Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Theaterstück „Oscar und Felix“ am Kurfürstendamm – Wilsberg lässt grüßen

Das seltsame Paar im 21. Jahrhundert“ heißt es auf der Seite vom Theater am Kurfürstendamm zum Bühnenstück. Und es stimmt!

Oscar und Felix sind zwei Männer, sie sind Freunde und nunmehr … nunmehr ohne Frauen. Geschieden, verlassen, verstoßen und eben … allein. Na nicht ganz allein, das gibt es noch die Männerrunde, ein Pokerspielenden Freundeskreis voller illustrer Gestalten unterschiedlicher Männernatur. Und so kommt es, dass der eine, der verlassen wurde zum bereits Verlassenen zieht und aus Freunden eben ein „seltsames Paar“ wird. So muss sich letztendlich auch die Pokerrunde einigen Veränderungen unterziehen.

Oscar und Felix Banner Theater am Kurfürstendamm

Oscar und Felix Banner Theater am Kurfürstendamm

Gleich zwei bekannte Schauspieler aus Wilsberg – Zwei Fliegen mit einer Klappe!

Zwei Fliegen mit einer Klappe, dass ist hier die Filmklappe in Form des Theatervorhangs, der hier bei der aus der Komödie von Neil Simon (Deutsch von Michael Walter) aufgeht. Als Fan der ZDF-Krimi-Reihe Wilsberg, letzte Folge lieft erst kürzlich am letzten Wochenende und 4. Advent mit dem Titel „90 – 60 – 90“, wollte ich Leonard Lansink unbedingt einmal live sehen.

Lansink spielt in diesem Stück den Oscar. Dieser lebt allein, ist notorisch Pleite (irgendwoher kennen wir das doch schon) und hat sich schon an das Singleleben – an sein Singleleben – nach seiner Trennung mehr oder weniger gewöhnt. Das nun beim Theaterstück „Oscar und Felix“ auch noch Manni („Manfred Reinhold Ferdinand“ die Filmfigur aus den ersten Wilsberg-Filmen) mitspielt, macht die Sache komplett. Heinrich Schafmeister übernahm den schauspielerischen Part von Felix. Und der ist nun wiederum gerade neu im Kampf mit sich selbst, der Liebe und der Umstände um das Verstehen, das er nun allein und verlassen ist. Hinzu kommt der charakterliche Gegensatz: Oscar – chaotischer Sportreporter und nunmehr langjähriger Junggeselle vs. überkorrekter Felix und bisher langjähriger Ehemann.

Hier treffen sich zwei Wilsberg-Ikonen auf der Bühne

Oscar und Felix Leonard Lansink und Heinrich Schafmeister Plakat im Schaufenster Theater am Kurfürstendamm

Oscar und Felix Leonard Lansink und Heinrich Schafmeister Plakat im Schaufenster Theater am Kurfürstendamm

Lansink und Schafmeister schaffen es zusammen mit ihren Kollegen auf den Brettern der Bühne ein unterhaltsames Theater zu fabrizieren, bei dem der Zuschauer wissen möchte, wo das Ganze am Ende hinführt. Von der Männerrunde lernt man, dass es Männern eben überhaupt nicht so leicht fällt, damit umzugehen, wenn einer der Freunde von der Liebe verlassen wird. Aber der Zuschauer lernt auch wie man im Takt die Pokerkarten schlägt und den anderen erfolgreich in die Karten schaut. Der Auftritt der Damen in Gestalt von zwei heißblütigen Spanierinnen bringt dann noch zusätzlichen Schwung in die Pärchenkiste von Mann und Mann, Mann und Frau, Frau und Frau und überhaupt … ins alltägliche Leben.

Oscar und Felix Theater am Kurfürstendamm Flyer

Oscar und Felix FLYER

Das Theaterstück „Oscar und Felix“

Wer das „seltsame Paar“ und Freunde-Duo „Oscar und Felix“ noch am Ku’damm live sehen möchte, sollte sich sputen. Die Vorstellungen laufen noch bis Ende Dezember im Theater am Kurfürstendamm. Als Wilsberg-Fan lohnt es sich doppelt!

