Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Reportage auf Hauptstadtstudio – Im Horrorzug nach Berlin …

Im Horrorzug nach Berlin – Mit dem Regional Express 38328 von der Leipziger Buchmesse zurück in die Hauptstadt

Ausnahmezustand im RE 38328 der Deutschen Bahn. Berliner Besucher der Leipziger Buchmesse standen zusammengedrängt in den Waggons von Lutherstadt Wittenberg bis Berlin. Viehtransportähnliche Zustände – ein Potpourri der Emotionen für den, der dabei war. Eine zweidimensionale Messereportage von Horrorgestalten auf dem Weg zur Buchmesse und einem horrorwürdigen Horrortrip im Regional Express zurück nach Berlin.

Auf Wiedersehen in Leipzig 2011

Ausnahmezustand im RE 38328 der Deutschen Bahn. Berliner Besucher der Leipziger Buchmesse standen zusammengedrängt in den Waggons von Lutherstadt Wittenberg bis Berlin. Viehtransportähnliche Zustände – ein Potpourri der Emotionen für den, der dabei war. Eine zweidimensionale Messereportage von Horrorgestalten auf dem Weg zur Buchmesse und einem horrorwürdigen Horrortrip im Regional Express zurück nach Berlin.

Warum seid Ihr so komisch geschminkt, angezogen und total verkleidet?

Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein Horrortrip der Dienstleistung was die Berliner Wochenendbesucher der Leipziger Buchmesse 2010 am Samstagabend mit der Deutschen Bahn erfuhren. Das Wörtchen “Horror” besitzt dabei im Kontext der Buchmesse eine Doppeldeutigkeit. Denn für Besucher der diesjährigen Buchmesse, die sonst nur das steife hochintellektuelle Ambiente kennen, waren diese sonderbaren Teilnehmer ein auflockerndes Highlight. Oft wurden die Verkleideten gefragt, warum sie denn so aussehen wie sie aussehen und was das für eine Veranstaltung sei. “Buchmesse”, wurde dann kurz am Leipziger Hauptbahnhof geantwortet. Wer mehr wissen wollte hakte nach und erhielt die Antwort “… und ein Treffen aller Manga-Fans und Fans von Rollenspielen. Man trifft sich und verkleidet sich als Charakter, der man gern sein möchte oder der man als Rollenspieler in der Comunity, halt in der Gemeinde ist.” So war es nicht verwunderlich, dass sich wie auf der Hinfahrt auch auf der Heimfahrt zurück nach Berlin verkleidete Jugendliche unterschiedlichen Alters in den Zügen befanden. Schon in Berlin am Hauptbahnhof sorgten sie für optische Aufregung unter den Bahnhofsbesuchern. Darunter wahre Horrorgestalten, die konträr gegenüber den doch zarten menschlichen Manga-Figuren standen. Ein einziges interessantes Sammelsurium menschlicher Verkleidungskunst. Wer hätte gedacht, dass Rollenspiele und japanische Comics, bekannt unter dem Begriff Manga so populär geworden sind?

Leipzig war wieder Treff für die Comic- und Fantasyszene

Die Buchmesse in Leipzig mit ihren besonderen Schwerpunkt “Comics in Leipzig” zu dem die Genre Manga, Fantasy und Rollenspiel zählen, gehört zu den wichtigsten Veranstaltungen in Europa. Ganz oder nur teilweise comickünstlich überzogen verkleidet, präsentierte sich demnach so mancher Messebesucher. In erster Instanz waren diese angemalten und verkleideten Teilnehmer der erste Horrorfakt in der vorher erwähnten zweidimensionalen Betrachtung. Die hübschen und niedlichen Manga-Mädchen stehend dafür eher weniger in der Definition. Sie waren schick anzusehen. Zauberer in Roben und Uniformen, die gesichtet worden schon eher; natürlich mit viel Phantasie. Da wir jedoch von der Doppeldeutigkeit des Begriffes Horror auf der Buchmesse sprechen, müssen hier die wirklich üblen Gestalten erwähnt werden. Das waren furchtlose dahin schreitende Kämpfer, durchaus auch der ein oder andere Zauberer. Die Krönung für so manchen Besucher waren letztendlich maskentragende Unholde mit Keule oder Schwert in skurrilen bunt zusammengeschusterten Verkleidungen. Es wurden auch Axtträger gesichtet. Entweder blieb der Zuschauer fasziniert stehen oder er machte vorsichtshalber einen großen Bogen um die eine oder andere Fantasy- bzw. Horrorgestalt. Irgendwie eine ganze Reihe von Charakteren, denen man nicht im Dunklen begegnen möchte. Diese Besucher zeigten letztendlich dem verstaubten Establishment, dass man mit viel Phantasie so einiges kreieren und mit entsprechendem Know-how stylisch aufpeppen kann. Der ein oder andere Konzern beziehungsweise Verlag weiß in diesem Fall wo die Kaufkraft für seine Produkte daherkommt. Entsprechend sah der Durchschnittsmessebesucher mal mehr oder weniger professionelle Kunstwerke der Verkleidung. Obwohl völlig fremd, grüßten sich ähnliche Charaktere auf dem Weg zu den einzelnen Treffpunkten und Veranstaltungen auf der Messe. Für viele der extravaganten Messebesucher war Leipzig an diesem Tag der Fixpunkt der Phantasie, um Gleichgesinnte ihres Genres zu treffen. Diese Chance nutzten auch viele Hauptstädter.

