Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Interview mit der Berliner Band Berge auf Hauptstadtstudio

Interview mit der Band Berge zum Debütalbum „Keine Spur“

Berliner Band Berge

hoertberge.de

Vor kurzem habe ich hier in der Rubrik „Videos auf dem Blog“ das Lied „Die fetten Jahre sind vorbei“ von Berge vorgestellt. Hauptstadtstudio hat 10 neugiere Fragen an die Band gestellt, die Rocco, einer der vier Bandmitglieder, mir gern beantwortet hat. Mehr Informationen zur Berliner Band Berge wie Twitter, Homepage, Debütalbum „Keine Spur“ und natürlich das Interview können Interessierte auch auf hauptstadtstudio.com lesen.

Es folgt der Artikel mit dem Interview der Band Berge:

„Keine Spur“ das Debütalbum der Berliner Band Berge

In Berlin steckt viel Musik. In den Clubs, auf den Straßen, in Proberäumen, in den Zimmern von Wohngemeinschaften, auf der Sommerwiese im Tiergarten oder auf den öffentlichen Plätzen wie zum Beispiel dem Alexanderplatz; letztendlich in den hiesigen Konzerthallen. In der Hauptstadt tummeln sich viele Künstler, vor allem auch Musiker unterschiedlicher Genre. Einsame Solisten, erquickende Duos, aber auch Zusammenschlüsse mehrerer Musiker – leidenschaftliche Liebhaber von Melodien und Texten – zu einer Band, sind hier auf ihren Instrumenten unterwegs.

Die Berliner Band Berge kommt direkt von der Spree. Berge, das sind vier gebürtige Berliner, die neuen Schwung in das deutschsprachige Popkarussell bringen. Die Band, deren Stimme die Sängerin Marianne ist, besteht seit dem Jahr 2007. Mit den drei Musikern Rocco, Jakob und Rüdiger komplettiert sich das Band-Quartett. Am 6. Februar 2010 erschien das Debütalbum „Keine Spur“. In Online-Shops wie zum Beispiel iTunes, Musicloadoder bei Amazon ist das Album bereits erhältlich. Musik und Texte produzieren und schreiben Berge selbst. Die Band gestaltet eigenhändig das Artwork, ihre Videos und Kurzfilme. Das Hauptstadtstudio war neugierig und stellte der Band Berge 10 Fragen. Rocco „einer der 3 Kerle“ aus der Band stand Rede und Antwort.

10 Fragen an die Berliner Band Berge

Jens: Hallo „Berge“ ich grüße Euch und bin neugierig. Ich kann mir vorstellen, dass Ihr die Frage schon oft gehört habt. Also die nervigste Frage zu Beginn: Wie seid Ihr auf den Bandnamen „Berge“ gekommen?

Berge: Na dann legen wir mal los …Der Name war eine teilweise intuitive und am Ende eine rationale Entscheidung. Einer unserer Songs fängt mit diesem Wort an und heißt auch so, dadurch hat sich das Wort lange Zeit in die Köpfe gebrannt als wir noch keinen Namen hatten. Und als es dann um die Namensfindung ging, sollte der Bandname auch ein paar Kriterien erfüllen: Kurz sollte er sein. Er sollte deutlich erkennbar machen, dass es sich um eine deutschsprachige Band handelt. Er sollte viele Bilder hervorrufen, ohne ein Phantasiewort zu sein. Da war die Entscheidung recht schnell da.

Jens: Wer schreibt bei Euch die Texte und welche Begebenheiten inspirieren Euch dabei? Wo sucht Ihr die Kreativität?

Berge: Die Texte und die Musik schreiben Rocco und Marianne zusammen. Die Themen dafür sind weit gefächert, oft einfach nur von dem abhängig, was einem in der Zeit gerade beschäftigt. Grundsätzlich handeln die Texte irgendwie von der Natur des Menschen, von Denkweisen oder eigenen Beobachtungen, ohne dabei zu sehr vorzuschreiben, was jeder einzelne zu hören hat. Kreativität ist eigentlich immer da, wenn man sie zulässt und nicht zu angestrengt ein ganz bestimmtes Ergebnis erzwingen will. Sobald eine Textpassage oder ein paar bestimmte Klänge einen berühren, entsteht der Rest des Songs von selbst.