(Oscar und Felix – „Unter der Regie von Katja Wolff stehen Leonard Lansink, Heinrich Schafmeister, Dietmar Pröll, Marcus Born, Joachim Kwasny, Mirjam Radovic und Amor Schumacher auf der Bühne. Für das Bühnenbild ist Jan Freese verantwortlich, für die Kostüme Heike Seidler.“)

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Das Lessinghaus in Berlin – Zu Besuch im Berliner Nikolaiviertel

Gotthold Ephraim Lessing in Berlin

Der Dichter Gotthold Ephraim Lessing (22. Januar 1729 in Kamenz, Markgraftum Oberlausitz; † 15. Februar 1781 in Braunschweig) ist einer der bedeutendsten Dichter und Dramatiker der deutschen Aufklärung. Den meisten sicherlich bekannt aus dem Schulunterricht durch das Drama „Nathan der Weise“ und der darin vorkommenden Ringparabel.

Nach einem Besuch der Nikolaifestspiele entstanden folgende Bilder vom Lessinghaus in Berlin, einem rekonstruierten Bürgerhaus und einer der Sehenswürdigkeiten im Berliner Nikolaiviertel:

Lessings Haus in Berlin Nikolaiviertel Minna von Barnhelm

Erläuterungstafel zu Lessing an einem Haus im Berliner Nikolaiviertel

Tafelinschrift: Hier stand das Haus in dem LESSING 1765 MINNA von BARNHELM beendete – Die Stadt Berlin 1913

Nikolaiviertel Berlin Seitenansicht vom Lessinghaus

Seitenansicht des Lessinghauses im Berliner Nikolaiviertel

Vor dem Lessinghaus im Nikolaiviertel. Das Viertel befindet sich im mittelalterlichen Stadtkern Berlins. Der deutsche Dichter Lessing wohnte hier von 1752 bis 1775.

Frontansicht - Lessinghaus in Berlin Nikolaiviertel

Lessings Haus in Berlin – Frontansicht

Weitere der wohl bekanntesten Werke Lessings neben dem Lustspiel „Minna von Barnhelm“ sind zum Beispiel Nathan der Weise und Emilia Galotti.

Weitere Besuche von Literaturhäusern und Wohnhäusern bekannter Autoren in diesem Blog:



Was ist Scrapbooking? – Technik und Anwendung bei Scrapbooks

DEFINITION: Scapbooking ist das Verzieren von Büchern mit Fotos und anderen Bildelementen. Die Fotos können mit anderen Fotos kombiniert werden. Dazu kann gemalt, gezeichnet oder einfach andere Elemente hinzugebastelt werden; ähnlich wie bei einer Collage.

Bei Wikipedia steht: „Scapbooking bezeichnet ein Bastel-Hobby.“ Ich denke: Scapbooking ist weit mehr und kann durchaus noch andere Dimensionen „der Bearbeitung“ annehmen als es auf den ersten Blick erscheint.

Eine andere Art von Scrapbooking – Mach dieses Buch fertig!

Cover Mach das Buch fertig

Mach das Buch fertig Keri Smith (Cover)

„Mach das Buch fertig“ – schon mal davon gehört, gelesen oder gar im wahrsten Sinne des Wortes: das Buch fertig gemacht? Der Titel und die Aufforderung kann jetzt eindeutig-zweideutig gesehen werden. Zum einen könnte dieser Satz als Ansporn für Autoren stehen, das Buch endlich fertig zu machen: quasi die Geschichte endlich zu beenden, einen Schlussstrich zu ziehen, das Wörtchen ENDE unter den letzten Satz zu setzen, um endlich ein fertiges Manuskript in den Händen zu halten etc. oder aber im Ghetto-style sich mal so richtig am Buch auszulassen, das Buch platt machen, zerreißen, durchstechen, Seiten verbrennen, ein Papier-(Opfer) haben, es einfach fix & fertig machen und dem Buch seinen ureigenen kreativen Stempel eindrücken. Letzteres ist hier der Fall und dabei sollte nicht nur der Zerstörungswille am Buch (positiv formuliert der Transformationsprozess des Buches), sondern eher die Kreativität am und im Buch im Vordergrund stehen.

