapoden / Myriapoda (griech.) dienen.

Warum habe ich nun gerade die Bezeichnung „Tausendfüßler“ gewählt? Nun, so genau kann ich das auch nicht sagen. Die einfachste Erklärung und mit Sicherheit die Wahrscheinlichste ist, dass ich mit dieser Bezeichnung durch meine Eltern eines mehrbeinigen Bodenkrabblers aufgewachsen bin. Immer wenn ich als kleiner Junge auf so ein Tierchen gezeigt habe, dann wurde mir der „Tausendfüßler“ nahe gelegt. Auch in meinem Freundeskreis meinten stets alle bei Sichtung eines derartigen Getiers „Siehe da: Ein Taußendfüßler.“

Über die Jahre hinweg hat sich dann diese Bezeichnung in mir eingeprägt und erst jetzt habe ich mir ernsthaft Gedanken darüber gemacht, ob mit „L“ oder ohne. Dem Romantitel wird diese Erkenntnis nichts anhaben können. Es bleibt kurz & knackig beim Titel – Der Tausendfüßler.

Im Übrigen ist es sehr lustig die Diskussion auf gutefrage.net zu verfolgen wie es nun korrekt heißt oder was es mit den tausend Füssen auf sich hat. Wer einmal Schmunzeln möchte, der möge sich etwas Zeit nehmen und auf gutefrage.net die unterschiedlichen Kommentare dazu durchlesen.



Über Geld redet man nicht

Oh doch. Über Geld wird doch andauernd gesprochen. In der Politik über die Steuern; das „Haushaltsgeld“. In der Wirtschaft über die Milliardenpakete, die an die Banken gehen und beim Kneipenbesuch nebenan über die Bierpreise. Egal wohin man heute schaut, man muss wissen: „Was kostet die Welt?“ Überall ist das Thema Finanzen präsent; auch in Kunst und Kultur. Denn von Luft und Liebe allein kann der Mensch nicht leben – zu mindest nicht dauerhaft.

Manuskriptseite in Tinte

Manuskriptseite in Tinte

Ein Blick auf die Finanzen

Da dies das Blog zum Roman ist, möchte ich natürlich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Ich möchte hier den Prozess des Manuskriptes zum fertigen Roman darlegen und dazu gehört nun mal auch die finanzielle Seite des Projektes. Sozusagen eine Buch-Bilanz für all diejenigen, die wissen wollen was am Ende bei der Publikationsvariante „Book-on-demand“ unterm Strich investiert wurde. Ich hoffe damit auch anderen Autoren, vor allem auch Hobbyautoren, einen kleinen Einblick zu geben und zu zeigen mit welch pekuniärem Einsatz man rechnen sollte und an welchen Kriterien sich das festmacht.

Die erste Rate für’s Lektorat

Gestern wurde von meinem Konto die erste Rate von 512,60 € an den Lektoratsservice des Verlages abgebucht. Das Lektorat – hier Korrektorat genannt –, kostet insgesamt ganze 1.025,20 €. Diese Summe wurde nach Absprache in 2 gleiche Teile gestückelt. Der erste Teil zu Beginn, also wenn die Lektorin mit der Korrektor los legt und der zweite Teil, wenn sie mit dem Text komplett fertig ist und mir anschließend das Manuskript zurück schickt. Dann liegt es wiederum an mir, den Text gegen zu lesen und die vorgeschlagenen Korrektoren zu ändern und mögliche Ungereimtheiten, sowie Redundanzen auszumerzen.
Ist dann das Manuskript soweit zum Druck bereit, wird ein Prototyp erstellt und es geht in die Produktion. Dazwischen jedoch muss noch das Buchcover bestimmt werden. Für die tatsächliche Produktion, wo dann Seitenanzahl, Verkaufspreis, Cover, Klappentext etc.pp. fest steht, muss ich dann noch einmal in den Finanztopf greifen. Dazu detaillierte Informationen, wenn es soweit ist.

Wichtig ist, dass der Text am Ende Qualität hat. Aus diesem Grund habe ich mich für ein professionelles Lektorat entschieden. Denn nur Qualität überzeugt letztendlich den Leser und dafür steht wiederum der Lektor, der sich objektiv mit dem Text auseinander setzt.



