Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Bookcrossing mit einem Buch von Loriano Macchiavelli
17. Januar 2016, 18:11
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Loriano Macchiavelli gilt als einer der der Begründer des modernen italienischen Kriminalromans

Über Bookcrossing habe ich in diesem Blog schon einige Male berichtet. Nunmehr möchte ich über einen Fund berichten, den ich selbst entdeckt und letztlich auch genutzt habe. Letztes Jahr im Juni saß ich in einer Arztpraxis in Berlin und sah, nachdem ich mich hingesetzt hatte, von meinem Sitz aus folgende Bücher auf dem Tisch im Wartezimmer:

 

drei bücher für Bookcrossing

Bookcrossing Die Qual der Wahl 3 Bücher

Ich hatte die Wahl zwischen:

  1. Jose Pahlo – Die unmögliche Leiche
  2. Agatha Christie – Mord im Orientexpress
  3. Loriano Macchiavelli – Tödliche Gedenken

Ich griff beim Buch von Loriano Macchiavelli zu.

„Tödliche Gedenken“ (Italienische Ausgabe – Fiori alla memoria, Turin 2001 | Deusche Ausgabe – Tödliche Gedenken, München 2005) gehört, wie ich erfuhr, zum Antonio Sarti Zyklus (ähnlich wie die Bruno-Reihe von Martin Walker, über die ich hier schon oft berichtet habe, auch ein Zyklus). Mich interessierte dieses Buch am meisten. Vor allem sprach mich das Cover an. Da ich gerade schon zwei Bücher parallel las und die Dicke des Buches sah, dachte ich mir zudem, ein „weitgehend“ kurzer Krimi ist da nicht verkehrt.

Also: Aufgenommen und eingesteckt.

Was ist die Geschichte im Buch?

Bookcrossing im Schlosshotel Groß Plasten

Buch mit BCID

Ein bisschen komisch kommt man sich schon vor, wenn man das Buch einfach einsteckt. Ich hatte ein kurzes illegales Gefühl, zumal ja noch andere Personen im Warteraum der Praxis waren. Muss dann schon kriminell ausgesehen haben, vor allem wenn diese nicht im Bilde sind und das Label für Bookcrossing nicht gesehen haben. Aber als Fan macht man sich da nur 0,43 Sekunden-lang Gedanken und freut sich Teil von etwas Größerem zu sein und inspirativen Lesestoff in Form des Zufallsfundes zu erhalten.

Die BCID (Bookcrossing-ID) lautet: 189-10425671

Wie auf dem Bild zu sehen ist, schaut man als Bookcrosser sofort im Internet nach, welchen Weg das Buch denn schon zurückgelegt hat. Bei diesem Buch war der Weg bisher recht kurz, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Nur war ich mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Klaren, wie lange ich das Buch tatsächlich behalten werde.

Zum Inhalt des Buches

„Kommissar Antonio Sarti kann sich wirklich Schöneres vorstellen, als in einer kalten Nacht ein abgelegenes Partisanen-Denkmal zu bewachen, doch er erfüllt seine Pflicht. Um so ärgerlicher, daß ein kurzer Moment allzu menschlicher Unaufmerksamkeit respektlosen Schmierfinken schändliches Handeln ermöglicht. Auf der Stelle verfolgt er die flüchtigen Übeltäter. Einen findet er tatsächlich und schon nach wenigen Metern: ausgestreckt am Boden liegend, mit zertrümmertem Schädel …“ (Quelle: Klappentext)

Freilassung des Buches „Tödliche Gedenken“ im Schlosshotel Groß Plasten

Bookcrossing mit Loriano Macchiavelli Tödliche Gedenken Schlosshotel Groß Plasten

Bookcrossing mit Loriano Macchiavelli Tödliche Gedenken Schlosshotel Groß Plasten

Letztlich habe ich eine ganze Weile gebraucht, bis ich dieses Buch zu Ende gelesen habe. Das lag nicht unbedingt daran, dass es langweilig war, sondern eher daran, dass ich in dieser Zeit die anderen Bücher erst einmal zu Ende lesen wollte und dann eine doch recht lese-arme Zeit hatte; so als frisch gebackener Vater. Wie auf bookcrossing.de unschwer zu errechnen ist, hat das Buch etwas über ein halbes Jahr bei mir verweilt, ehe ich es wieder frei gelassen habe.