Mit der Weile gibt es im Buchhandel einige Varianten der Bücher mit eben dieser Aufforderung „Mach das Buch fertig!“, die wohl bekanntesten dürften von Keri Smith sein, welche die kreative Ader des Buchbesitzers physisch wie psychisch herausfordern. Diese Art des SCRAPBOOKING ist für mich eindeutig die Extrem-Variante, da es hier nicht nur um die Bearbeitung des Buches geht, sondern hier vor der Beschädigung des Buches nicht halt gemacht wird. Gibt man auf YouTube das Wort „Scrapbooking“ ein, so erscheinen zahlreiche Videos zu dieser Thematik mit diversen Anleitungen und Experimenten von „Mach das Buch fertig.“

Was ist eigentlich Scrapbooking?

Ich persönlich nutze die Technik des Scrapbookings oft bei Reisetagebüchern. In diese schreibe ich dann unterwegs Gedanken und Gedichte, Notizen zur Reise, Kostenkalkulationen (Zahlen hier und da) hinein und klebe auch mal die eine oder andere Eintrittskarte oder ortstypisches Verkehrsmittelticket mit ein. Auch Gegenstände wie eine hiesige Münze oder ein Grashalm wurden schon ins Buch geklebt. Es ist zwar schon ein Weilchen her, aber als ich meine alten Schulhefter bei einem neuerlichen Umzug einer „fast“ kompromisslosen Revision unterzogen habe, wurden alle lustigen Texte, Klausuren, Langeweile-Kritzelzeichnungen aus dem Unterreicht am Blattrand oder erinnerungswürde Abschnitte in einem blanko Buch von Moleskine integriert. Es entstand sozusagen ein Kollagenbuch der Erinnerung meiner Schulzeit.

Da mich das Thema Sceapbooking interessiert, bin ich drauf und dran nicht nur der Aufforderungen eines Geburtstagsgeschenks des Klassikers „Mach das Buch fertig“ zu folgen, sondern zusätzlich ein extra gezieltes Scrapbooking zu einem bestimmten Thema zu erstellen. In Gedanken denke ich da an das Thema meine am meisten gelesenen Autoren, Lieblingsautoren in der Presse, Zitate von denen, Bilder aus unterschiedlichen Publikationen, gar Foto (wenn vorhanden) etc. … Na mal sehen, was daraus wird … Eine Fortsetzung des Artikels folgt dann bestimmt!

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Scrapbooking gemacht? Sitzt Ihr gerade selbst an einem bestimmten Thema?

Weitere interessante Artikel:



Mein Sofa bei overthesofa.net

Sofa und Kunst – Künstler über und auf dem Sofa

Ausgedient hatte mein Sofa noch lange nicht, aber den Platz brauchte ich trotzdem und annoncierte kurzerhand mein geliebtes 2-Sitzer-Sofa im Internet. Bitte Selbstabholer und preiswert abzugeben für … und nun kommt die Überraschung: für einen Kunstraum in Berlin. Ich war erstaunt, als ich von Alexander Stolze Mitglied der Band UNMAP erfuhr wessen neue Heimat mein Sofa haben sollte. Jetzt befindet sich mein blaues Sofa, wenn auch nur auf Zeit, im „Tete“ auf der Schönhauser Allee 161A.

Kunstraum "Over The Sofa" im Tete in Berlin

Tete in Berlin – Schaufenster bei der Ausstellung „Over The Sofa“

Anna Chkolnikova & Andrea Huyoff führen eine Art Galerie. „Es ist eher ein Kunst- und Begegnungsraum, ein Treffpunkt für Künstler mit stets neuen kreativen Kunstangeboten und Kunstausstellungen“, wie  Andrea Huyoff konstatierte. „Wir sind keine klassische Galerie und bei uns soll neben der Kunst, die Idee und das Miteinander im Mittelpunkt stehen und natürlich fern ab jedem modernem Kunsthype auch bezahlbar sein.“ Mit dem Begriff Galerie, konnte Frau Huyoff sich nicht so recht anfreunden, „… wir sind gerade in einer Phase in der wir genau das definieren, was wir genau sind …“ und so hängen nunmehr über dem blauen Sofa, was einst in meinem Zuhause stand, mehrere Bilder von Künstlern, die auch gekauft werden können. Sofa und Kunst ergeben dann vielleicht doch etwas anderes als „eine Galerie“? Ein Zusammenspiel, eine Idee der besonderen Art ist es allemal; jedenfalls für mich. Wer will kann sich einfach auf das Sofa setzen und die Bilder auf der anderen Seite betrachten oder in einem Gespräch mit den Inhabern bzw. Gästen vor Ort über die Bilder „über dem Sofa“ diskutieren.

