Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Gedicht – Liebe zum Leben von Jens Böhme

Die „Liebe zum Leben“ ein Gedicht von Jens Böhme

Liebe zum Leben

Blinzelnd der Blick ins Licht,

lächelnd gehalten das Gesicht,

ist mit kräftigem Schlag in der Brust,

die Liebe zum Leben –

berauschende Lust.

(Ein Gedicht vom 31. Oktober 2005, Berlin)

Weitere Gedichte auf diesem Blog:

Hier geht es zur Kategorie Lyrik: alle Gedichte auf einem Blick

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Ein Glückskeks – Glückskekse bringen Glück in Form eines Gedichts

Glückskekse für alle Situationen im Leben

Glückkeks mit Zettel

Glückkeks mit Zettel

Glückskekse, das ist etwas Besonderes. Wer Glückskekse erhält oder verschenkt, der tut einem Menschen etwas Gutes. Sie sind ein kleine esoterische Freude in unserem Alltag. Ein Glücks-Keks kann zu jeder Zeit und zu jeder Situation geöffnet, verzehrt und interpretiert werden. Immer dann wenn Mann oder Frau gerade einen benötigt. Das kann zum Beispiel nach einem Mittagessen oder direkt am Morgen nach dem Aufstehen sein, dann bevor es auf zur Arbeit geht. Verpackung aufreisen, Glückkeks brechen, verzehren und dabei den Spruch auf dem inne liegenden Zettel lesen. Natürlich geht das auch, wenn man mit einen guten Freund zum Kaffeeklatsch verabredet ist, oder einfach so für Zwischendurch. Selbstverständlich kann ein jeder Glückkekse auch selber kaufen und für sich selbst verwenden oder sie bei Bedarf verschenken. Für Liebhaber dieses Gebäcks mit Papierinhalt sowie für Backprofis besteht natürlich die Möglichkeit Glückskekse selbst zu backen. Was fehlt, ist nur eine Anleitung und die Rezeptur. Doch woher kommen die Glücks-Kekse wirklich? Vielmals gibt es Glücks-Kekse in asiatischen Restaurants nach einer Malzeit. Daher kommt nicht selten die Assoziation auf, dass Glückskekse aus Japan bzw. dem asiatischen Raum kommen. Ist das so?

Zum Ursprung der Glücks-Kekse

Glücks-Kekse in dessen Innenraum sich ein Zettel mit einem Sinnspruch befindet, der einem einen Ratschlag oder eine Weisheit für die Zukunft mit auf den Weg gibt, wurden in den USA erfunden. Sie sind also kein Gebäck im Sinne chinesischer Tradition. Wobei der philosophische Inhalt je nach Hersteller schon mit fernöstlichen Weisheiten bestückt sein kann.  Wie bei der Currywurst ist nicht eindeutig belegt, wie die Glückskekse entstanden sind. Die älteste Theorie dazu besagt jedoch, dass der japanische Makato Hagiware, ein Einwanderer in San Francisco einen japanischen Teegarten im Golden Gate Park betrieben haben soll. In ihm habe er dann 1909 Glücks-Kekse zum Tee verteilt, um seine Gäste mit fernöstlichen Weisheiten zu unterhalten und auch in unternehmerischer Art und Weise einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.

Wahrhaft wird jedoch die Erfindung des knusprigen Süßgebäcks einem Unternehmer namens David Jung aus Los Angeles, Inhaber der Hong Kong Noolde Company, zugeschrieben. Das war im Jahr 1918. Da ein vorheriger Kontakt mit Hagiwaras Keksen nicht ausgeschlossen werden konnte (Belege existieren nicht) entschied eine selbst ernannte Kommission in San Francisco zugunsten von Hagiwara. Interessant ist: Das erstmals erst im Jahr 1990 Kekse nach China exportiert worden. Bis dahin war dieses Gebäck den Chinesen völlig unbekannt.