Horrortrip mit Wochenendticket der Deutschen Bahn

Was am Ende des Tages folgte war eine fantastische und unglaubliche Horrorfahrt der Extraklasse mit der Deutschen Bahn zurück nach Berlin. Wer hätte das gedacht, dass die Berliner Besucher der Buchmesse im wahrsten Sinne die letzte der zweifache Begegnung mit diesem Genre “Unglaublich” über “völlig abgefahren” bis hin zu “der blanke Horror” noch vor sich hatten. Es bahnte sich eine mittlere bis größere Reisekatastrophe für alle Rückreisende nach Berlin an. Der Regional Express 38328 von Lutherstadt Wittenberg mit dem Ziel Berlin stand zwar pünktlich gegen 21:26 Uhr zur Abfahrt bereit, war aber schon ganz ordentlich mit Reisenden gefüllt. Als dann der Mob der Messebesucher, anders kann es fast nicht beschrieben werden, von einem Gleis zum anderen durch den Verbindungstunnel strömte, wurde der Zug mit jedem Fahrgast voller. Irgendwann platzte er förmlich aus den Nähten. Die Fahrgäste liefen von einer Waggontür zur nächsten und immer wieder gab es dasselbe Bild: Alle Plätze belegt. Fahrgäste standen oder saßen in den Gängen. An den Türen und den Eingangsbereichen drängten sich dicht an dicht Groß und Klein, Jung und Alt, Verkleidet und Unverkleidet. Es gab kaum mehr Platz für zusätzliche Fahrgäste. Selbst in der ersten Klasse wurde es zunehmend voller, bis auch diese überfüllt war.

Man muss sich in die Leute hinein versetzen, einige haben wegen zu hohem Fahrgast aufkommen schon am Morgen in den Bahnen gestanden; zum Teil die ganze Fahrt bis nach Leipzig. Nun ist so ein Messetag ist nicht unbedingt eine gemütliche Bootstour. Im Gegenteil, der Besucher möchte viel sehen, kennen lernen, sich informieren, kommunizieren, was letztendlich auch Verben wie “gehen”, “laufen”, “besichtigen”, “tragen”, “reden” und durchaus auch “eilen” impliziert. Eilen vor allem von Stand zu Stand. Für manch einen Berliner war da schon kräftemäßig der Ofen aus als der ersehnte Zug nach Hause anrollte. Den meisten Besuchern der Leipziger Buchmesse 2010 sah man gegen 18 Uhr als die Messestände einpackten die Strapaze förmlich an. Einfach nur nach Hause, lautete die Devise in den Köpfen der Menschen. Was zuvor eher optischer Natur war, aufgrund wirklich gruseliger Vertreter unter den Verkleideten, kam nun eine mit dem Regional Express einen neue Dimension.

Wochenendticket: „Dabei sein ist alles“ – Es ist kaum zu beschreiben …

Klaustrophobisch veranlagt durfte man da nicht sein. Zu den Toiletten gelangte man nur zum Teil oder überhaupt nicht. Wie auch? Es wäre eine Odyssee ohne Rückkehr gewesen. Denn wenn schon der Weg zum “Stillen Örtchen” nicht möglich ist, kommt es logischerweise erst gar nicht zu einem Rückweg. Und diesen menschensteinigen Weg, eher diese Mauer aus Menschen hätte kaum einer Bewältigen können ohne nicht mindestens einmal angenehm oder unangenehm anzuecken. Die Luft wurde immer dünner und die Gerüche derber. Da war so mancher froh, wenn sich die Türen zu seiner Seite öffneten an der er gerade gequetscht sein Zugdasein fristete. In den Waggons weiter hinten sah man vermeintliche Punks, die ihren Hunden, pferdeähnliche Geschöpfe, nach jedem Halt ebenfalls etwas Freiheit gaben. Sei es auch nur für wenige Sekunden. Bei solchen Zuständen jagt der Mensch gern seinen Hund vor die Tür.