Over The Sofa - Kunst über dem Sofa

Over The Sofa – Kunst über dem Sofa

Die Ausstellung „over the sofa“, dafür gibt es auch eine bisher eher minimalistische Webseite mit dem Namen overthesofa.net, fand vom 3.12.2013 -18.12.2013 in den Räumen des „Tetes“ statt. Auch wenn schon sicherlich einen neue Idee einer Ausstellung im Januar winkt, so kann der Besucher gespannt sein, ob mein blaues Sofa vielleicht in nächster Zeit immer noch da steht oder schon weiter gezogen ist?

OVER THE SOFA & AUF DEM SOFA

Da meine Lieblingscouch schon einige Jahre auf Buckel hatte und nicht nur die Jahre, sondern überwiegend auch meine Wenigkeit – so zwischen beiden Lehnen -, hatte ich natürlich gehofft, dass sie einen neuen schönen Platz findet. Ob als Sofa für das Wochenendhaus, für Szenekneipe, für das Kinderzimmer oder in einer neuen WG, Möglichkeiten der Verwendung waren hier für die neuen Besitzer keine Grenzen gesetzt. Das mein blaubes Sofa nunmehr bei „over the sofa“ einen Platz fand, stimmte mich besonders freudig. Daher war es selbstverständlich, ja geradezu eine Pflicht, dass ich dem „Tete“ einem Besuch abstatte. Nach einem interessanten Gespräch überzeugte ich mich wiederholt, dass Bequemlichkeit & Gemütlichkeit immer noch des Sofas Motto ist. Jetzt jedoch bei: OVER THE SOFA!

Jens Böhme im Tete Berlin bei overthesofa.net

Jens Böhme im Tete Berlin bei overthesofa.net



Cornelia Funke ermutigt junge Leser und Autoren

Schreibt alles auf! – Betont Cornelia Funke in ihrer Lesung

Sie ist die die Autorin von „Tintenherz“ und „Herr der Diebe“ und lebt seit 2005 in den USA. Mit dem Buch „Herr der Diebe“ gelang der Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke im Jahr 2000 der internationale  Durchbruch.

Nun war sie wieder in Berlin und gab interessierten Lesern sowie Schülern eine Lesung aus ihrem neuesten Roman „Lebendige Schatten“ der Reckless-Reihe (1. Band, Steinernes Fleisch). Im Rahmen des 13. Ilb (Internationales Literaturfestivals Berlin) war sie zu Gast im Haus der Berliner Festspiele.

Autorenlesung Cornelia Funke Berlin

Lesung von Cornelia Funke in Berlin

Inhalt von Reckless:

„Jacob Reckless‘ düstere Abenteuer gehen weiter: In Band 1 hat er seinen Bruder Will retten können, doch der Preis war hoch. Wird sich die Motte auf seiner Brust, Zeichen des Feenfluchs, lösen und zu ihrer Herrin fliegen, ist Jacob dem Tode geweiht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt – und ein Wettkampf mit dem Goyl Nerron um den einen Schatz. Er kann die Welt auf der anderen Seite des Spiegels ins Verderben stürzen – und ist doch Jacobs einzige Rettung. Gemeinsam mit dem Mädchen Fuchs kämpft Jacob nicht nur um sein Leben.“

Im Anschluss der Lesung in Berlin gab die Schriftstellerin Cornelia Funke Antworten auf die neugierigen Fragen der Schüler. (Die Fragen stellten jeweils die Schüler wie auch zwischendurch ihre Dialogpartnerin am Lesepult.)

Auszüge einiger Fragen junger Leser mit Antworten der Autorin Cornelia Funke:

(Antworten paraphrasiert wiedergegeben)

Frage: Frau Funke, von wo kommen Ihre Ideen?