Das Paradox

Von einem Wettbieten war die Rede gewesen

In letzter Zeit gab es einen regen Diskurs über exorbitante Autorenhonorare und der überhöhte Ankauf von Lizenzen von bekannten Autoren in Millionenhöhe. So hat zum Beispiel der S. Fischer Verlag für die Lizenzen des Buches „Das Spiel des Engels“ und drei weitere Kinderbücher von Carlos Ruiz Zafòn in Deutschland 3 Millionen Euro hingeblättert.

Einerseits gelten bekannte Autoren als Zugpferde für die Verlage, diese bringen die Auflage und die Millionen. Mit diesem Geld könnten und werden mitunter unbekannte Autoren gefördert. Anderseits wiederum werden diese Gelder für gigantische Honorare an eben jene Zugpferde ausgegeben. Der unbekannte Autor bleibt hier mit größter Wahrscheinlichkeit wieder auf der Strecke?



Im Vorfeld des Literaturzirkus

Blinde Manuskripte

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Bücherregal

Die meisten unbekannten Autoren dürften das Gefühl und die Enttäuschung kennen, wenn man einem Verlag ein Manuskript zugesandt hat und dieser dann nach geraumer Zeit eine Absage zurück schickt. Mitunter hat der Autor auch den Fehler begangen und das Manuskript blind an irgendeinen Verlag gesandt ohne darauf zu Achten in welcher Sparte sich der Verlag befindet und welche allgemeinen Konditionen dieser anbietet. Auch ist es wichtig im Vorfeld einmal zu eruieren wie groß der Verlag ist bzw. in welchem Konzerngeflecht dieser agiert und mit welchen Zugpferden von Autoren sich dieser schmückt. Das kann sehr hilfreich sein, um zu wissen, welche Chance das Manuskript hat gelesen und letztendlich angenommen zu werden.

Der Literaturagent

Noch besser ist es einen professionellen Literaturagenten zu beauftragen, der sich in der hiesigen Verlagslandschaft auskennt. Dieser hat zudem die nötigen Kontakte und die langjährige Erfahrung und weiß, welche Verlage welches Genre bedienen, welcher Verlag finanziell zu kämpfen hat und demzufolge mit größter Wahrscheinlichkeit mit unbekannten Autoren kein Risiko eingehen wird.

Nicht nur die Absage eines Verlages – um hier für die Motivation aller Autoren den Singular zu benutzen – enttäuscht ungemein, sondern erst recht die eines Agenten, deren Honorare bei erfolgreich vermitteltem Manuskript zwischen 15 bis 20 Prozent des Autorenhonorars liegen. Schon an dieser Hürde zu scheitern oder – wollen wir nicht vom Scheitern sprechen – sich daran die Zähne auszubeißen, frustriert und der Autor fragt sich: Was steckt dahinter?

Im eigentlichen Sinne – Dienstleister

Literaturagenten sind diejenigen, die den Autor als ihr Kapital ansehen und ansehen sollten. Kapital ist vielleicht zu hart ausgedrückt, aber ich denke es trifft den Nagel auf den Kopf. Sie sind im eigentlichen Sinne Dienstleister. Ziel ist es den Autor, sprich den Kunden, um im betriebswirtschaftlichen Sinn zu definieren, zufrieden zu stellen. Befriedige ich einen meiner Kunden verdiene ich natürlich daran und mit jeder Befriedigung erlange ich diese zugleich auch noch selbst. Doch im Zuge der Wirtschaftskrise bekommt der Begriff Dienstleister auch in diesem Segment einen etwas schwammigen Hauch bzw. eine ureigene Definition.

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Bücher über Bücher

Manche Agenturen haben ihr Ethos was die Qualität der Texte anbelangt – zu Recht will ich meinen. Aber ich wage zu behaupten, dass es sicherlich auch jene gibt, die lieber um fette Lizenzen feilschen und nur die renommierten „eierlegenden Wollmilchsäue“ an die Verlage bringen wollen. Von korrekter wirtschaftlicher Kalkulation, ob das Manuskript publikumskonform – sprich eine Marktchance – hat, ist ebenso auszugehen und der Autor sollte sich stets auf eine derartige Diskussion vorbereiten. Mit Sicherheit spielt auch ein wenig die Subjektivität gegenüber des Autors und des Textes eine gewichtige Rolle und die reellen Chancen bei den Verlagen. Alles in allem ein verquirlter Entscheidungsportfolio in dem ein kleines Quäntchen Glück auch noch eine bedeutende Rolle spielt.

