Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Dirty Dancing das Musical – Theater am Potsdamer Platz in Berlin – Eine Hommage an Patrick Swayze

Dirty Dancing das Musical im Theater am Potsdamer Platz

Dirty Dancing das Musical – Theater am Potsdamer Platz in Berlin

Eine Hommage an Patrick Swayze

Seit Wochen habe ich mich auf das Musical „Dirty Dancing“ gefreut. Am 2. Weihnachtsfeiertag den 25. Dezember 2009 um 20 Uhr war es dann soweit. Zu Viert ging es mit dem Bus M41 vom Berliner Hauptbahnhof aus zum Potsdamer Platz. Am Marlene-Dietrich-Platz 1 angekommen, standen wir vorm Theater am Potsdamer Platz und sahen auf das große Transparent an der Fassade des Hauses. Wir waren mehr als gespannt auf das Musical, welches die Liebesgeschichte von Baby und Johnny des Sommers 1963 sichtbar anpreist und von dem es in Berlin nur so an Plakaten wimmelt.

Unsere Erwartungen an Tanzchoreografie, bekannter Dirty-Dancing-Ohrwurmmusik und Esprit des Erfolgsfilms der Liebe zwischen den Protagonisten gespielt von Jennifer Grey als Baby und Johnny gespielt von Patrick Swayze waren höchst unterschiedlich. Zudem war Weihnachten 2009 und die Veranstaltung stand nicht unter dem Motto einer kritischen Betrachtung, sondern eher unter Freude und Genuss auf das, was das Musical Dirty Dancing zu bieten hat. So habe ich mich primär auf die Musik gefreut, da ich diese seit den 80er Jahren, als ich den Film das erste Mal sah, über alles Liebe. Ich muss zugeben, dass ich den Film schon mehrmals gesehen habe und sogar stolzer Besitzer einer ANNIVERSARY EDITION Dirty Dancing DVD, sowie einer ULTIMATIVE Dirty Dancing CD bin. Da liegt es sicherlich nicht fern, sich an zehn Fingern abzuzählen, dass ich auch das Musical besuchen werde.

Johnny-Patrick-Swayze in den Köpfen der Dirty Dancing Fans

Nun ist ein Musical ein völlig andres Genre als ein Film und so mussten wir uns klar werden, dass es nicht dasselbe sein kann und Erwartungen durchaus enttäuscht werden können. Aber in diesem Fall hielt sich die Enttäuschung in Grenzen; zu mindest bei mir. Das Musical hielt sich eins zu eins an die Vorlage des Films. Die Geister haben sich an diesem Fakt geschieden. Ich fand es nicht sonderlich tragisch, während unser Musicalkenner in der Runde dies nicht so gut fand. Auch wurde seiner Meinung nach zu viel gesprochen. Das viel gesprochen wurde, stimmt durchaus, da ich aber ein Mann des Wortes bin, fand ich es wiederum nicht ganz so tragisch. Die Musik selbst hat mich wie eh und je wieder voll berührt und die Sänger des Musical-Ensembles sangen wundervoll. Das Bühnenbild, die wechselnden Szenen haben mich zu keiner Zeit gelangweilt. Einige Effekte, vor allem die Wasserszene mit der Hebefigur, haben mich visuell sehr überzeugt. Während des ganzen Musicals musste ich jedoch an Patrick Swayze denken und der Film selbst war permanent präsent. Der Hauptdarsteller im Musical, ein fantastischer Tänzer, dass muss man ihm lassen, war für mich schauspielerisch nicht so überzeugend gewesen. Aber zu seinen Gunsten muss man bedenken, dass er schließlich im Schatten eines Idols steht, quasi einer Dirty Dancing-Ikone, und dagegen anzukämpfen hat. Es ist sicherlich nicht leicht das fest verankterte Bild von Johnny-Patrick-Swayze in den Köpfen der Dirty Dancing Fans auf  die eigenen Weise überzeugend zu interpretieren und zu bedienen oder es gar verschwinden zu lassen. Es ist und bleibt nun mal unvergesslich.

Aus diesem Grund möchte ich eben nur kurz vom Musical Besuch Dirty Dancing berichten und am Ende der kleinen Erlebnisanekdote zu Weihnachten eine kleine Hommage an Patrick Swayze anbringen, der am 14. September 2009 im Aller von 57 Jahre an Bauchspeicheldrüsenkrebs starb. Patrick Swayze war und ist für mich ein toller Schauspieler, der sich mit dem Film Dirty Dancing sprichwörtlich ein Denkmal gesetzt hat. Natürlich hat er nicht nur in dieser überaus romantischen Liebesgeschichte brilliert, sondern auch in Filmen wie „Gefährliche Brandung“, „Ghost – Nachricht von Sam“ und „Road House“. Auch in diesem Film hat er für mich als Spitzenschauspieler überzeugt. Die Welt hat mit ihm einen sehr guten Schauspieler verloren. Seine Filme aber und vor allem der Film Dirty Dancing mit dem Geist des leidenschaftlichen Tanzens und der Liebe zwischen zwei Menschen bleiben für uns durch ihn im Film Dirty Dancing für immer erhalten.

So ist auch das Musical Dirty Dancing durchaus sehenswert und eine gelungene Hommage an den so fantastischen Film mit seiner allbekannten Filmmusik, dem Tanz des Mambo und der Geschichte eines wundervollen Sommers der Liebe.

Dirty Dancing und „The Time of my Life“

Und mal ehrlich, wer hat nicht auch schon einmal zum bekanntesten Song von Dirty Dancing getanzt und laut „The Time of my Life“ mitgesungen und wörtlich die Zeit seines Lebens im Tanz genossen, auch wenn er nicht den Mambo derart wie Patrick Swayze und Jennifer Grey tanzen kann?

Ich schon.

Mein Lieblingslied von Dirty Dancing bleibt jedoch „Cry to me“ von Solomon Burke.

Dirty Dancing – DAS ORIGINAL LIVE ON STAGE – Hier ein kleiner Einblick und Infos bei Stage Entertainment.

Laut Homepage Stage Entertainment läuft das Musical Dirty Dancing noch bis 30.06.2010 in Berlin.

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1 Kommentar so far
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Ich habe den Film bestimmt schon 20 Mal gesehen und habe mir mal erlaubt mir das Musical anschauen. Es hat echt riesigen Spass gemacht. Es war mal ein anderes Musical, kein klassisches, sondern mit viel Tanz und Musik.

Kommentar von Katja




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