Immer wieder gab es Diskussionen, dass es keine andere Alternative für Besitzer des Wochenendtickets gab, um nach Berlin zu gelangen. Angeblich der letzte Zug für jenes Angebot der Deutschen Bahn am Samstagabend. Die Gerüchteküche meinte sogar, dass es im letzten Jahr noch mehr Waggons bzw. zusätzliche Züge gegeben haben soll. Ob Wahrheit oder Lüge, in solcherlei Situation kochen die Emotionen der Menschen ihr eigens Süppchen und meistens viel zu hoch und letztendlich über. Es kann ihnen aber auch nicht verübelt werden. Einigermaßen glücklich durften sich jene fühlen, die einen Sitzplatz zur rechten Zeit ergattert hatten. Bei manchen saß die Liebste jedoch schon mit auf dem Schoß. Für alle anderen hieß es anderthalb Stunden stehen. Ob jung oder alt, mit oder ohne Krücke es machte keinen Unterschied. Wer nach Berlin wollte, musste in den sauren Apfel beißen und sich hinstellen, anstellen oder zum Teil an fremde Personen anlehnen. Es war ein zartes Band des kontrollierten Chaos welches drohte jederzeit zu zerreißen.

Neuer Messerekord auf der Leipziger Buchmesse 2010

Fahrgäste an den Zwischenstationen mussten weggeschickt werden. Ein junger Mann mit einem Fahrrad hatte einfach keine Chance mehr. Am Ende wurden nur noch die Stationen bis Berlin Hauptbahnhof gezählt. Andere wollten nach dem nur noch in den Berliner C-Bereich gelangen, vielleicht noch bis B? Einfach nur heraus aus dem Regional Express. Ab Berlin verließen nach und nach Fahrgäste den Zug. Das Wort “Südkreuz” war in aller Munde und stilisierte sich zu einem Mythos. Dort strömten dann die Menschen zum ersten Mal aus den Waggons. An ihren Gesichtern konnte man die Erleichterung, aber zum Teil auch Frust ablesen. Am Hauptbahnhof  angelangt, strömte dann alles aus dem Zug. „Vielen Dank für die Horrorfahrt!“ schrie einer dem Schaffner entgegen, der verhalten aus dem Fenster lugte.

156.000 Menschen besuchten dieses Jahr die Leipziger Buchmesse, erneuter Messerekord. Da ist es anzunehmen, dass es im nächsten Jahr nicht weniger werden. In diesem Fall können die Berliner nur hoffen, dass dieser Fakt bis zum nächsten Jahr irgendwie Berücksichtigung in der Planung der Deutschen Bahn findet. Sonst könnte es glatt für die Berliner Besucher der Leipziger Buchmesse 2011 ein erneutes doppeltes Revival in Tatsachen von “Horror-Fantasy” geben.

(Artikel „Im Horrorzug nach Leipzig – Mit dem Regional Express 38328 von der Leipziger Buchmesse zurück in die Hauptstadt“ ehemals auf hauptstadtstudio.com)

Homepage – Leipziger Buchmesse

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Leipziger Buchmesse 2010 – Autor des Romans „Der Tausendfüßler“ Jens Böhme
Jens Böhme und Frau Lenz vom Verlag

Jens Böhme und Frau Lenz vom Verlag



BookCrossing: Die Wochenzeitung – Der Freitag – erhält den Roman „Der Tausendfüßler“ auf der Leipziger Buchmesse

Ein Exemplar von „Der Tausendfüßler“ wechselt alla BookCrossing den Besitzer

Am Messestand - der freitag

Am Messestand – der freitag

BookCrossing. Die erste Übergabe ist vollbracht. Ich muss gestehen, dass es wirklich eine Übergabe war. Denn ich habe mich fast nicht entscheiden können, wo ich den Roman wirklich ablege, verliere, oder vergesse. Möglichkeiten gab es zu Hauff. Aber irgendwie wollte ich dann doch noch etwas die Kontrolle behalten und einen sinnvollen Transfer starten. So habe ich mich dann laut den Erklärungen und Regeln von bookcrossing.de mich auch an diese Gehalten, eben dass es keine Regeln für die „Freilassung“ gibt. Es steht jedem frei das Buch auf die eigene phantasievolle Art an den Mann oder die Frau zu bringen. Darunter zählt auch die persönliche Übergabe des Buches an eine Person der freien Wahl. Nachdem ich mit ein paar Fachbesuchern über mein Vorhaben gesprochen hatte, rieten mir diese doch auf der Messe die Hand-zu-Hand-Variante zu wählen. Gesagt getan.

Die Wochenzeitung der freitag erhält den Roman am Stand auf der Leipziger Buchmesse

Nach einigen Stunden Messebesuch und gedanklichem Hin und Her, wer wohl dafür prädestiniert wäre, entschloss ich mich den BookCrossing-Roman „Der Tausendfüßler“ an die Wochenzeitung der Freitag zu geben. Genauer gesagt an eine Dame am Stand, der ich persönlich den Roman in die Hand drückte. Auf doch etwas perplexes und überraschtes Nachfragen der Mitarbeiterin der Wochenzeitung erläuterte ich ihr genau was es mit dieser Aktion auf sich hat. Das Thema BookCrossing schien ihr relativ unbekannt zu sein. Als Autor konnte ich mir irgendwie nicht verkneifen als weiteres Kriterium der Freigabe auch die Option über die Kulturredaktion zu erwähnen. Mit einem doch schelmischem Lächeln wartete ich auf eine Reaktion. „Na mal sehen, ob das Buch den Weg über die Redaktion findet“, antwortete sie mir freundlicht. „Wie auch immer“, meinte ich und es fiel mir keine andere Phrase als diese abgedroschene Redewendung ein: „Alles kann, nichts muss.“ Ich gab ihr noch ein zwei Erklärungen zur Weitergabe und Registrierung des Romans bei bookcrossing.com und hoffentlich auch auf meinem Blog dertausenfuesslerroman.wordpress.com und verabschiedete mich mit den Worten: „Viel Spaß beim Lesen beziehungsweise beim Weitergeben!“ Dann trollte ich mich von dannen, nicht ohne ein Exemplar von der Wochenzeitung der freitag mitzunehmen.

