Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Image-Film zur Frankfurter Buchmesse – Frankfurter Buchmesse 2011 öffnet ihre Tore

Frankfurter Buchmesse vom 12. – 16. Oktober 2011

Morgen öffnet die Frankfurter Buchmesse wieder ihre Pforten. Es ist die größte Buchmesse der Welt und das diesjährige Ehrengastland ist Island „Sagenhaftes Island“. Die Buchmesse in Frankfurt ist der wichtigste Marktplatz für den internationalen Handel mit Rechten & Lizenzen. Im nachfolgenden Image-Film erhalten interessierte Leser, Autoren und Kenner der Buchbranche einen Überblick über die globalen Aktivitäten der Frankfurter Buchmesse im Ausland.

Eines der großen Themen auf der diesjährigen Buchmesse ist sicherlich  das elektronsiche Buch (eBook – Digitalbuch) und die damit verbundenen digitalen Rechte.

  • Diesjähriger Gewinner des Deutschen Buchpreises 2011 ist Eugen Ruge mit dem DDR-Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“
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DER TAUSENDFÜSSLER – BOOKCROSSING auf der Leipziger Buchmesse 2010

Ein Exemplar des Liebesromans „Der Tausendfüßler“ von Jens Böhme wird für BOOKCROSSING frei gegeben

bookcrossing.com

© bookcrossing.com

Was ist eigentlich Bookcrossing? Bookcrossing ist eine kostenlose Weitergabe von Büchern. Das kann für alle Genres gelten. Primär werden aber Romane an unbekannte Personen weiter gegeben. Irgendwo an einem geeigneten Platz, wo Bücher grundsätzlich einem freudigen Finder in die Hände gelangen. Es sind die unterschiedlichsten Plätzen an denen die Bücher frei gegeben werden, das kann zum Beispiel ein Cafè, eine Parkbank im Sommer, vielleicht auch ein Kino oder in einem Restaurant bzw. einer Bar sein. Es kann sogar irgendjemanden einfach in die Hand gegeben werden. Der Finder oder Empfänger nimmt dann das Buch auf. Entweder er weiß schon, wo das Buch zu finden ist oder er findet es zufällig. Er nimmt es an sich und liest es, muss er aber nicht. Anschließend nach einer Registrierung gibt er es wieder frei. Das Buch steht erneut wieder in den Startlöchern, bereit für den nächsten Leser, der sich an einem kostenlosen Buch erfreuen kann.

Bookcrossing ist eine weltweite Bewegung. Die Mitglieder eines solchen Zirkels nennen sich BookCrosser. Über eine zentrale Datenbank, dies ist das Portal von bookcrossing.com können Leser den Weg des Buches verfolgen.

Freies Buch - Nim mich mit ...

© Michael Winklhofer

Aber nur, wenn das Buch auch auf dem Portal registriert worden ist und letztendlich vom Finder auch wieder frei gelassen wird. Die Registrierung geschieht anhand einer BCID (BookCrossingIDentnumber), die jedes Buch erhält. Diese muss der Finder auf bookcrossing.com eingeben. Es gibt auch eine deutsche Seite für BookCrosser, diese ist jedoch sehr eng mit der englischen Seite verwoben. Die deutschsprachige Webseite bookcrossing.de ist zwar via Google separat zu finden, aber letztendlich ein Forum von bookgrossing.com. Nach der Eingabe der BCID können BookCrosser in einem Journal angeben, wo sie das Buch gefunden haben. Natürlich besteht auch die Möglichkeit seine Meinung zum Inhalt des Buches über diesen Weg kund zu tun.