Den Dezember über lag das Buch aber schon auf dem Gelesen-Stapel. Ich wollte den Roman wieder in Berlin frei lassen und dies auch dokumentieren – das WIE, das WANN und das WO.

Bookcrossing im Schlosshotel Groß Plasten

Bookcrossing im Schlosshotel Groß Plasten

Bis ich dann so lange gewartet habe, dass ich mir dachte „Warum nicht ein anderer Ort? Warum nicht zu Silvester? Und warum nicht … warum eigentlich nicht im Schlosshotel Großplasten?“. In einem Hotel ist die Wahrscheinlich auch sehr groß, dass der Roman vor Ort noch gelesen wird; die Leute haben ja Zeit. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass der Roman „Tödliche Gedenken“ von einem Hotelgast mitgenommen wird, der dann den Krimi weit über die Grenzen von Berlin hinaus trägt; also wesentlich weiter als ich, der dieses Buch zu Silvester bis Groß Plasten auf Reisen geschickt hat.

So habe ich das Buch am Silvestermorgen nach einer sehr schönen Silvesterfeier mit großem Buffett, Tanz und entspannten Leuten (kann ich nur empfehlen) einfach im Erdgeschoss des Schlosshotels auf einem Schrank im Eingangsbereich zum wunderschönen Speisesaal abgelegt (wie auf dem Bild zu sehen ist). Dieses Mal hat Bookcrossing super geklappt (das war nicht immer so, wer meine Artikel über Bookcrossing kennt, weiß das, das es keine Garantie gibt). Die Person jedenfalls, die das Buch letztlich gefunden hat, notierte bei bookcrossing.de den Fundort (siehe Journaleintrag-Bild).

Ich bin echt gespannt, wo das Buch nunmehr hinwandert?

Wenn der neue Leser genauso lange braucht wie ich, dann wird diese Info sicherlich noch ein Weilchen auf sich warten lassen. Aber wenn dann irgendwann eine Info-Mail von bookcrossing.de bei mir ankommt, dann ist mit Sicherheit die Neugier groß und ich werde hier dann gern im Kommentarfeld berichten! Darauf freue ich mich schon …

Mein Journaleintrag auf bookcrossing.de

Bookcrossing Journaleinträge zu Tödliche Gedenken

Bookcrossing Journaleinträge zu Tödliche Gedenken

„Silvester in Groß Plasten verbracht. Genauer gesagt im Schlosshotel Groß Plasten, gelegen an einem kleinen See direkt vorm Haus (nahe Waren an der Müritz). Hier an diesem schönen Ort, den ich zum Ausspannen nur empfehlen kann, lasse ich das von mir gefundene  Buch „Tödliche Gedenken“ von Loriano Macciaelli frei.

Ein „niedlicher“ kleiner Kriminalroman von 205 Seiten mit doch manchmal eigenartiger Betrachtung des Protagonisten (Kommissar Antonio Sarti) von außen durch den Erzähler, der „fast“ alles sieht und weiß und berichtet. Interessantes Beziehungsgeflecht der Verdächtigen,  das es weitgehend spannend macht. Ebenso interessante Schauplätze. Der Roman spielt in Bologna.

„Heute ist der eigenwillige Polizist mit über 30 gelösten Fällen Italiens erfolgreichster Ermittler, und sein Schöpfer gilt als einer der Begründer des modernen italienischen Kriminalromans.“

Fazit: Man soll ja immer mal über den Tellerrand hinaus schauen, war dann doch eine etwas andere Lektüre und hat unterhalten, aber ich schwöre immer noch auf die Bruno-Reihe von Martin Walker im wunderschönen Perigord.“

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