Natürlich sollte erwähnt werden, dass das Agenturensystem in Deutschland noch nicht gleichartig etabliert ist wie in anderen Ländern; vor allem im Vergleich zu den angelsächsischen Ländern. Das Dreieck „Autor – Agentur – Verlag“ funktioniert dennoch ganz gut und gibt dem Autor die erhöhte Chance über einen Vermittler sein Buch publiziert zu sehen.

Texte müssen überzeugen

Bei aller Kritik, eines ist natürlich klar, in erster Linie muss ein Text überzeugen. Nicht immer im literarischen Sinne, sondern oftmals mit dem Namen und der Kaufkraft des Genre, mitunter auch mit der Schockwirkung des Inhaltes so manchen Textes.

Marketing ist dabei das A und O und so manche gute Story hat schon im Vorfeld verloren, wenn so genannte Autorenverlage kein richtiges Marketing zur Verfügung stellen, sondern die Bücher nur produzieren.



Früh am Morgen – Eine verspätete Absage
18. Februar 2009, 11:30
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Zeit der Entscheidung

Wohin bitte? - Entscheidungen

Wohin bitte? - Entscheidungen

Die erste E-Mail, die ich heute empfing, war eine nun wirklich verspätete Absage einer Literaturagentur. Klar, manche Dinge brauchen eben Zeit; nicht nur Zeit zum Lesen auch Zeit zur Entscheidung. Das räume ich natürlich jeder Agentur, jedem Lektor und auch jedem Sachbearbeiter einer literaturfremden Angelegenheit ein.

Bei ungefähr sechs Literaturagenturen hatte ich im Vorfeld vorsichtig angefragt. Zwei haben sich überhaupt nicht gemeldet. Drei haben abgesagt und mit einer war ich übereingekommen, erst noch einmal das Manuskript zu überarbeiten und es Ihnen dann zu zusenden. Von letzterer Aktion habe ich dann abgesehen.

Vielleicht sollte ich eine Liste jener Literaturagenturen erstellen, die so unprofessionell sind, sich nicht einmal zurück zu melden? Um andere Autoren wirksam zu warnen nicht unnötige Zeit in solch ein Agentenverhalten zu investieren. Mal sehen.

Die Vermutung

Zudem fällt mir auf – auch aus Gesprächen mit anderen Autoren –, dass die Sichtung des Manuskriptes entweder so schnell geht und ich den Verdacht hege, dass die Texte kaum oder gar nicht gelesen worden sind oder aber sich nach langer viel zu langer Zeit irgendjemand bequemt – vielleicht ein dafür eigens abberufener Billigpraktikant –, der nach einem ebenso flüchtigen Blick, letztendlich genau die gleiche entsprechende Absage formuliert. Höflichkeitshalber versteht sich.

Eine professionelle Absage oder ein passendes Feedback, dass der Text erst einmal angekommen ist, denke ich, kann ein jeder Autor mit Sicherheit verlangen.

Alles & Nichts

Enttäuscht über jene Absage bin ich ehrlich gesagt nicht; vielleicht ein bisschen, aber mehr auch nicht. Wer sich so lange Zeit lässt, ist an einer wirklichen Zusammenarbeit nicht interessiert und wie sagt man so schön: Keine Antwort ist auch eine Antwort. Also war mir die Antwort schon klar.

Außerdem habe ich längst einen anderen Weg gefunden mein Buch zu publizieren. Zwar lese ich immer jede Zeile genau, um auch zwischen den Zeilen zu erfahren, woran es denn gelegen haben könnte, doch bleibt mir die Erleuchtung oft verborgen. Und irgendetwas in einen Satz hinein zu interpretieren, kann man für gewöhnlich alles oder nichts.

Bei meinem nächsten Buch, an dem ich gerade schreibe, werde ich jedenfalls differenzierter vorgehen.