Jens: Seit 6. Februar ist Euer Debüt-Album „Keine Spur“ in den Online-Shops zu bekommen. Wie lange habt ihr an dem Album gesessen?

Berge: An dem Album Haben wir ca. ein Jahr gesessen und es in unserem alten Proberaumstudio aufgenommen. Inklusive Songs schreiben und allem was dazu gehört. Es war ein langer Weg, der sich für uns aber gelohnt hat, denn wir konnten alles so umsetzen wie wir uns das gewünscht haben.

Jens: Was ist der Hintergrund des Titels „Keine Spur“, der sowohl Albumtitel als auch Titel einer der Songs ist?

Berge: Auch hier gilt wieder: Jeder kann sein eigenes Bild vom Song bzw. vom Titel haben. Der eine hört vielleicht einen Dialog zwischen zwei Menschen aus dem Songtext, ein anderer vielleicht einen Text über Vergänglichkeit und das am Ende eh alles wieder zu Staub wird. Im Zuge des CD Titels ging es darum, dass Musikhören in der heutigen Zeit wie ein Rummelbesuch, kurzlebig und ohne Nachhaltigkeit, funktioniert. Vor 10 Jahren hat man jede CD deutlich öfter gehört und auch mehr geschätzt. Das ist sicherlich nicht pauschal bei jedem so, aber in der Masse kann man die Entwicklung erkennen und darum geht’s in diesem Albumtitel.

Jens: Ihr seid harmoniesüchtig und Romantiker habe ich gehört und gelesen. Der Song „scheinbar“ drückt dies, meines Erachtens, sehr stark aus. Was bedeutet das Wort „Romantik“ für Euch und Eure Musik?

Berge: Romantik ist für uns auf jeden Fall kein klischeebehafteter oder kitschiger Begriff, eher ein Ausdruck mutig mit Emotionen jeglicher Art umzugehen. Wirklich romantisch sind wir aber eher nicht, vielmehr harmoniesüchtig im Sinne der musikalischen Harmonien. Pop ist nun mal Pop und wir alle sind unter anderem auch mit Popmusik groß geworden.

Jens: Neben anderen interessanten Schlagwörtern zu „Berge“ definiert Ihr Euch mit der Phrase „Suche nach besonderen Momenten“. Wo sucht Ihr diese Momente für Euch? Wie stark könnt Ihr diese in der Musik festhalten?

Berge: Ob ein Moment etwas Besonderes ist oder nicht bestimmt nicht der Umstand, sondern die Betrachtungsweise. Sprich: Wir suchen eigentlich in den meisten Momenten eine Besonderheit. Egal ob man auf dem schönsten Konzert seines Lebens ist oder einfach nur aus dem Fenster schaut und Tauben beobachtet. Wenn man Interesse hat genauer hinzusehen, dann kann man viel entdecken wo man oft vom Alltag abgelenkt ist. Mit der Musik ist das ähnlich, du kannst einen Song schreiben und danach auch versuchen ihm kleine Besonderheit zu verleihen, egal ob im Text oder im Sound.

Jens: Unabhängig davon, dass Ihr mit Sicherheit Eure eigene Note habt. Provokativ gefragt: Was sagt Ihr zu einem Vergleich mit Silbermond?

Berge: Wir sind eine deutschsprachige Pop/Rock Band mit einer dunkelhaarigen Sängerin und 3 Kerlen, welche die typischen Rockband Instrumente spielt. Da können sehr viele Ähnlichkeiten gefunden werden. Man kann es aber auch lassen und sehen was an Berge eigen ist. Der Vergleich wäre berechtigt, wenn wir bewusst Silbermond kopieren würden, das ist aber nicht der Fall, daher ist der Vergleich für uns hinkend. Es ist ja auch irgendwie nachvollziehbar das man, wenn man nicht bekannt ist, erst mal mit etwas Bekanntem in Verbindung gebracht wird.

Jens: Beim Titel „Die fetten Jahre sind vorbei“ muss ich unweigerlich assoziativ an den Film mit Daniel Brühl denken. Aber lassen wir das. Wie ist der Titel „Die fetten Jahre sind vorbei entstanden“? Gibt es dazu ein Geschichte?