Auf der Leipziger Buchmesse 2010 erlangt „Der Tausendfüßler“ Freiheit

Etikett Bookcrossing

Etikett Bookcrossing

Schon bald wird über bookcrossing ein Exemplar des Romans „Der Tausendfüßler“ auf der Leipziger Buchmesse ausgesetzt. „Ausgesetzt klingt jetzt etwas sehr stiefmütterlich. Der Roman ist schließlich eines meiner Textbabys“. Ich meine: Es wird im Sinne von „bookcrossing“ ein Exemplar frei gegeben. Die Vorbereitungen dazu laufen schon. Das Buch wurde auf bookcrossing.com schon registriert und ein dazugehöriges Etikett ausgesucht und beschriftet. Ich muss zugeben, dass ich immer neugieriger werde. Bin gespannt, wem ich den Roman in die Hand drücke oder wo ich diesen einfach liegen lasse. Mal schauen wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist und es mir in den Fingern kribbelt. Die Neugier wird sicherlich auch so groß sein, dass ich möglicherweise von weitem Ausschau halte und beobachte, wer das Buch wohl aufnimmt. Aber vielleicht entgeht mir letztendlich in der Masse der Messeteilnehmer in Leipzig dieser Akt des Buchübergangs? Egal was ich machen werde, durch bookcrossing wird der Roman bestimmt einen Leser finden; auch wenn ich es nur ablege und einfach weiter gehe.

Das Buch wird von mir signiert und auf der Innenseite zusätzlich mit einem kleinen Text versehen sein, mit der freundlichen Bitte, dass der Finder des Buches den Fund ebenso auf meinem Blog (Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman) registrieren möge. Einfach nur angeben wo er oder sie das Buch gefunden haben. Natürlich schwingt da auch die Hoffnung ein ehrliches Feedback oder eine Geschichte rund um den Fund zu erhalten und die Diskussion anzuregen. Analog soll dies natürlich im Forum von bookcrossing.de geschehen.

Bookcrossing-Aktion des Romans soll auch in Berlin stattfinden

Jedenfalls bin ich schon sehr aufgeregt und die gedanklichen Vorbereitungen auch für eine Aktion in Berlin laufen schon freudig an. Geplant ist die Freigabe eines Exemplars mitten im Berliner Großstadtdschungel.

Der Tausendfüßler

Der Tausendfüßler

Mal sehen, ob der Roman nach der Freigabe sein ungewisses„Textwesen“ nur innerhalb der Berliner Stadtgrenzen treibt oder sogar darüber hinaus gelangt? Geplanter Ort und Zeitpunkt, wann der Roman in Berlin die Freiheit erlangt, werde ich zeitnah auf meinem Blog in der Rubrik „Bookcrossing“ und bei facebook in der Gruppe „Der Roman – Der Tausendfüßler“ mitteilen. Ich kann nur hoffe, dass meinem Roman eine interessante Reise bevor steht.



Bücher im Netz – Plattformen und Handelsplätze im Internet

Bücher im Netz – Plattformen und Handelsplätze im Internet

Das Buch ist tot, es lebe das Buch. Gegen alle Schwarzmalerei – das virtuelle Buch (E-Book) würde das physische Buch ablösen -, hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass der Leser auf das greifbare Buch in den Händen nicht verzichten möchte. Plattformen für Leser, Autoren und Verlage, sowie E-Commerce-Handelsplätze haben sich im Netz etabliert. Durch rasante technische Entwicklungen im World Wide Web hat das Buch mit dem „Internet“ einen Konkurrenten erhalten, der ihm zwar nicht das Wasser reichen kann, aber doch erheblich zu schaffen macht. Nun, das hier personifizierte Buch selbst stört dies sicherlich wenig, dass seine Distributionswege nun auch virtuell festgelegt werden oder dass die technische Entwicklung hin zum E-Book gelangt. Aber die Menschen schon, die hinter dem Produkt stehen; wie beispielsweise die Printmedien, Verlage und Autoren und die Konsumenten – die Leser – am Ende der Schlange.

