Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Kolumne vom 4. Januar auf Hauptstadtstudio: 2010 ein neues Jahr beginnt – Alles bleibt beim Alten oder doch nicht?

Kolumne: 2010 ein neues Jahr beginnt – Alles bleibt beim Alten oder doch nicht?

4. Tag im neuen Jahr – 2010 lernt laufen

© Hauptstadtstudio

„2010 – s’Jahr hat begonnen. Es gibt viel zu tun. Packen `wir` es an! Bin schon dabei und produziere neue Texte. Auf ein kreatives Jahr …“ So was twittert man eben mal, wenn die Woche beginnt und wenn das Neue Jahr 2010 angebrochen ist. Heute ist schon der 4. Januar und das Jahr 2010 hat schon laufen gelernt. Dabei wird es nicht bleiben, nur beim Laufen, das lehrt uns die Erfahrung und der Rückblick auf die vergangenen Jahre. Jeder Anfang ist schwer oder aber auch nur so leicht, wie es sich der Kreative, der Mensch selbst nun einmal gestaltet.

Was wird nicht alles darüber geschrieben; über den alljährlichen Jahresbeginn? Unmengen von Gedanken gibt es zu lesen. Da wird zumeist immer von „Guten Vorsätzen“ gesprochen und wie lange sie so halten können. Außerdem: Was nimmt sich der ein oder andere nicht alles vor? Zum Beispiel sich dieses Jahr weniger stressen zu lassen oder doch zwei Mal anstatt nur einmal in den Urlaub fahren? Einmal pünktlich zum Zahnarzt gehen, vielleicht die Arbeitstellte wechseln oder den eigenen Partner, wenn es schon nicht mit einem neuen Job klappt. Alles will man besser machen, alles will man besser haben. Von dem einen etwas weniger, von dem anderen etwas mehr und doch: Allet bleibt beim Altn. Warum nicht einmal nachschauen, was im letzten Jahr besonders gut gelungen ist und was am besten so bleiben kann. Unser eins hat sich letztes Jahr beim Fitnessstudio McFit angemeldet und kräftig in die Geräte gedrückt, das Laufband rotieren lassen und auf die Ernährung geachtet. Na Mensch, da haben wir doch was gefunden, was einfach so bleiben kann. Gibt es da noch mehr?

Der Kölner sagt: Et kütt, wie et kütt

Aber klar doch. Einfach mal zurück schauen, nicht glotzen, und das Gute eruieren. Da muss es doch noch viel mehr geben. Gibt es bestimmt! Schließlich hatte das Jahr ganze 365 Tage. Eine Menge Zeit sinnvolle Dinge zu tun bzw. Dinge zu finden, die mit dem Prädikat Daumen hoch betitelt werden können. Nicht nur für mich, sondern auch für die Welt. Jetzt drifte ich leicht ins heroische Samaritertum getreu nach dem Motto „für Alles und Jeden“ ab. Was an sich ja nicht schlecht ist, aber damit will ich hier nicht hausieren gehen. Nein, was ich meine: Jeder sollte zuerst einmal an sich denken, machen wir ja sowieso, das liegt in der Natur des Menschen und dann … dann kommt das Füreinander, so denke ich, automatisch. Einfach mal an sich denken, an das vergangene Jahr und das Positive heraus ziehen und dieses weiter am Leben halten. Das tut uns definitiv gut. Und was uns gut tut, geben wir auch locker flockig weiter. So haben wir einfach mal einen Engelskreislauf, statt den berühmt berüchtigten Teufelskreislauf, bei dem alles immer Schlimmer wird. Die positive Wirkung auf den Partner, die Familie, die Freunde, die Arbeitskollegen und die Mitmenschen im Allgemeinen bleibt nicht aus. Zu guter Letzt bekommen wir das, was wir ausstrahlen und unbewusst abgeben, auch wieder zurück. Ein Simples Ping-Pong-Spiel. Dabei haben wir nur an uns selbst und das vergangene Jahr gedacht. Tja, so lässt es sich den neuen Herausforderungen des Jahres 2010 schon viel besser gegenüber treten oder etwa nicht? „Et kütt, wie et kütt“. Genau das habe ich von meinem Kölner Freund gelernt. Gerade das macht uns Menschen ja auch wieder aus, dass wir anpassungsfähig sind. Rasend schnell erkennen wir, ob wir dem Laster ausweichen sollen, der gerade auf uns zu rast oder ob wir noch versteckte Gene alla HEROES in uns haben, die sich im Adrenalinrausch blitzschnell entfalten und wir dieses Automobilmonstrum mit dem kleinen Fingern über uns drüber nur mal so heben. ET KÜTT eben, WIE ET KÜTT.

Alles beim Alten – Packen wir es an!

Letztendlich bleibt alles beim Alten. Die „guten Vorsätze“ haben ihr Haltbarkeitsdatum, das irgendwann abläuft. Doch sehen wir es positiv im Sinne von Hermann Hesses: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Genau das trifft meiner Meinung nach den Nagel auf den Kopf. Jedem Anfang, geht einem Ende voraus und dieser Anfang des Jahres 2010 lässt Altes einfach abschließen und Neues in Erwartung beginnen. Ein immer wiederkehrender Kreislauf, der seinen Sinn hat. Ein neues Zeitalter ist angebrochen. Im Großen wie im Kleinen tragen Neugier, Tatendrang, Gute Vorsätze und der neuerliche Griff zur Schokolade im Schrank (weil es einfach schmeckt und gut tut) zu ungeahnten Erlebnissen und Bewältigung jeglicher Hindernisse bei. Gott sei Dank hat auch das Jahr 2010 ganze 365 Tage, um etwas zu schaffen, was Sinnvolles zu leisten, sich Neuem zu widmen und uns selbst jederzeit etwas Gutes zu tun. Wir haben alle wieder ein Jahr uns neu zu orientieren, zu finden und am Ende des Jahres neu zu definieren. So bleibe ich gern für heute bei meinem Twitterspruch und zitiere aus dem Tweet: Packen wir es an! – Es gibt viel zu tun. – Auf ein kreatives Jahr. … und wenn wir den Laster mit dem kleinen Finger nicht über uns heben können, dann nehmen wir den Daumen ganz lässig noch mit dazu.

(Kolumne „2010 ein neues Jahr beginnt – Alles bleibt beim Alten oder doch nicht?“ ehemals auf hauptstadtstudio.com)

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