Berge: Die Refrainmelodie und die Textzeile kamen mir (Rocco) beim Hören eines Foo Fighters Songs in den Kopf; ohne dass ich in jener Zeit den Film gesehen habe. Es war durchaus in der Band ein Thema, ob wir den Text abändern sollten, aber irgendwie passte die Melodie nur mit dem Text zusammen. Also haben wir’s so gelassen. Die Zeile hat jedenfalls keinen Bezug zum Film gehabt.

Jens: Wo und wann können Fans Euch dieses Jahr auftreten sehen? Gibt es schon Termine?

Berge: Wir spielen am 18.03.2010 in München im Ampere. Weitere Termine folgen ganz bald.

Jens: Wie sieht Eure Zukunft aus, was habt Ihr demnächst vor und ist schon ein 2. Album geplant?

Berge: (Rocco lacht) Album 2 – so etwas ist, glaub ich, immer geplant oder nicht? … Wir schreiben neue Songs, spielen ein paar Mal live und toben uns noch mehr aus was Animationsfilme etc. angeht. Wir wollen vor allem live eine Menge mehr auf die Bühne zaubern als nur 4 Musiker mit ihren Instrumenten. Es steckt alles noch in den Kinderschuhen, aber man kann schon ganz gut erkennen, wo die Reise hingehen soll. Kommt vorbei und schaut es euch einfach an.

(Das Interview führte Jens Böhme mit der Band „Berge“)

(Interview mit der Berliner Band Berge ehemals veröffentlicht auf hauptstadtstudio.com)



Wenn die Liebe geht … – Ein Vierzeiler von Bertolt Brecht

Bertolt Brecht über die Liebe

Wenn die Liebe geht, dann geht sie. Dies ist traurig, tragisch und ein schlechter Traum für einen der liebt oder liebte. Eine zuvor bestehende Konstellationen im Universum wird durch einen Urknall neu formiert. Die Teilchen, die Sterne stauben auseinander und man stellt sich die Frage: Wo ist mein Stern geblieben? Das kann ich leider auch nicht beantworten. Das traurig-tragisch Schöne aber daran ist jedoch, dass die Liebe im gleichen Atemzug „wenn sie geht“ auch irgendwo wieder ankommt.

Rosa Baumblüten

Rosa Baumblüten im Frühling

Ein wunderschöner Vierzeiler von Bertolt Brecht, den ich letzte Woche beim Schmöckern wieder entdeckt habe:

Und das Lächeln, das mir galt,

gilt nun einem andern.

Konnt ich’s nicht behalten halt

Muß ich’s lassen wandern.

Bertolt Brecht

(Bertolt Brecht Lektüre für Minuten, Aus seinen Stücken, Gedichten, Schriften und autobiografischen Texten, S. 42, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1998.)

Bertolt Brecht: Alle Artikel, Hintergründe und Fakten (SPIEGEL ONLINE Kultur)



Berliner Künstler Toni Mahoni stellt am Freitag 26.02.2010 seine neue CD „Irgendwat Is Immer“ im BKA-Theater Berlin vor

Toni Mahoni Tourneebeginn im  BKA Theater in Berlin

Toni Mahoni - Irgendwat Is Immer

© Toni Mahoni – Irgendwat Is Immer

Rauchige Stimme, immer einen „juten Spruch uf Laga“, sowie Lieder und Geschichten aus dem Alltag, so kennt man Toni Mahoni. Als ehemaliger Vidoblogger bei spreeblick.com können Fans seine neuesten Kommentare auf seiner Homepage tonitmahoni.com verfolgen.

Nach der Vorstellung seines Debütromans „Gebratene Störche“ am 22.02.2010 im Berliner Kaufhaus Dussmann legt Toni Mahoni nach. In Folge seinem ersten Album „Allet Is Eins“ stellt er nun im BKA-Theater (Mehringdamm 34, Berlin-Kreuzberg) zusammen mit seiner Band am 26.02.2010 seine neue CD„Irgendwat Is Immer“ vor. Dies ist gleichzeitig auch der Tourneestart des Künstlers Toni Mahoni.