Die kommen einfach so … aber ganz ehrlich, ich habe früher schon gern Science Fiction und Fantasy gelesen. Und die Welt ist auch so – fantastisch. Ich glaube, dass die Welt ein sehr fantastischer und wunderbarer Ort sein kann, aber auch sehr viel Finsternis beinhaltet. Über beides muss man Bescheid wissen. Sonst kann man es ja nicht trennen. … Ich finde, dass Schriftsteller nach Worten fischen. Sie fischen nach Worten für andere. Wir sind: Wortfischer! Wir sammeln und erzählen die Geschichten. Dazu gehören eben auch die grausamen und die abscheulichen, die aus dieser Welt kommen.

Frage: Was war Ihr erfolgreichstes Buch?

Oh, das kann man so genau nicht sagen. Denn wenn man sich Drachenreiter anschaut, der war viele Wochen auf den Bestsellerlisten. Dagegen wurde die Tintenherz-Trilogie millionenfach verkauft. Und der Herr der Diebe“ gewann einige Preise. Daher ist dies nicht so direkt auszudrücken, welches erfolgreicher war.

Frage: Warum sind Sie nach L.A. (Los Angeles) gezogen?

Eigentlich war ich zur Buchmesse in L.A. eingeladen, auch um einen Preis für das Buch „Herr der Diebe“ anzunehmen. Sobald ich aus dem Flieger gestiegen war, habe ich mich in die Stadt verliebt. Los Angeles ist eine sehr wilde Stadt und eine sehr große Stadt, die sich jeden Tag neu erfindet. Sie ist eine Stadt, die in die Zukunft schaut. Sie ist nicht so alt und historisch wie die Städte in Europa. Das ist einfach anders.

Fragen: War es schon immer Ihr größter Traum Bücher zu schreiben?

Überhaupt nicht! Ich wollte Astronaut werden. Ich war fasziniert von der Mondlandung, wollte hoch hinauf – und weiter. Das war eine spannende Zeit und wir dachten damals: jetzt geht es hinaus in den Weltraum mit der Menschheit.

Frage: Wie viele Bücher wurden verfilmt?

7 Bücher

Frage: Wie sehr kannst Du bei der Entstehung eines Filmes mitreden?

Es ist ein wunderbares Gefühl einen Film zu machen, ihn entstehen zu lassen. Was am Ende heraus kommt, weißt du jedoch nie. Tintenherz hatte zum Beispiel ein Budget von 70 Millionen Dollar. Das Budget kommt hier vom Studio und da bestimmt auch das Studio wie der Film entsteht. Die Beeinflussung lag letztendlich in ein paar Casting-Entscheidungen bzw. durch ein paar Skriptänderungen.

Frage: Wie entsteht die 1. Idee für ein Buch? Was inspiriert Sie?

Ich lasse mit inspirieren durch alles was ich sehe, höre und erlebe. Ich habe auch immer ein Stück Papier dabei und einen Stift. Notfalls einen wasserfesten Stift, der auch auf der Haut schreibt. Sobald ihr eine Idee habt, schreibt sie auf! Sonst ist sie weg.

Frau Funke arbeitet viel mit Bildern als Inspiration, wie sie erzählt. Sie illustriert die Bücher meistens selbst. Wenn sie Bilder kreiert, dann meisten in schwarz-weiß. Bunte Illustrationen lässt sie lieber von anderen Künstlern entwerfen.

Frage: Kennen Sie Ihr Ende in den Büchern?

Ich bin jemand, der das Ende noch nicht kennt. Sonst beginne ich mich während des Schreibens zu langweilen.

Frage: Gehen die Spiegelwelten-Bücher weiter?

Ich nehme an, dass es sechs Bücher werden. Ja, sie gehen weiter.

Frage zu Ihrer Art und Weise, wie sie schreibt:

Mein Computer hat immer einen Namen: meiner heißt: Jack. Ich schreibe immer alle Skripte mit der Hand und übertrage dann die erste Fassung in den PC; da kann man dann viel gnadenloser korrigieren. In meinen Skripten klebe ich mir oft Fotos ein, damit ich mir vorstellen kann, wie eine Figur sein soll bzw. aussehen kann. Das kann zum Beispiel auch ein Schauspieler sein.

Frage: Schreiben Sie für ein bestimmtes Lesealter?

Ich schreibe für alle Alter. Ich bin Geschichtenerzähler und jeder soll selbst entscheiden, was er lesen will. Da ist das Alter völlig unabhängig.

