Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Artikel von Jens Böhme – Der zweite Teil: Der „kleine Knigge“ in der Arbeitswelt (2) – auf der Jobbörse ABSOLVENTA
Jobbörse ABSOLVENTA

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Der „kleine Knigge“ in der Arbeitswelt (2) – Der erste Tag

Der Wecker klingelt und der 1. Arbeitstag steht bevor. Tatentrang und Neugierde auf das unbekannte Arbeitsumfeld mischen sich mit einer gewissen Unsicherheit. Gerade für Berufseinsteiger stellten sich dann die Fragen: Welche Arbeitskleidung ist angemessen? Muss ich einen Einstand geben? Wie verhalte ich mich richtig gegenüber den Kollegen? Wenn Du als Neuling am 1. Tag einen kleinen Leitfaden im Kopf hast, vermeidest Du, in die berühmt berüchtigten Fettnäpfchen zu treten.

Die kleinen Fettnäpfchen der Berufseinsteiger

Es geht ganz schnell, und das Auto ist auf dem Parkplatz des Chefs abgestellt. Am selben Tag noch unabsichtlich beim Meeting auf den Platz des Chefs gesetzt, und schon kann der erste Eindruck gründlich im Eimer sein. Es gilt also einiges zu beachten und die Augen und Ohren offen zu halten.
Verloren hat oft auch schon derjenige, der gleich am ersten Tag unpünktlich kommt. Sollte es trotzdem vorkommen, reicht eine ehrliche vor allem kurze und sachliche Erklärung aus. Langatmige und gekünstelte Rechtfertigungen sind hier fehl am Platze.

Im Vorstellungsgespräch nach dem Dress-Code fragen

Dass Du nicht in „Sack und Lumpen“, einer uralt Variante eines 70er Jahre Anzuges oder einem zu sportlichen Outfit ankommen solltest, ist den meisten Berufseinsteigern bewusst. Du kannst aber auch „overdressed“ sein. Um am ersten Tag keinen Fauxpas in Sachen Kleidung zu begehen, ist es empfehlenswert, im Vorstellungsgespräch nach dem Dress-Code in der Firma zu fragen. Ansonsten achte am 1. Tag auf eine gepflegte und nicht allzu „stylische“ Kleidung. Nach wenigen Tagen hast Du dann den Blick dafür, welches Outfit angemessen und von der Firma gewünscht ist. Je nach Branche und Position kann es strengere oder lässigere Vorgaben geben.

Die ersten Tage als Orientierungsphase nutzen

Am ersten Tag bzw. in der Phase der Einarbeitung ist es zweckmäßig zunächst die Beobachterrolle einzunehmen. Ein zu forsches Auftreten kommt selten gut an. Auch wenn Du voller Optimismus und Tatendrang bist, solltest Du Dich erst einmal zurückhalten. Ordne Dich in das Arbeitsumfeld ein. Somit läufst Du nicht Gefahr, von den neuen Kollegen als übermotivierter, wenn nicht gar nervender Neuling zu erscheinen.
Fragen zu stellen hilft dabei, sich zu orientieren und Input zu bekommen. Empfehlenswert ist es aber, diese zunächst zu sammeln und erst bei einer passenden Gelegenheit zu stellen z.B. nach Meetings, einem persönlichen Gespräch oder in der Pause im Gespräch mit einem sympathischen Kollegen. Oft ist es besser, erst einmal einen Kollegen zu fragen, als wegen jeder Kleinigkeit direkt zum Chef zu gehen.

Ein Schlüsselfaktor – Die persönliche Integration in die Firma

Außer dem Einblick in die innerbetrieblichen Arbeitsabläufe, ist die „persönliche Integration“ ein wichtiger Schlüsselfaktor. Das heißt für Dich: Kommunizieren! Beschäftige und unterhalte Dich intensiv mit Kollegen, sprich über berufliche wie auch über private Themen, ohne allerdings sofort einen Seelenstriptease hinzulegen. Kommunikation beschleunigt den Integrationsprozess. Als Neuling im Unternehmen sollte das eigene Verhalten zuvorkommend, aber nicht allzu vertraulich sein.