Rezension: Das Kabinett des Dr. Parnassus – Heath Ledger in seiner letzten Rolle

Das Kabniett des Dr. Parnassus – Heath Ledger und Freunde, das ist aber schon fast alles …

Der kürzlich im Kino angelaufene Film „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ ist ein Filmchen für echte Heath Ledger Fans. Mit Sicherheit auch ein Muss für all jene Fans der Hollywoodriege „Heath Ledger and Friends“, wie es im Abspann zu lesen war. So kann der Kinobesucher durchaus gespannt auf die Auftritte der Schauspielerfreunde Jude Law, Colin Farrell und dem Meister solcher Fantasyfilme Johnny Deep sein. „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ ist nun wirklich der letzte Streifen mit dem am 22. Januar 2008 verstorben Hollywoodschauspieler, den viele auch aus Filmen wie „Ritter aus Leidenschaft“, „Der Patriot“ und natürlich aus seiner Paraderolle „Batman – The Dark Knight“ als Joker kennen. Genau sein Bildnis ist die sehenswerte und faszinierende Nuance an diesem Fantasyfilm. Der verstorbene Heath Ledger in einer doch sehr abgedrehten Story. Der Film besitzt einen Hauch von Krimi und der Zuschauer rätselt fragmentarisch mit, welche Vergangenheit der Protagonist des Films Tony (Heath Ledger) wohl aufzuweisen hat. Nach und nach lüftet sich das Geheimnis.

Umsetzung des Drehbuchs nach dem Tod von Heath Ledger

Die eigentliche Leistung und die damit verbundene Neugier für den Cineasten besteht darin, zu erfahren, wie das Drehbuch nach dem Tod von Heath Ledger umgesetzt  wurde. Das ist letztendlich auch der herausragende Aspekt, der den Kinobesuch von „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ zusätzlich zu Heath Ledger sehenswert gestaltet. Ebenso das Ensemble „Heath Ledger and friends“, die quasi als szenische Einwechselspieler für den verstorbenen Schauspieler fungieren. Neugierig wartet der Kinobesucher ab, um zu erfahren, wann der erste das Spielfeld betritt. Die Hoffnung auf mehr Spannung und Unterhaltung bleibt jedoch bei diesem dargebotenen Ausblick kleben. Die Story, die zu Beginn sehr viel mehr verspricht und in einem interessanten handlungsoptimistischen Licht erscheint, flacht nach und nach ab und plätschert letztendlich so dahin. Da helfen auch nicht die Zugpferde der Hollywood-Ceme-de-la-Creme Jude Law, Collin Farrel und Johnny Depp. Die wenigen abstrakten und skurrilen Fantasyszenen stechen dabei nur fragmentarisch heraus. Leider wirken solche Szenen nur auf der Kinoleinwand optimal und so sollte man sie sich auch da anschauen. Dabei könnte man bei diesem Genre so viel mehr schaffen und erschaffen. Spannung und Unterhaltung sind im „Kabinett des Dr. Parnassus“ auf ein Minimum reduziert. Der Film lebt nur von den Darstellern und der Mini-Story zwischen der Wette des Herrn Dr. Parnassus und dem Teufel. Obwohl die Story einiges an Spannung im Vorfeld assoziiert, ist der Kinobesuch zum Einschlafen. Bestenfalls ein kleines Gut-und-Böse-Märchen mit Starbesetzung für die Vorweihnachtszeit oder den TV-Abend bei dem der Zuschauer nebenbei entspannt im Internett surfen kann.

Das Beste zum Schluss – Welche Erinnerung an Heath Ledger bleibt?

Es lässt sich sicherlich darüber streiten durch welchen Film Heath Ledger in Erinnerung bleiben sollte. Ist es besser ihn als Joker in „Batman – The Dark Knight“ anstatt in „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ im Kopf zu behalten? Das ist hier die Frage. Auch wenn Heath Ledger in diesem Film auf der Leinwand wirklich sehr sehenswert ist, bleibt er in seinem oscargekrönten Schauspiel als Joker und Gegenpart zu Batman in seiner Paraderolle.

(Rezension „Das Kabinett des Dr. Parnassus – Heath Ledger in seiner letzten Rolle“ ehemals auf hauptstadtstudio.com)



Kolumne vom 15. Februar 2010: Ein Art „Temple Bar“ von Berlin – Die Flaniermeile Simon-Dach-Straße in Berlin Friedrichshain lädt zum Brunch

Eine der bekanntesten Adressen in Berlin für Restaurant- und Kneipenkultur – Das Areal um die Simon-Dach-Straße