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T.C.Boyle stellt neuen Roman San Miguel im Berliner Kino Babylon vor

T.C.Boyle wieder in Berlin

Der amerikanische Autor Thomas Coraghessan Boyle fand in diesem Jahr wieder den Weg nach Berlin. Am 17. September gab er eine Lesung im Kino Babylon und stellte im Rahmen seiner Deutschland-Lesereise und natürlich passend zum Internationalen Literaturfestival Berlin 2013 seinen neuen Roman „San Miguel“ vor.

San Miguel Kino Babylon Lesung mit T.C.Boyle

Literatur Live mit T.C.Boyle – San Miguel im Kino Babylon in Berlin

Zum Inhalt des Romans San Miguel

Eine einsame Insel vor der Küste von Kalifornien, die für die einen die Hölle ist, für die anderen das Paradies: Die schwindsüchtige Marantha verschlägt es 1888 nach San Miguel. Während sie sich, geplagt vom rauen Klima, von Monotonie und Einsamkeit, dem Leben entzieht, schafft es Adoptivtochter Edith, dem tyrannischen Vater und der verhassten Insel zu entfliehen. Jahrzehnte später zieht Elise Lester dorthin und findet mit ihrer Familie ihr Glück. Die Presse in den USA feiert die Lesters mitten in der Weltwirtschaftskrise als Inbild vom Mythos der Pioniere, doch die Idylle trügt. Boyle gelingt es meisterhaft, in dieser großen Saga das Schicksal dreier starker Frauen lebendig werden zu lassen. (Quelle: hanser-literaturverlage.de)

Boyles Erstling Wassermusik in neuer Übersetzung

Signierstunde mit T.C.Boyle - Literatur Live San Miguel

T.C.Boyle signiert San Miguel

Boyle lieferte seinen Fans wieder eine interessant-amüsante Lesung mit frischen-witzige Details aus seinem Leben als Autor. Handelt es sich im Roman von San Miguel um die Geschichte dreier Frauen, wird sein neuer Roman – den er gerade beendet hat – ein rein männlicher Roman sein, wie er betonte. Der Roman wird haarig sein, er wird archaisch und brutal sein, erklärte er. Zudem soll nächstes Jahr sein erster Roman „Wassermusik“ (1982) noch übersetzt von Werner Richter in einer neuen Übersetzung von Dirk van Gunsteren erscheinen. Die Übersetzung des Textes von San Miguel aus dem Englischen stammt ebenfalls von Dirk van Gunsteren.

Nach der Lesung nahm sich Boyle wieder Zeit bis zum letzten Fan und signierte fleißig jedes Buch, das ihm vor die Nase gesetzt wurde. Zum Thema Reise, meinte Boyle: „That’s what I think about traveling.“ und schrieb spontan Folgendes in mein Reise-Buch:

T.C.Boyle Signatur und Bild zum Thema Reisen

T.C.Boyle mit Signatur und Bild zum Thema Reise

Pressestimmen zu T.C.Boyles Lesereise:

Autor T. C. Boyle begeistert mit „San Miguel“ seine Leser (rp-online.de)

T. C. Boyle hat einen Insel-Western geschrieben (welt.de)

Boyle zum Thema Internet auf focus.de:

Autor und Blog-Pionier T.C. Boyle hadert mit dem Internet (focus.de)

Weitere interessante Artikel zu T.C.Boyle auf diesem Blog:



Mark Wilkinson gibt Konzert in der Berliner Location Marie Antoinette

Singer und Songwriter Mark Wilkinson zu Gast in Berlin

Fünf Jahre hat es gedauert bis der Sänger und Songschreiber Mark Wilkinson wieder ein Konzert in Berlin gegeben hat. Im August 2008 war er in der Art und EventBar OXIDENT auf der Frankfurter Alle 53 zu hören. Er spielte Lieder aus seinem Debüt-Album Cellophane Life.