Der Einstand

Der Aufbau eines breitgefächerten Netzwerkes und guter Kontakte ist enorm wichtig. Nicht nur bei der Jobsuche, sondern auch im Job selbst. In vielen Firmen ist es üblich, dass „Neulinge“ einen Einstand geben. Bevor es jedoch daran geht, diesen zu halten, solltest Du vorher die ungeschriebenen Regeln des Unternehmes kennen. Welchen Umfang dieser haben sollte, erfragst Du am besten bei den Kollegen. Mit einer Würstchenparade kannst Du bei der komplett vegetarisch essenden Abteilung nicht gerade Punkten und auch auf Alkohol solltest Du bei einem Einstand besser verzichten. Ebenso ist es ratsam im Vorfeld abzuklären, ob dieser Während der Arbeitszeit stattfinden kann.

Fazit: In den ersten Tagen ist es angebracht, die Beobachterrolle einzunehmen und sich in Geduld zu üben. Eine abwartende Neugier ist hierbei die bessere Haltung als zu schnell zu viel zu wollen. Den Dress-Code im Vorfeld erfragt, erleichtert Dir die Auswahl Deiner Kleidung am 1. Arbeitstag. Eine Schlüsselrolle spielt die Kommunikation mit den neuen Kollegen. Damit fällt die Integration wesentlich leichter und typische Gepflogenheiten der Firma lassen sich problemlos entdecken. So steht einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen nichts mehr im Wege.

Der Artikel „Der ‚kleine Knigge‘ in der Arbeitswelt (2) – Der erste Tag“ auf absolventa.de.

Hier geht’s zum1. Teil

Der „Kleine Knigge“ in der Arbeitswelt (1) – Die Begrüßung



Linktipps für Job und Karriere auf ABSOLVENTA – Jens Böhme

Job und Karriere Links des Monats (07/2009)

Jobbörse ABSOLVENTA

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Die Jobbörse ABSOLVENTA bringt stets am Ende des Monats einen Artikel „Job und Karriere Links des Monats“ heraus. Ein kleines Konvolut an aktuellen und interessanten Links zusammengestellt rund um das Thema Arbeitswelt, Karriere und Job’s.

Im Monat Juli 09 mit folgenden Themen:

Wie groß ist eigentlich Dein Netzwerk und bringt Dir „Die Macht der Kontakte“ überhaupt etwas? Wäre es zudem nicht schön im Supermarkt „Pillen für die Eins“ kaufen zu können. Umstrittenes Gehirndoping – leistungssteigernde Medikamente unter die Lupe genommen. In den Linktipps des Monats Juli der Jobbörse ABSOLVENTA erfährst Du weiterhin Interessantes zu den Themen: 1. Kurzarbeit für Berufseinsteiger in der Krise. 2. MBA-Absolventen orientieren sich neu – Solokarriere oder ab in den Mittelstand. Am Ende ein etwas anderer Linktipp: Akademiker kommen sehr spät in den Beruf und ins Bett – zum Sex. Los geht’s!

Hier geht es zum Artikel: Job und Karriere Links des Monats (07/2009)

Job und Karriere Links des Monats (06/2009)



Artikel von Jens Böhme auf der Jobbörse ABSOLVENTA – Thema: Knigge in der Arbeitswelt
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Der „kleine Knigge“ in der Arbeitswelt (1) – Die Begrüßung

Gerade für Berufseinsteiger stellt sich oft die Frage: Wie verhalte ich mich richtig bei einer Begrüßung? Ob im Vorstellungsgespräch oder am ersten Tag im neuen Unternehmen, wenn der Neuling einen kleinen Leitfaden im Kopf hat, tritt er weniger in die berühmt berüchtigten Fettnäpfchen.

Die Begrüßung, wohin mit der Hand?