Kolumne Hauptstadtstudio

© Hauptstadtstudio

Durstig nach Menschen, hungrig nach Musik und noch lange nicht bereit schlafen zu gehen? Dann ist die Simon-Dach-Straße bzw. das Gebiet um die Simon-Dach-Straße das geeignete Domizil für die Nacht. Dieses Areal ist eine Art „-Temple Bar- der Restaurants“ von Berlin. Vor allem im Sommer sind hier jene Flaneure und Philanthropen richtig, die eine gute Kneipenkultur zu schätzen wissen. Dass dies nicht nur in der kalendarischen Sonnenhochburg des Sommers für Berliner und Touristen attraktiv sein kann, sondern auch im Winter, zeigt ein kleiner Selbsttest der anderen Art, denn es ist Brunch-Time. Wer wenige Stunden vor Mitternacht im Sommer die Simon-Dach-Straße in Berlin Friedrichshain entlang flaniert, weiß um den Geräuschpegel in dieser Gegend. Ich habe es oft genug miterlebt. Durfte mir auch schon genügend Diskussionen von Bekannten anhören, wenn es darum ging eine Wohnung in Friedrichshain zu finden; “… am besten nahe Simon-Dach-Straße.” Für die einen genau das Richtige, für die anderen „Ne ne, das ist mir echt zu laut, von allem zu viel und überhaupt.“

„temple bar“ von Dublin lässt grüßen – Brunch-Time in Berlin Friedrichshain

Wer die „Temple Bar“ Berlins und dazu noch gastronomische Abwechslung sucht, den treibt es früher oder später in die Nähe des Ostkreuzes. Feiernde Menschen, die aus den Kneipen kamen und vor Stunden in die Kneipen gingen, gehören hier zum all abendlichen Vorspiel der Nacht. Musik dringt aus den Bars und Kneipen oder direkt aus der Kehle manch eines Besuchers dieser bekannten Kneipenmeile von Berlin. Im Sommer sind die Bürgersteige zusätzlich mit Sitzmöglichkeiten gefüllt; jedoch nicht in diesen kalten Zeiten. Ist halt nicht Saison. Gut es gibt auch einige Gastronomen, die in dieser Jahreszeit, eine Art Plastikwintergarten haben; nach neuesten Rauchergesetzen versteht sich. Wie zum Beispiel das Plus-0. Aber die zählen alle nicht. Was zählt, ist natürlich: „Wo kommst’e und kannst’e rin, wenn de Hunger hast?“ Als ich endlich meine alte Leidenschaft „brunchen zum Sonntagmittag“ kurz nach Silvester wieder erweckt hatte, musste ich mich davon überzeugen, dass auf der Simon-Dach-Straße auch um die Mittagszeit bis in den Sonntagnachmittag mächtig was los ist. Ich bin echt nicht der Einzige hier! Es ist schwer was los und noch schwerer einen Tisch zu bekommen. Vor allem zur Brunch-Time an einem ganz normalen Stino-Sonntag. Gut, allein hat man immer eine Chance, aber zu zweit, zu dritt, wird es schon eng und zu viert schon problematisch. Vorbestellen ist angesagt und es lohnt sich.