Der Musiker Mark Wilkinson aus Australien mit fantastischem Auftritt in Berlin

Marie Antoinette Berlin Partylocation

Bar- und Partylocation Marie Antoinette in Berlin

Dieses Jahr hat es ihn in die Berliner Bar- und Partylocation Marie Antoinette in der Holzmanstraße 15/18 verschlagen. Neulinge und Fans der Musik konnten gespannt Marks Stimme lauschen und bekannte Lieder wie „Celephane Life“ oder „Baptism By Fire“ wie auch neue Songs vom 2011er Album „Truth Come Running“ hören. Meine persönlichen Lieblingssongs auf dem Album „Truth Come Running“ von Mark Wilkinson sind: „All I Ever Wanted“ & „Keep Fighting“. Die kleine, aber feine Lokaltität Marie Antoinette war gut besucht, auch die Akustik war passend und angenehm für die Besucher des Konzerts.

Mark Wilkinson singt mit Gefühl  in der Stimme und in Begleitung seiner Gitarre

Mark Wilkinsons Auftritt war ein erlebnisreiches Konglomerat aus Stimme, Musik und Rhythmus. Er sang natürlich live, er sang mit Gefühl, er sang mit Bedacht … Mark Wilkinson singt stets mit seinem Herzen und seiner Kreativität und spielt dazu virtuos auf der Gitarre. Man muss ihn einfach live erleben!

Marie Antoinette - Mark Wilkinson in Berlin

Mark Wilkinson beim Auftritt im Marie Antoinette in Berlin

Am selbigen Tag konnten Fans ihn schon vorm Brandenburger Tour sehen, ein Bild auf seiner Facebook-Fanpage (Mark Wilkinson) zeigt ihn in seinem Element. Schade nur, dass Mark Wilkinson zum Worldwide Music Day, dem Tag „Fest der Musik“ (Fête de la Musique), nicht in Berlin verweilt. Stets am 21. Juli zum Sommerbeginn sind auch hier in Berlin wieder viele Künstler, ebenso wie Mark Wilkinson live am Brandenburger Tor, auf der Straße und in Bars live zu erleben. Auch wenn es nur eine Vermutung ist, so spielt Mark Wilkinson mit Sicherheit, wenn an diesem Tag schon nicht in Berlin, dann zum Festtag der Musik irgendwo auf seiner Gitarre unter freiem Himmel – irgendwo? Gerade da sicherlich, wo er sich aufhält und seine Gitarre dabei hat – denn als Straßenmusiker ist er da in seinem Element.

Ein kreativer Geist mit Text und Musik

Mark Wilkinson Sänger

Sänger Mark Wilkinson

Seine Lieder sind melancholisch-elegisch, aber zum Teil auch feurig und besitzen einen eigenen Charme sowie besonderen Elan. Marks Stimme hat einen hohen Wiedererkennungswert und geht direkt ins Blut. Er schaffte es als unabhängiger Künstler 2006 mit seiner Cellophane Life EP 30.000 Tonträger zu verkaufen. Auf YouTube hat er sich eine weltweite Fangemeinde aufgebaut. Mit „A Year of YouTube“ hat er seinen kreativen Geist neuerlich unter Beweis gestellt und ein ganzes Jahr lang jede Woche einen neuen Song online gestellt. Die Aufrufe sprechen für sich.

Mark Wilkinson auf Tournee

Nach Berlin führt Mark Wilkinsons Europa-Tournee weiter nach Dublin und London. Weitere Konzerte finden leider bis Jahresende nur noch in Australien statt. Wer ihn live sehen will, muss sich quasi ins Outback begeben. Na nicht wirklich ins Outback, aber zumindest nach Australien in Städte wie  Geelong, Canberra, Sydney oder zum letzten Termin in diesem Jahr (laut Homepage) nach Katoomba.

Fans von Mark Wilkinson in Deutschland können nur hoffen, dass er seine Aussage wahr macht. Er meinte zu mir: „Ich möchte gern nächstes Jahr wieder nach Deutschland, nach Berlin kommen!“

„Okay Mark, bis dann … wieder zurück in Berlin.“

Der Künstler Mark Wilkinson im Netz

Hier geht es zur offiziellen Webseite des Künstlers Mark Wilkinson: http://www.markwilkinsonmusic.com/

Hier geht es zum offiziellen YouTube-Channel: YouTube – Mark Wilkinson

YouTube Videos von Mark Wilkinson auf dem Blog – Der Tausendfüßler:

Mark Wilkinson Video „Cellophane Life“

Mark Wilkinson Video “Baptis m By Fire”