Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Gedicht – Liebe zum Leben von Jens Böhme

Die „Liebe zum Leben“ ein Gedicht von Jens Böhme

Liebe zum Leben

Blinzelnd der Blick ins Licht,

lächelnd gehalten das Gesicht,

ist mit kräftigem Schlag in der Brust,

die Liebe zum Leben –

berauschende Lust.

(Ein Gedicht vom 31. Oktober 2005, Berlin)

Weitere Gedichte auf diesem Blog:

Hier geht es zur Kategorie Lyrik: alle Gedichte auf einem Blick



TEXAS POEM – Eine Poskarte aus Texas Austin mit Gedicht

Gedicht von Jens Böhme – Austin (Texas) 17. April 2013

Vorderseite Postkarte aus Texas USA

Postkarte aus Texas Austin (USA) – Vorderseite

Rückseite Postkarte aus Texas Austin USA mit Gedicht TEXAS POEM

Postkarte aus Texas Austin (USA) Rückseite mit Gedicht TEXAS POEM

TEXAS POEM

Das Leben lebt sich geradeaus,

immer nach vorn,

niemals zurück.

Für jeden Schritt gibt’s Applaus,

es trötet ein Horn,

mit Dir sei das Glück.

(Gedicht von Jens Böhme, Austin April 2013)



Herr mit Lyriksammlung in der S-Bahn Berlin – Ein Obdachloser zitiert

Bettler in der Berliner S-Bahn mit ausgewählten Gedichten

Es ist schon ein Weilchen her, aber der Vierzeiler eines Obdachlosen, der in der S-Bahn zwischen Warschauer Straße und Hauptbahnhof mitfuhr, geht mir einach nicht mehr aus dem Kopf. Hab im Stillen interessiert gelauscht und mir das letzte seiner Gedicht im Handy notiert. Warum? Nun, weil mir dieser Vierzeiler ein Lächeln auf die Lippen zauberte und irgendwie lustig, irgendwie … peppig klang; trotz leichter melancholischer Note.

Ich saß so da, in der vollen S-Bahn und hörte einen Mann vor sich hinbrabbeln. Es war ein älterer Mann, ein Obdachloser aus Berlin, der für zwei Stationen hintereinander weg Sprüche, Gedichte und kleine Anekdoten rezitierte. Er war nicht gut anzusehen, aber das hat ja nichts zu sagen und wir wissen alle, dass das Leben auf der Straße mit Sicherheit kein Ponyhof ist. Ich glaube, die wenigsten Mitfahrer haben genau hingehört. Wenn sie es denn getan hätten, dann wäre wohl auch dieses kleine lyrische Gedicht am Ende an ihre Ohren gedrungen und hätte ein Lächeln über ihre Lippen gezaubert – so wie bei mir.

Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe?

Angeblich soll das Gedicht, der Spruch, dieser lustige Kalauer in der S-Bahn am Feierabend von Johann Wolfgang von Goethe sein. Irgendetwas in dieser Richtung hatte der obdachlose Mann am Ende noch in seinen Bart gemurmelt. Sollte ich bei der Recherche danach fündig werden zu welchem Autor der Vierzeiler wirklich gehört, werde ich dies im Kommentar vermerken. Möglicherweise ist das Gedicht ja auch der Kreativität des Obdachlosen entsprungen? Die Leser meines Blogs, die den lyrischen Text erkennen und zuordnen können, sind herzlich aufgefordert das Geheimnis um dieses Gedicht zu lüften. Vielen Dank und nun viel Spaß beim Lesen …

Der Vierzeiler des Obdachlosen

„Man müsste noch mal 20 sein,

verliebt und blonde Locken,

dann dürft die Butter auch mal ranzig sein,

und der Toast schmeckt auch mal trocken.“



Gedicht: Was bleibt zurück?
31. Januar 2010, 23:47
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© by Jens Böhme - Cuba

© by Jens Böhme - CUBA

Was bleibt zurück?

Wie weit muss ich reisen,

um zu erkennen,

dass Heimatspeisen,

besser schmecken.

Wie weit muss ich reisen,

wie weit denn noch,

um zu erkennen,

dass die Liebe,

das Herz,

zu Hause hockt.

Jens Böhme (2001)



Gedicht: – Gerüst – von Jens Böhme
18. Dezember 2009, 22:08
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Poetisches Licht

Gerüst


Vers

Strophe

Gedicht

Vers

Strophe

Gedicht

Vers

Strophe

poetisches

Licht!