Brunch und im Lachsrausch von EM-BAR und EUPHORIA

Im Selbsttest zu diesem Thema kann ich das leckere Buffet in der EM-BAR am Boxhagener Platz und dem Restaurant EUPHORIA Grünberger Straße Ecke Simon-Dach-Straße empfehlen. Denn neben all den leckeren Speisen gab es in der EM-BAR meine Lieblingslachsvariante. Geräucherter saftiger Lachs in Scheibenformat für herrliche Lachsschnittchen. Da ich zu den Verehrern von Lachsschnittchen, also dieser ganz speziellen Variante der Lachskonsistenz gehöre, ist es für mich äußerst wichtig diesen bei einem Brunch vorzufinden. In der EM-BAR war dies der Fall und er hat mir da besonders gut geschmeckt. Zudem wurde die leere Platte rasch wieder aufgefüllt. Das war mir und meinen Begleitern beim EUPHORIA nicht widerfahren. Dafür gab es dort eine reichhaltigere Auswahl an Meeresfrüchten. Ach ja, und ohne eine deftige Rühreiportion wäre die Definition von Brunch bzw. einem gutem Sonntagsfrühstück für mich nicht erfüllt. Beide Restaurants haben das Rührei doch ganz unterschiedlich, aber zugleich köstlich kreiert. Unabhängig von beiden selbst erwählten Lieblingsdelikatessen – Lachs & Rührei – fängt die Klaviatur der Geschmacksrichtungen und der vielfältigen Auswahl in beiden Restaurants erst an. Am besten überzeugt der Leser sich einmal selbst vor Ort. Ich jedenfalls „beim heiligen Schlaraffenland“ muss gestehen, dass ich es vorletzte Woche wieder mal übertrieben habe. Wie im Trickfilm mit dem Teufelchen, das alle 40 Pfannkuchen geklaut und auf einmal verdrückt hat, habe ich mich anschließend den Sonntagnachmittag gefühlt. Das hat man nun davon, wenn die Geschmacksnerven und die Augen größer als der Magen sind. Da wünscht man sich wie Alf drei Mägen zu besitzen. Ob kulinarisches Restaurant, hippe Bar oder urige Kneipe überall kann bachanalen Gelüsten, Hopfenbegierden, dem kleinen oder dem großen Hunger auf der Simon-Dach-Straße gefrönt werden. -The „Temple Bar“ of Börlin- hat neben ihrem nächtlichen Ruf „eine der coolsten Kneipenmeilen von Berlin zu sein“ auch noch zu anderen Stunden ein vielfältiges Ambiente der Unternehmung zu bieten und einen Ruf zu gewinnen: Nämlich zur Brunch-Time. Na dann, juten Hunger bei einem saftigen Lachsbrötchen.

(Kolumne „Ein Art ‚Temple Bar‘ von Berlin – Die Flaniermeile Simon-Dach-Straße in Berlin Friedrichshain lädt zum Brunch“ ehemals auf hauptstadtstudio.com)



Toni Mahoni und Jens Böhme – Allet wird jut …
Toni Mahoni und Jens Böhme - Allet wird jut

Toni Mahoni und Jens Böhme



Herzlichen Glückwunsch! – Mein Blog „Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman“ wird ein Jahr alt und feiert Geburtstag

Ein Jahr Liebesroman „Der Tausendfüßler“ von Jens Böhme

Jens Böhme

Jens Böhme

Seit nunmehr einem Jahr existiert mein Blog zum Roman „Der Tausendfüßler“. Am Anfang stand thematisch primär die Entstehung des Romans im Vordergrund. Das Blog, mein Autorenblog, sollte als Sprachrohr für den Autor fungieren. Dem Leser und Interessierten wollte ich so die Chronologie der Entstehung meines Romans darlegen; begonnen von der Idee, bis hin zum Manuskript, über Titelfindung und letztendlich die mühsame Suche nach einem Verlag. In Artikeln habe ich mich dann vor genau einem Jahr dieser Thematiken angenommen und somit dem Leser einen kleinen Einblick in meine Autorentätigkeit gegeben.

Die Geburt des Romans „Der Tausendfüßler“ Ende Mai 2009

Als es dann Ende Mai 2009 soweit war und die freudige Nachricht vom Verlag Pro BUSINESS GmbH kam, dass der Roman gedruckt und erhältlich sei, begann die 2. Phase für mich und mein Blog. Vorbestellungen von Freunden und Bekannten musste ich koordinieren und hatte auch selbst den Anspruch an mich, dass der Liebesroman rund um den Protagonisten Conrad Wipp und Miria Marck schnellstmöglich auch an den schon wartenden Leser geht. Zum einen, um jene, die immer wieder nachgefragt haben endlich mit Lesestoff zu versorgen und zum anderen, um nach und nach Feedback zur Story zu erhalten. Der Gedankenaustausch zum Buch selbst und zum Inhalt kam dann oft über E-Mail oder in einem persönlichen Kontakt. Es gab natürlich auch den ein oder anderen Leser, der auf meinem Blog gepostet hat. Als Autor habe ich mich jedes Mal sehr darüber gefreut und hoffe natürlich weiterhin reges Interesse zum Text zu erwecken und Meinungen über das Blog zu erhalten.