Internetnutzer –Produzenten & Konsumenten

Die Produzenten von Büchern interessiert vor allem: Wie lange kann ich mich auf konservativem Weg halten? Welche Technologie, welches Verfahren wird in Zukunft die Produktion und den Vertrieb bestimmen? Welche Kosten kommen auf mich zu und wie kann ich mit Blick auf den Kunden trotzdem gewinnbringend unternehmerisch tätig sein? Dagegen interessiert den Konsumenten vor allem eins: Welche Handelsplattform bietet mir die größte Palette an Literatur, aber auch entsprechende Seriosität bei Verwaltung und Kommunikation? Wo finde ich die kürzesten Lieferzeiten? Wie sieht es mit der Internetsicherheit beim Zahlungsverkehr und Datenschutz aus?

So gestalten sich am jeweiligen Ende der Kette Problematiken, die gelöst bzw. befriedigt werden wollen. Neue Ideen, unternehmerische Ansätze und mit der Zeit schon namhaft etablierte Plattformen und Handelsplätze haben sich dieser Herausforderung angenommen.

Die Literatur formiert sich auch im Netz

In welcher Art und Weise hat sich das Buch nun seinen Weg ins Netz gebahnt? Im Onlinebereich haben sich nach und nach Plattformen und Handelsplätze rund um das Thema Literatur, Buch & Bücher, Angebot & Nachfrage von Manuskripten, Texten und Dokumenten herauskristallisiert, deren Mitglieder in Foren oder in sogenannten Communities miteinander kommunizieren und diskutieren. Es werden Autoren und deren Werke besprochen, mitunter Meinungen abgegeben, die nicht immer im positiven Bereich der Kommentarskala angesiedelt sind. Auf den virtuellen Marktplätzen wie amazon und ebay generieren sich Bewertungen eher im Bereich der Versandkosten und Lieferzeiten. Auf anderen Plattformen werden Bibliotheken erstellt, wie zum Beispiel auf quillp oder es werden Manuskripte und Texte angeboten und besprochen wie auf triboox oder docu-trade.

Durch Freigeister, Idealisten und experimentelle Visionäre entstehen so im Bereich der Literatur stets neue und extravagante Ideen in der kommunikativen Interaktion und der Verbreitung von Büchern. „Bookcrossing“ ist nur ein Beispiel dafür wie sich im Netz extravagante Varianten rund ums Buch etabliert haben. So steht „bookcrossing“ beispielsweise dafür, ein gekauftes, geschenktes oder überflüssiges Buch kostenlos durch verlieren, verstecken, verlegen, eben durch gewolltes Vergessen anderen Lesern zur Verfügung zu stellen. Diese Idealisten nennen sich BookCrosser und die Plattformen existieren unabhängig von Handelsplattformen für Bücher.

Die Buchmesse: Marktplatz der Eitelkeiten

Die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt sind heutzutage ein Publikumsmagnet der besonderen Art. Das jährliche Spektakel um neue Bücher, prominente Autoren und der ewige Kampf um die Qualität der Texte und den Absatz im Buchhandel, wie auch in den Printmedien gestaltet sich als wahrer Literaturzirkus; ein einziger Medienrummel der Eitelkeiten. Jeweils im Frühjahr und im Herbst zieht es Millionen Menschen in die heiligen Messehallen. Ein Markplatz voll von verkrusteten Strukturen, doch gleichzeitig auch voll von avantgardistischen Ideen und überraschend neuen Möglichkeiten.

Die Internetmarktplätze von amazon, halb.de und ebay beispielsweise gelten als virtuelle Alternativen zum Erwerb eines Buches. Was früher direkt auf der Buchmesse oder in der Buchhandlung abgewickelt wurde, ist heute ebenso im Internet möglich. Ein Buch selbst anzubieten oder zu bestellen, kein Problem mehr. Der Nutzer muss sich nur die Zeit nehmen seinen Titel zu suchen, Preise zu vergleichen und mit der Bedienoberfläche der Webseite anfreunden. Nur die persönliche Signatur eines Autors, die Jagd nach dem Autogramm mit Widmung muss der Leser noch real zum Beispiel in einer Lesung bewerkstelligen – so von Angesicht zu Angesicht. Doch auch solche Sonderposten und Schnäppchen sind durchaus auf den virtuellen Marktplätzen zu ergattern.