Geht es zurück an Berlin?

bookcrossing.com

©bookcrossing.com

In zweiter Instanz vieler nachfolgender Gedanken zur Tausenfüßler-BookCrossing-Aktion fiel mir auf, dass durch die Übergabe des Romans auf der Leipziger Buchmesse am Stand von der freitag, dass Buch irgendwie – also mit Sicherheit – zurück nach Berlin gelangen wird. Denn der Verlag hat seinen Sitz in der Hauptstadt. Nun gut, warum nicht, dachte ich mir. Von da aus kann es ja sowieso in die weite Welt weiter gehen, je nachdem wo die zweite Station einer neuerlichen Freilassung stattfinden wird. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf das Ergebnis meiner Aktion. Ob der freitag ein book-on-demand-Buch wohl rezensiert? Wir werden es sehen. Noch mehr gespannt bin ich natürlich als Autor auf den zukünftigen Wanderweg meines Romans.



Heimatbesuch in Meißen – Winterlicher Ausblick auf die Dächer der Altstadt
Über den Dächern der Meißner Altstadt

Über den Dächern der Meißner Altstadt - Blick auf die Frauenkirche

Meißen – Ein Wintermärchen im März

Auf Heimatbesuch vor einigen Tagen. Es hat geschneit und der Blick von der Albrechtsburg in Meißen zeigte eine wunderschöne winterliche Kulisse. Es war bitterkalt, genau wie in Berlin. Überhaupt war es lange genug winterlich und die Temperaturen sehr ungemütlich. Es wird Zeit für einen Wechsel!

Aber wo ist der Frühling? Wer ihn findet, soll ihn festhalten und mir bescheid geben. Ich komme hinzu und überzeuge ihn gern mit, dass es endlich Zeit für seine Präsenz ist.



DER TAUSENDFÜSSLER – BOOKCROSSING auf der Leipziger Buchmesse 2010

Ein Exemplar des Liebesromans „Der Tausendfüßler“ von Jens Böhme wird für BOOKCROSSING frei gegeben

bookcrossing.com

© bookcrossing.com

Was ist eigentlich Bookcrossing? Bookcrossing ist eine kostenlose Weitergabe von Büchern. Das kann für alle Genres gelten. Primär werden aber Romane an unbekannte Personen weiter gegeben. Irgendwo an einem geeigneten Platz, wo Bücher grundsätzlich einem freudigen Finder in die Hände gelangen. Es sind die unterschiedlichsten Plätzen an denen die Bücher frei gegeben werden, das kann zum Beispiel ein Cafè, eine Parkbank im Sommer, vielleicht auch ein Kino oder in einem Restaurant bzw. einer Bar sein. Es kann sogar irgendjemanden einfach in die Hand gegeben werden. Der Finder oder Empfänger nimmt dann das Buch auf. Entweder er weiß schon, wo das Buch zu finden ist oder er findet es zufällig. Er nimmt es an sich und liest es, muss er aber nicht. Anschließend nach einer Registrierung gibt er es wieder frei. Das Buch steht erneut wieder in den Startlöchern, bereit für den nächsten Leser, der sich an einem kostenlosen Buch erfreuen kann.

Bookcrossing ist eine weltweite Bewegung. Die Mitglieder eines solchen Zirkels nennen sich BookCrosser. Über eine zentrale Datenbank, dies ist das Portal von bookcrossing.com können Leser den Weg des Buches verfolgen.

Freies Buch - Nim mich mit ...

© Michael Winklhofer

Aber nur, wenn das Buch auch auf dem Portal registriert worden ist und letztendlich vom Finder auch wieder frei gelassen wird. Die Registrierung geschieht anhand einer BCID (BookCrossingIDentnumber), die jedes Buch erhält. Diese muss der Finder auf bookcrossing.com eingeben. Es gibt auch eine deutsche Seite für BookCrosser, diese ist jedoch sehr eng mit der englischen Seite verwoben. Die deutschsprachige Webseite bookcrossing.de ist zwar via Google separat zu finden, aber letztendlich ein Forum von bookgrossing.com. Nach der Eingabe der BCID können BookCrosser in einem Journal angeben, wo sie das Buch gefunden haben. Natürlich besteht auch die Möglichkeit seine Meinung zum Inhalt des Buches über diesen Weg kund zu tun.