(Jens Böhme) Meißen, 26. August 1999



Anekdote: Gehört und mitgeschrieben – Dialog zweier Frauen

Dialog zweier Frauen

„Männer sind auch nicht mehr das,

was sie mal waren!“

„Waren sie überhaupt einmal irgendwas?“

Dialog von zwei Frauen,

denen nicht die Tür aufgehalten wurde.

Berlin, 10. Februar 2005 (Jens Böhme)


Literaturtipp: Der Tausendfüßler – Jens Böhme (Roman)



Lyrik: Texte in Kurzform – Werden Gedichte überhaupt noch wahrgenommen und gelesen?

Ein Gedicht von Jens Böhme

(Meißen 1999)

Zukunftskenner*

Wer die Zukunft kennt,

weiß, was er verpennt.

So erfahre ich sie lieber nie,

bleib so dumm wie’s Federvieh.

*(Anthologie: da ist ein Drängen in mir, Fünfzehn Autoren des Kulturaumes Elbtal, Prosa und Lyrik, Hrsg. Stadtbibliothek Riesa, Riesa 2000)

Rubrik Lyrik auf dem Blog „Der Tausendfüßler“ eröffnet

Werter LeserIN meines Blogs, ich überlege schon seit geraumer Zeit, ob ich nicht eine extra Rubrik für Lyrik aufmache. Seit meiner Jugend entsteht, neben prosaischen und journalistischen Texten, jedes Jahr ein Konvolut von Gedichten. Hier und da, je nach Stimmung und Situation, schreibe ich Gedanken in Gedichtform nieder. Mal ist es ein Aphorismus, dann wieder ein Gedicht in prosaischer Form, aber auch ein klassisches Sonnet gehört dazu und immer wieder mal ein Text im Stil alla Charles Bukowski. Je nach Gemütsverfassung und Stilistik verfasse ich Gedichte. Diese eigentlich seit Jahren für die virtuelle Schublade, indem ich sie in einem Worddokument abspeichere und in einen Ordner verfrachte, der dann irgendwo im Festplattennirwana verschwindet.

Meine Forderung & die Frage: Freiheit für Texte

Ab und zu kommt es zu Situationen, dass ich diese Tetxe direkt vom Laptop oder schon ausgedruckt vom Papier Freunden bei mir zu Hause vorlese. Natürlich dann, wenn ich in Laune bin und es gerade die Situation dafür ist, dann beginne ich mal mehr – mal weniger gut meine Texte zu rezitieren und  frage mich gleichzeitig immer wieder: Gibt es da noch mehr Leser, noch mehr Geister, noch mehr Interessierte im Zeitalter von facebook, E-Mail und unendlicher Textproduktion, die sich die Zeit nehmen Gedichte lesen?

Ich hoffe es …

Gotthold Ephraim Lessing – Gedanken aus dem Vorwort „Vorrede zum ersten und zweiten Theile der Schrifften“

Seit jeher zitiere ich gern Lessing, wenn ich von meinen Gedichten spreche:

„[…] Ich band mich also lieber an nichts und schrieb sie so auf, wie es mir jedesmal am besten gefiel. Daher kömmt es, daß einige niedrig genug sind, andere aber ein wenig zu poetisch. Daher kömmt es sogar, daß ich verschiedene lieber in Prosa habe erzählen wollen als in Versen, zu welchen ich vielleicht damals nicht aufgelegt war. […]“*

Ich möchte mir nichts anmaßen, weder  verstehe ich mich als großer Lyriker, jedoch aber als ein Freund und Liebhaber dieser Textdarstellung und Gedankenwiedergabe. Mein Anspruch ist demzufolge in Verben wie  „unterhalten“, „aufzurütteln“ oder „nachempfinden“ zu bündeln. Ich möchte den Leser zum Lächeln oder auch nur für den Augenblick zum Schmunzeln  bringen. Der Leser soll sich am Plot des Gedichtes, ob nun gereimt oder ungereimt, erfreuen oder die Zeilen einfach nur wirken lassen. Das, genau jenes, ist mein Anspruch. Nicht mehr und nicht weniger.

Viel Spaß beim Lesen.

*Quelle Zitat: Märkischer Dichtergarten: Die Ehre hat mich nie gesucht, Lessing in Berlin, Gedichte, Stücke, kritische Schriften, Briefe, Hrsg. Gerhard Wolf, Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1986.

Gedicht von Jens Böhme: Dialog mit der Liebe

Gedicht „In einem Zustand“ von Jens Böhme in der Zeitschrift SCHÖNGEIST