Virtuelle Marktplätze und Auktionshäuser

Sicherlich lässt es sich diskutieren inwiefern das Internet ein gleichwertiger Konkurrent oder nur ein weiteres Instrument der Vermarktung ist. Das jedoch steht hier nicht im Vordergrund der Betrachtung. Fakt ist: Das Buch, die Literatur im Allgemeinen hat sich einen Weg in die virtuelle Welt gebahnt und ist von dort nicht mehr wegzudenken. Es gibt überall die starken Rubriken „Bücher“; auf den renommierten oder weniger bekannten Webseiten wie zum Beispiel bei booklooker.de. Bücher werden angeboten, von Lesern rezensiert und letztendlich auch erworben. Weiter werden Bücher in den hiesigen virtuellen Auktionshäusern auch ersteigert, wie zum Beispiel beim weltweit größten Internetauktionshaus ebay. Dort besteht natürlich auch die Möglichkeit selbst als Privatperson die eigene Bibliothek zu minimieren und vom Gewinn den Bestseller von heute neu zu ersteigern.

Elektronische Bücher

Der Weg zum E-Book, dem elektronischen Buch ist beschritten. Das lässt sich nicht leugnen. Auch sind die Ideen zur Nutzung für Jedermann ständig in Bewegung. Kommerziell werden E-Books meist als digitale und portierbar Kopie verwertet. In Bibliotheken gibt es heute schon die Möglichkeit über einen Internetzugang für ein begrenzt zeitliches Intervall Bücher in elektronischer Form zu Bestellen und am Bildschirm zu lesen. Das reale Buch liegt quasi in digitaler Kopie im Netz zum Lesen oder Ausdrucken bereit.

Der Diskurs, ob das E-Book das physische Buch verdrängt belebt die Verlagsbranche. Der Buchhandel befürchtet zudem starke Einbußen durch das E-Book. Doch noch steckt die Entwicklung vom E-Book in den Kinderschuhen und wird ständig weiter entwickelt, vor allem auf dem Gebiet der universellen Nutzung. Da darf der Konsument von Literatur, vom digitalen Buch noch einiges erwarten.

Die Quintessenz vom Buch im Netz

Das Buch hat in den letzten Jahren einen triumphalen Einzug in die virtuelle Welt gehalten. Zum größten Teil ist es eins zu eins existent – einem virtuellen Buch steht meist auch ein physisches Buch gegenüber oder der Text steht in digitaler Kopie zum download bereit.

Der Vertriebsweg führt zunehmend über das Internet. Etablierte E-Commerce-Marktplätze mit Rubriken wie „Bücher“ bzw. „Literatur“ unterschiedlichster Genre werden größer und erhalten gleichzeitig Konkurrenz von neuen Vermarktungsideen durch andere Marktplätze und Plattformen. Der moderne Leser kann mit Sicherheit nicht nur Spannung in den Texten von Büchern erwarten, sondern auch höchste Spannung und Experimentierfreude auf dem virtuellen Marktplatz der Literatur. In diesem Sinne: Das Buch ist tot, es lebe das Buch – im Netz.

Plattformen für Leser und Autoren

Wo Bücher Freunde finden: http://www.quillp.com (diese Webseite existiert leider nicht mehr – Stand 01.07.2014)

Autoren & Leser: http://www.triboox.de (diese Webseite existiert leider nicht mehr – Stand 01.07.2014)

„Freilassen“ von Büchern „in die Wildnis“: http://www.bookcrossers.de/bcd/home/

Wissensnetzwerk & Online-Marktplatz für Dokumente: docu-trade.com

Der Artikel „Bücher im Netz – Plattformen und Handelsplätze im Internet“ von Jens Böhme auch zu lesen bei idealo.de NEWS.