Auf der Leipziger Buchmesse 2010 erlangt „Der Tausendfüßler“ Freiheit

Etikett Bookcrossing

Etikett Bookcrossing

Schon bald wird über bookcrossing ein Exemplar des Romans „Der Tausendfüßler“ auf der Leipziger Buchmesse ausgesetzt. „Ausgesetzt klingt jetzt etwas sehr stiefmütterlich. Der Roman ist schließlich eines meiner Textbabys“. Ich meine: Es wird im Sinne von „bookcrossing“ ein Exemplar frei gegeben. Die Vorbereitungen dazu laufen schon. Das Buch wurde auf bookcrossing.com schon registriert und ein dazugehöriges Etikett ausgesucht und beschriftet. Ich muss zugeben, dass ich immer neugieriger werde. Bin gespannt, wem ich den Roman in die Hand drücke oder wo ich diesen einfach liegen lasse. Mal schauen wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist und es mir in den Fingern kribbelt. Die Neugier wird sicherlich auch so groß sein, dass ich möglicherweise von weitem Ausschau halte und beobachte, wer das Buch wohl aufnimmt. Aber vielleicht entgeht mir letztendlich in der Masse der Messeteilnehmer in Leipzig dieser Akt des Buchübergangs? Egal was ich machen werde, durch bookcrossing wird der Roman bestimmt einen Leser finden; auch wenn ich es nur ablege und einfach weiter gehe.

Das Buch wird von mir signiert und auf der Innenseite zusätzlich mit einem kleinen Text versehen sein, mit der freundlichen Bitte, dass der Finder des Buches den Fund ebenso auf meinem Blog (Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman) registrieren möge. Einfach nur angeben wo er oder sie das Buch gefunden haben. Natürlich schwingt da auch die Hoffnung ein ehrliches Feedback oder eine Geschichte rund um den Fund zu erhalten und die Diskussion anzuregen. Analog soll dies natürlich im Forum von bookcrossing.de geschehen.

Bookcrossing-Aktion des Romans soll auch in Berlin stattfinden

Jedenfalls bin ich schon sehr aufgeregt und die gedanklichen Vorbereitungen auch für eine Aktion in Berlin laufen schon freudig an. Geplant ist die Freigabe eines Exemplars mitten im Berliner Großstadtdschungel.

Der Tausendfüßler

Der Tausendfüßler

Mal sehen, ob der Roman nach der Freigabe sein ungewisses„Textwesen“ nur innerhalb der Berliner Stadtgrenzen treibt oder sogar darüber hinaus gelangt? Geplanter Ort und Zeitpunkt, wann der Roman in Berlin die Freiheit erlangt, werde ich zeitnah auf meinem Blog in der Rubrik „Bookcrossing“ und bei facebook in der Gruppe „Der Roman – Der Tausendfüßler“ mitteilen. Ich kann nur hoffe, dass meinem Roman eine interessante Reise bevor steht.



Graffito-Spruch und Handybild: Ich denke, also spinn ich …
Handybild - Ich denke, also spinn ich ...

Handybild - Ich denke, also spinn ich ...

Ich denke, also spinn ich …

Ein Slogan für alle Kreative. Einfach mal abfotografiert … als ich den Graffito-Spruch las, musste ich lächeln.



Lesung von Martin Suter „Der Koch“ im Babylon Berlin Mitte

Literatur Live! - Lesung Martin Suter "Der Koch" im Kino Babylon

Buchpremiere von Martin Suters Roman „Der Koch“ (Diogenes Verlag) im Kino Babylon. Ein Bericht von der Lesung Martin Suters in Berlin Mitte am 8. März 2010. Martin Suter (29. Februar 1948 in Zürich geboren) ist Schriftteller, Kolumnist und Drehbuchautor. Bevor er sich ganz dem Schreiben von Büchern widmen konnte, verdiente er sein Geld als Werbetexter und Creative Director. Er lebt mit seiner Familie in Spanien und Guatemala. 2010 ist er nun zu Besuch in Deutschland und stellt seinen neuen Roman vor. „Literatur Live!“ wird von den Thalia Buchhandlugen Berlin und dem Kino Babylon veranstaltet.

Martin Suter „Der Koch“ – Ein Bericht von Jens Böhme

Autoren sind auch Leser. Vor allem bin ich ein begeisterter Leser von Martin Suters Romanen. Als ich ihn mit „Lila Lila“ durch eine Rezension in einer Tageszeitung entdeckte, war meine Leidenschaft für seine Schreibe nach dem Buchkauf entfesselt. Ich wollte mehr lesen und war neugierig. „Lila Lila“ war quasi für mich der Einstieg ins Sutersche Textuniversum. Es folgte „Die dunkle Seite des Mondes“ und „Small World“. Als Süchtiger verlangte mein Geist nach mehr. Nach und nach gesellten sich weitere Texte von Martin Suter in meine heimische Bibliothek bis zum heutigen Tag. Nun ist die Sutersche Sammlung von Jens Böhme komplett und darauf bin ich stolz.