Beim Vorstellungsgespräch ist der Bewerber schnell geneigt mit der Tür ins Haus zu fallen und rennt mit offener Hand dem Personaler oder dem Chef entgegen. Eigentlich will man ja nur freundlich sein, aber zum richtigen Verhalten gehört dies nicht. Sicherlich ist diese Variante der Begrüßung alle mal besser als gar nicht zu grüßen, aber im Vorfeld zu wissen, wem denn nun der erste Händedruck gebührt, macht vieles leichter. Bei einem Vorstellungstermin sollte der Bewerber freundlich grüßen und warten bis ihm die Hand gereicht wird. Im beruflichen Alltag dagegen entscheidet die Hierarchie. Wo sonst üblicherweise der Dame zuerst die Hand zur Begrüßung entgegen getreckt wird, ist hier dem Chef die Hand zu reichen. Er rangiert vor Bediensteten. Ansonsten gilt wie im Privatleben: Ältere vor den Jüngeren und Damen vor den Herren.

Der Kontakt – Das Händeschütteln

Da in unserem Kulturkreis Blickkontakt unverzichtbar ist, sollten bei einer Begrüßung seinem Gegenüber in die Augen geschaut werden. Ein kurzer Händedruck reicht dabei völlig aus. Dass ein Handschlag nicht gleich Handschlag ist, hat sicherlich ein Jeder schon erfahren. Er sollte weder zu schwach noch zu fest sein. Zwar existieren Muskeln in der Hand, die bewegt werden können, anderseits befindest Du Dich hier nicht in einem Ringkampf. Beides ist unangenehm und macht einen schlechten Eindruck. Aber besser etwas kräftiger zudrücken als dem gegenüber eine schlaffen Hand zu reichen. Laut einr Studie haben Bewerber, die dem Chef oder dem Personaler mit einem ordentlichen Händedrück begrüßen, bessere Chancen auf den Job.

Sollte jemand zu Schweißhänden neigen, dann vorher unauffällig vor dem Händeschütteln abwischen. Die andere Hand sollte während der Begrüßung nicht in einer der Hosentasche verweilen. Das ist ausgesprochen unhöflich und kann äußerst arrogant wirken.

Die Anrede – Prof. Dr. und so weiter und so fort …

Bei einer Anrede sollte stets der akademische Grad mit genannt werden, wenn der zu Begrüßende einen solchen trägt. Hat er mehrere wird selbstverständlich nur der Höhere genannt. Besitzt die Person zusätzlich einen Doppelnamen, dann muss – auch wenn es nervig erscheint – der volle Name genannt werden. Eventuell bietet der Kollege oder Chef nach einiger Zeit eine Kurzvariante an. Sich selbst sollte man bei der Nennung des eigenen Titels zurück halten. Das wirkt weniger aufgeblasen und bewahrt die Contenance.

Was bei einer Begrüßung nicht getan werden sollte!

Auch wenn Du noch niemanden kennst und Du nicht weißt, ob Dir der Chef oder der Praktikant entgegen kommt. Als Faustregel gilt: Wer den anderen zuerst sieht, grüßt auch als erstes. Die Tonnuance, die Du dabei anschlägst, überlässt Du dem Verhältnis zur jeweiligen Person. Was gar nicht geht, ist überhaupt nicht zu grüßen! Das ist in jedem Fall ein Fauxpas. Auf der Toilette zum Beispiel solltest Du niemals einer Person die Hand reichen. Ein Kopfnicken bzw. ein freundliches „Guten Tag“ ist in dieser Lokalität diskreter und reicht völlig aus.

Fazit: Es gibt kein Lehrbuch, das all den verschiedenen Begegnungen mit seinen Mitmenschen – ob privat oder im Berufsleben – gerecht wird und als Anleitung dienen könnte. In vielen Situationen bedarf es oftmals einfach eines richtigen Gespürs für die passende Begrüßung. Doch das kleine „Knigge-1×1“ im Hinterkopf und ein freundliches Lächeln im Gesicht sind schon die halbe Miete und können die Basis für eine gute Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen bilden.

Der Artikel  „Der kleine Knigge“ in der Arbeitswelt (1) – Die Begrüßung“ auf absolventa.de.