Literatur und Kultur: Ein wenig SEO (Suchmaschinenoptimierung) und Erweiterung der thematischen Palette auf dem Blog „Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman“

Weiterhin hatte ich mir das Ziel gesetzt den Roman über die Grenzen meines bestehenden Leserkreises hinaus bekannt zu machen. Ein wenig Online-Marketing in eigener Sache brachte auch den Erfolg bei Google. Sukzessive mit euphorischer Autoreninitiative gab es dann den ganzen Sommer 2009 über kleine Maßnahmen im Internet. Außerdem gingen Bücher an Redaktionen und es gab auch einige Rezensionen dazu. Natürlich half mir das Internet sehr bei der Bekanntmachung des Liebesromans; nicht zuletzt durch das Blog „Der Tausendfüßler“, das als URL unter „dertausendfuesslerromen.wordpress.com“ im Netz zu finden ist. Über die Zeit erweiterte sich zudem das thematische Spektrum des Blogs. Es lag mir persönlich sehr am Herzen auch andere Genre von Kunst & Kultur in das Blog mit aufzunehmen. Es hat mir großen Spaß gemacht von Theaterbesuchen, zum Beispiel im Galli Theater, von Comedians, Musicals und interessante Ereignisse vor allem im Berliner Raum aus meiner ureignen Sichtweise zu berichten. Ich hoffe, es ist mir gelungen? Unter anderen kann ich dadurch helfen andere Künstler bzw. Institutionen im Bereich der Kultur bekannt zu machen und interessante Informationen bereit zu stellen.

Generalistischer Anspruch des Blogs zum Thema Liebe & Partnerschaft, sowie Kunst und Kultur

Das Blog – Der Tauendfüßler – ist demnach nicht nur ein Sprachrohr für den Liebesroman „Der Tausendfüßler“, sondern auch für das Thema Liebe & Partnerschaft an sich. Ich bin nicht der einzige Künstler, der dazu eine Produktion sein eigen nennt. Nein, auch ich bin Leser, Zuschauer, Hörer und begeisterter Betrachter von Kunst & Kultur in Bezug auf zwischenmenschlichen Themen; vor allem der Liebe. Durch eigene Sichtweisen, Rezensionen und Aktivitäten in Berlin mache ich den Autor Jens Böhme selbst etwas transparenter und der Name auf dem Buchtitel wird für den Leser fassbarer; einfach menschlicher. Das ist mein Anspruch.

Die Kunst ist für das Publikum da – Schritt für Schritt zu dem was noch kommen mag …

Nicht nur im sogenannten „Contentbereich“ wuchs mein Blog, sondern auch die Kategorien einzelner Seiten wurde verfeinert.  Die Rubrikenanzahl ist gestiegen, die Schlagwortwolke hat sich aufgebläht und jensboehme Twitter wurde integriert. Das Blog steht natürlich immer noch im Zeichen des Tausendfüßlers – des Liebesromans „Der Tausendfüßler“ -, aber wie der Name schon assoziiert und das Leben in all seinen tausend, ach was sage ich, Millionen bis unendliche Facetten reich an interessanten Themen ist, so soll auch dieses Blog eben diese verschiedenen Nuancen von Literatur und Kunst einfangen. Ich werde weiterhin Einladungen folgen, mich selbst auf dem Weg begeben und neugierig von den neuesten Kinoereignissen, Theatervorstellungen, Buchpublikationen und Künstlern aus dem Musikbereich berichten. Ich werde selbst in die Tasten hauen und zu gegebener Zeit mein neues Buchprojekt vorstellen. Dem Leser sei hiermit gesagt: Da zappelt schon etwas in der Schublade. Zwei Manuskripte liegen bereit und ein weiteres ist in Arbeit. Welches wann und überhaupt ans Licht der Publikationswelt tritt, ist jedoch noch ungewiss.

Mit Blick nach vorn

Mit Blick nach vorn ...

Aber eines ist jetzt schon gewiss: Denn allen Themen und allen Künstlern ist eines gemeinsam – die Stärke der Phantasie, gefolgt von Produktivität und am Ende steht das Ergebnis für alle Interessierten. Das ist es, was uns Kreative an- und vorantreibt. Scheitern gibt es für einen Künstler nicht, denn er lebt mit dem Herzen und schreibt, singt und schauspielert mit dem eigenen Blut für seine Kunst, vor allem aber für das Publikum. Vereinzelt gibt es Rückschläge, das gehört zu jedem Lebensweg dazu, dies jedoch bedeutet nur eine Neuorientierung im Wirrwarr der Gefühle und dann geht es Schritt für Schritt weiter Richtung Zukunft.

Ich freue mich auf ein neues Jahr im Zeichen des „Tausendfüßlers“.

In diesem Sinne, haut in die Tasten. Ich bin schon dabei …

Euer Jens