Als ich dann erfuhr, dass er eine Lesung zum Roman „Der Koch“ und zudem noch seine Buchpremiere in Berlin geben wird, war ich hin und weg. Ich würde auf alle Fälle da sein; im Kino Babylon in Berlin Mitte, gegenüber der Volksbühne. Demzufolge stand am 20. März dick und fett in meinem Kalender: Lesung Suter!

Martin Suter stellt seinen neuen Roman „Der Koch“ vor –Ein Bericht von Jens Böhme

Mit dem Eintrittsticket für die Lesereihe der Thalia Buchhandlungen Berlin „Literatur Live!“ stand ich dann 18:45 Uhr vor dem Kino. Frecherweise hatte ich meine noch nicht signierten Bücher im Rucksack und hoffte auf die Signierlaune und Gnade von Herrn Suter. Zuvor jedoch stand eine eineinhalbstündige Lesung an. Etwas verlassen, stand ich also viel zu zeitig vor dem Kino und wartete auf den Beginn der Veranstaltung. Da ich noch etwas frische Luft schnuppern wollte, kam ich in den Genuss der Ankunft des Schriftstellers. Ein paar Leser hatten sich mit der Weile ebenso wie ich in der Kälte vor dem Kino eingefunden. Sie stauten nicht minder erfreut als einer der bekanntesten Schweizer Autoren sich durch die Türen des Babylon ins Innere des heutigen Lesungstempels begab – es war Punkt 19 Uhr.

Kino Babylon - Literatur Live mit Martin Suter

Kino Babylon – Literatur Live mit Martin Suter

Noch eine halbe Stunde und dann bekamen auch die Fans Einlass. Der Vorraum hatte sich schon arg gefüllt, überwiegend mit weiblichen Verehrern seiner Texte. Da es freie Platzwahl gab, wollte jeder soweit wie möglich vorn sitzen. Meine Befürchtungen, dass es zu einem Kampf mit Händen und Füßen, sowie verbalen Spitzfindigkeiten um die freien Plätze kommen würde, zerschlugen sich; auch wenn es einen kleinen Anflug davon gab. Denn ich konnte mich nicht auf einen der Außenplätze von Reihe 9 setzen. Eine Dame hatte 3 Plätze in dieser Reihe okkupiert und verteidigte diese vehement.

„Ich dachte wir haben frei Platzwahl ohne Platzhalter“, war meine zugegebenermaßen etwas schnippige Antwort. Aber diplomatisch und keine Lust auf eine Diskussion setzte ich mich einen Platz weiter nach hinten; links außen auf die Sitzreihe 10. Da saß ich letztlich genau so gut. Ich mag es sowieso nicht, ganz vorn zu sitzen, von der Mitte aus bekommt man genau so viel mit. Zudem kann man von da aus jederzeit aufstehen und rausgehen. Das ist der Vorteil wenn man an der Seite sitzt. Es werden nicht alle Leute aufscheucht und jeder glotzt einen dann mehr oder weniger wohlwollend an.

Martin Suter kämpft mit einer Leselampe

20 Uhr sollte es losgehen, aber wie alle Künstler machte es auch Martin Suter spannend und nutzte das akademische Viertel. Zusammen mit Knut Elstermann betrat er dann 20:15 Uhr die Bühne. Das Publikum applaudierte und der Abend mit Martin Suter begann. Gleich zu Beginn nach dem ersten interessanten Dialog zwischen Elstermann und Suter kam es jedoch zu einem für die Zuschauer interessanten Zwischenspiel. Es entwickelt sich aufgrund der Anmerkung einer Dame im Publikum eine Interaktion zwischen den Interviewteilnehmern Knut Elstermann und Martin Suter, sowie dem Publikum. In diesem Fall der sich äußernden Dame, die quasi für das Publikum stand. Der Rest der Zuschauer lachte nur hin und wieder und verfolgte gebannt die Szenerie. Denn bevor Martin Suter die erste Leserunde beginnen wollte, intonierte eine Frau von Reihe 10: „Können Sie bitte die Lampe ausmachen oder etwas dimmen, Herr Suter? Man kann sie gar nicht sehen. Die Lampe blendet so.“

Ticket - Literatur Live im Babylon

Ticket – Literatur Live im Babylon

Vermutlich wurde die ältere Dame aus Reihe 10 arg und in direkter Linie von der Lampe geblendet und konnte so ihren Lieblingsautor nicht sehen. Gegen diesen Zustand der Ungerechtigkeit musste sie natürlich intervenieren. Es entstand eine rege Auseinandersetzung um die optimale Position der Leselampe. Natürlich probierten die Herren auf dem Podest bestmöglich darauf einzugehen und versuchten die Lampe vorteilhaft für alle Beteiligten zu drehen. Aber der Dame half das wenig. Ein allgemeines Raunen und Gelächter dieser doch komischen Situation ging durch die Reihen, da sich nun nur noch alles um die Leselampe an Martin Suters Tisch drehte. Etwas hilflos aber sichtlich bemüht, versuchten Elstermann und Suter und sogar ein Techniker dem nachzukommen. Nachdem Herr Suter kurz die Lampe ausknipste meinte er:

„Ich sehe die Buchstaben nicht mehr!“ Er lachte. „Ich habe das Buch schon oft gelesen, aber nicht so viel, dass ich es schon auswendig könnte.“

Die Lampe wurde mal da und mal dort hin gedreht, auch hin zu Suters Gesicht und dessen Hand, die beim Lesen das Buch hielt. „Oh, es wird heiß.“ Er war einfach zu nah an der Glühbirne der Leselampe. Letztendlich gab es hier und da Bewegung auf der Bühne und einige Versuche den vorher festgesetzten Status Quo der Lampe zur Zufriedenheit der Dame zu ändern. Wie es mir am Ende der Szene schien, wurde dann doch ein Konsens erzielt. Herr Suter wurde ein wenig geblendet, aber gleichzeitig erhielt das Publikum, welches in direkter Linie zu ihm und der Leselampe saß einen befriedigenden Blick auf den Autor. Wahrscheinlich erschien Herr Suter zu diesem Zeitpunkt mit einem Nimbus hervorgerufen durch die Leselampe etwas fassbarer als zuvor für den Zuschauerblick dieser optisch Unterprivilegierten des Publikums. Allen voran, die Dame aus der zehnten Reihe.

Martin Suter antwortet Knut Elstermann

Mit seiner angenehmen tiefen sonoren Stimme und Akzent begann Martin Suter zu lesen. Insgesamt gab es drei Leseeinheiten. Er stieg am Anfang des Buches ein. Nach der ersten Leseeinheit gab es wie erwartet Applaus und Knut Elstermann begann sogleich den Dialog mit Martin Suter. Einige wenige interessante Dialoganekdoten, die mir in Erinnerung geblieben sind und die ich zum Teil notiert habe, möchte ich kurz anreißen. Interessant war zum Beispiel die Frage von Elstermann, ob Suter seine Figuren mag. Herr Suter antwortete darauf: „Man umgibt sich mit Menschen, die man mag, deshalb muss ich meine Figuren auch mögen. Im Roman ´Die dunkle Seite des Mondes´ war es durchaus anders. Der Protagonist war schon eine sehr zwiespältige Figur, die ja durch die Pilzeinnahme ein völlig anderer Charakter wurde. Nicht eben ein angenehmer Mensch. Aber es ist mir gelungen, glaube ich, damit umzugehen und auch diese Figur zu lieben. Ich mag auch den Dalmann [Figur in „Der Koch“]. Ich glaube ein Essen mit ihm“, er überlegte kurz, „ … ist glaube ich auch ganz amüsant.“

„Der Koch“ – Liebe geht durch den Magen

Der Koch - signiertes Buch

Der Koch – signiertes Buch

Da es im Buch auch um kulinarische Gerichte geht und Martin Suter die Liebe, das Erotische, den Genuss mit eben diesem Aspekt verbindet, gehörte natürlich auch so eine Frage mit zum Repertoire von Elstermann:

„Sie sind ja bekannt als Feinschmecker und das sie selbst kochen. Ihre Frau ist demnach aus der Küche verbannt? Sie hat da nichts zu suchen oder?“ Martin Suter antwortet ernsthaft. „Doch doch, wenn sie in der Küche ist, dann ist sie so zuständig für Logistik und Technik, eben abwaschen etc.“ Er lacht. „ Nein nein! Ein Scherz. Seit wir uns kennen, habe ich einfach diesen Part übernommen.“

Knut Elstermann: „Der Roman ist ja auch irgendwo ein Wirtschaftskrimi. Erotik und Essen werden thematisiert. Waffen und Liebe. Liebe geht durch den Magen heißt es. In unserem Fall: Kann das Essen, können gute Gerichte die Liebe heilen? “

Martin Suters Antwort: „Ich glaube nicht, dass Liebe derart über den Magen geht, wie es ihr zugeschrieben wird und das man eine Ehe damit reparieren kann, aber doch um sie damit zu beflügeln. Gute Gericht wirken unterstützend, denke ich.“

In Bezug auf das Thema Liebe und Partnerschaft und die langjährige Beziehung zu seiner Frau meinte Herr Suter: „Meine Erkenntnis: Es ist wichtig, dass man nicht durch die Welt läuft und denkt man verpasst etwas. Man verpasst nie etwas.“

Knut Elstermann: „Ihr Roman ist wie ein Gericht von dem man nicht genug bekommt.“ Martin Suter lächelt freundlich. „Wenn sie meinen Roman wie ein Gericht vergleichen, das schmeckt und von dem der Genießer nicht satt davon wird, dann ist das ein Kompliment und bedanke mich dafür.“

Nach der Lesung – Signierstunde und Rezepte zum nachmachen

Martin Suter signiert

Martin Suter signiert

Der Leser ist zugleich auch ein Koch! Das behaupt ich einfach mal. In meinem Fall bin ich Autor und Leser und mit Sicherheit auch gleichzeitig ein Koch. Wir stehen schließlich alle tagtäglich in der Küche und mutieren zum Koch alla Büchsenschnellgericht oder zum 5 Sternekoch; je nach Fasson. Bei Martin Suters neuem Roman mutieren wir aber erst nach der leckeren Lektüre zum Koch. Warum? Nun, im Buch „Der Koch“ von Martin Suter befinden sich am Ende des Romans vollständige Rezepte. Einer Verwandlung von einem Leser in einen Koch, in einen Entdecker neuer oder auch altbekannter Speisen steht nichts im Weg. Bin gespannt, ob mir das ein oder andere Gericht gelingen wird. Zuvor jedoch heißt es den textlichen Gaumenschmaus, den uns Herr Suter mit dem Buch „Der Koch“ bietet, mit den Augen zu genießen.

Nach einem gefeierten Applaus verabschiedete sich Herr Suter beim Publikum. Sehr höflich und sehr freundlich strahlend bedankte er sich für die Aufmerksamkeit der Leser und trat von der Bühne. Es begann die Signierstunde. Natürlich gab es regen Andrang und da ich keine Lust auf langes Anstehen in der Schlange hatte, bin ich erst einmal vor das Gebäude und habe mich abklimatisiert. Vor dem Kino Babylon stehend, kam ich mit dem ein- oder anderen Literaturbegeisterten ins Gespräch. Es verging eine knappe Stunde bevor die Schlange kleiner wurde. Ich vertrieb mir die Zeit mit interessanten Gesprächen und fachsimpelte mit anderen Lesern über die Texte von Martin Suter und Literatur allgemein. Am Anfang schlängelte sich die Schlange vom Eingangsbereich die linke Treppe hinauf, den Gang entlang bis zu einem separaten Raum im oberen Bereich. In diesem saß Martin Suter an einem Tisch und signierte alles was signiert werden sollte.

Martin Suter

Martin Suter

Obwohl vom Veranstalter vorher gebeten wurde, auf großartige Widmungen zu verzichten, damit es zeitlich nicht ausartet, haben die meisten doch diese Bitte ignoriert. Warum auch nicht? Schließlich sind die Signierwünsche nicht nur die Anerkennung, der Lohn des Autors an seinem Werk, sondern auch das Geschäft des Autors. Ein Autor sollte bei solcherlei Popularität ebenso Standhaftigkeit beweisen wie sein Publikum. Es ist immer ein „Geben und Nehmen“ und wenn man in die freudigen Gesichter der Leser schaut, dann ist dies sicherlich zusätzlich erquickend für den Autor. Martin Suter hat durchgehalten, bis zum Schluss und der letzte Fan aus dem Publikum, nun, der war wieder einmal ich. Wie schon erwähnt hatte ich mir Zeit mitgebracht. Außerdem hatte ich ja nicht nur ein Buch dabei und wollte Herrn Suter nicht schon zu Beginn erschlagen. „Doch wann habe ich schon mal die Chance Herrn Suter live zu treffen und meine Bücher signieren zu lassen“, hatte ich fragend vor ihm stehend zu einer Person zu seiner Linken gesprochen, die ihn begleitete und die mir persönliche Herrn Suter vorstellte. „Na aller zwei Jahre“, antwortete Martin Suter daraufhin. „Ich nehme sie beim Wort, Herr Suter“, gab ich zurück und legte ihm meine Bücher und ein Hörbuch auf den Tisch. Relativ fix signierte der Autor Martin Suter meine Exemplare. Danach verabschiedete ich mich von ihm. Hinter mir stand schon die Riege der Organisatoren, ebenfalls mit einem mir nachahmenden „unverschämt“ großen Stapel an Büchern unter den Armen zum signieren. Sicherlich für Hinz & Kunz und überhaupt … für die ganze Welt des literarischen Establishment.

Ein kleiner Epilog

Kino Babylon

Kino Babylon

Es war 23:10 Uhr als ich das Kino Babylon verließ und mich Richtung Alexander Platz begab. Die signierten Bücher hatte ich vorher sorgfältig im Rucksack verstaut. Die Berliner Luft war kalt. Es nieselte leicht. Auch wenn mir der Tag noch etwas in den Knochen steckte, ich zwischendurch die eigene Müdigkeit arg spürte, so war ich doch zu jenem Zeitpunkt hellwach. Mit einem warmen Gefühl der Befriedigung und einem schönen Tagesabschlusses ging ich nach Hause. Die nächtlichen Lichter der Großstadt verfolgten meinen Weg und die Lesung von Martin Suter war vorbei.

Anmerkung des Autors: Etwaige Dialog- bzw. Interviewsequenzen wurden von mir paraphrasierend wieder gegeben.

Bericht von der Lesung T.C.Boyle „Die Frauen“ im Kino Babylon im März 2009.

Martin Suter Inhalt & Rezension des Romans „Der Koch“ (faz.net von Sandra Kegel)