Die Weisheiten und Wahrsagungen des Glückskekses

3 Glückkeks-Zettel mit Sprüchen

3 Glückkeks-Zettel mit Sprüchen

Die Weisheiten bzw. die Wahrsagungen der Glückskekse, das  ist genau das Besondere an diesem Gebäck. Im Inneren des Keks, der aus einem Waffelteig erhitzt und von einem Automaten in Schiffchen-Form gebogen wurde, befindet sich ein kleiner Zettel, der hinten und vorn beschriftet ist. Meist mit einem Spruch, der zum Nachdenken anregt oder verschiedene Interpretationen zulässt. Jeder Mensch sieht darin, ähnlich wie bei Horoskopen, die eigene Zukunft oder nimmt sich des Spruches an, der ihm präsentiert wird. Natürlich kann ein jeder daran glauben oder es sein lassen. Fakt ist, das es Spaß macht einen Glück-Keks zu öffnen. Vielmals gibt es diesen Spruch auch in mehreren Sprachen auf dem Zettel.

Glückskeks-Sprüche

Glückskeks-Sprüche

Texte in den Glückskeksen – irgendwie auch kleine Gedichte

Irgendwie sind diese Sprüche, diese kleinen Weisheiten, auch kleine Texte in Gedichtform. Kleine prosaische Gedichte mit philosophischen Wahrheiten und Erkenntnissen von bekannten oder unbekannten Philosophen. Die meisten Sprüche kennt man irgendwie schon, manche sind wiederum neu. Nur die Auslegung kann ganz anderer Natur sein wie zum Beispiel: „Ein Neustart wird Dir weiter helfen!“ Ist hier vielleicht der Computer gemeint? Dein PC ist festgefahren – ein Neustart hilf da mit Sicherheit! Oder aber mit einer viel weit- und folgenreichenderen Interpretation wie: Kündige Deinen Job und fange etwas Neues an. Es wird Dir besser gehen.

Lustig wird es vor allem, wenn das Deutsch der kleinen Texte nicht ganz so grammatikalisch in Ordnung ist. Dann kann sich der Glückskeks-Fan gut und gern einen altehrwürdigen Japaner in seiner Tracht vorstellen, der etwas zum Besten gibt wie z.B. „Schau! Das Glück ist um Sie herum“. Genau wie dieser Spruch, der nun wirklich nach STAR WARS anmutet, als hätte ihn Yoda selbst geschrieben und in einen Glückkeks verpackt: „Vorsichtig sein, wenn er in der Finsternis allein spazieren geht.“ Natürlich kann so mancher Spruch auch der Liebe auf die Sprünge helfen: „Eine Person ist Ihnen nahe.“ oder „Ein Bewunderer verbirgt Deine Zuneigung für Dich.“ Und wenn eine Verhandlung im Beruf ansteht, dann gibt dieser Spruch bestimmt ebenfalls den nötigen Mut mit auf den Weg: „Sie sind ein hervorragender Taktiker.“

Glückskeks-Spruch

Glückskeks-Spruch

Egal welcher Spruch in einem der Glückskekse stecken mag; er gibt dem Glückskeksbesitzer Kraft und lässt ihn positiv in die Zukunft schreiten.

Wer Glückkekse selber backen möchte, findet hier ganz gute Rezepte:

marions-kochbuch.de – Rezept für Glückskekse

Ein Glückkeks-Generator aus dem Internet für bei diesem Wort:

Glückkeks-Generator



Lyrik: Texte in Kurzform – Werden Gedichte überhaupt noch wahrgenommen und gelesen?

Ein Gedicht von Jens Böhme

(Meißen 1999)

Zukunftskenner*

Wer die Zukunft kennt,

weiß, was er verpennt.

So erfahre ich sie lieber nie,

bleib so dumm wie’s Federvieh.

*(Anthologie: da ist ein Drängen in mir, Fünfzehn Autoren des Kulturaumes Elbtal, Prosa und Lyrik, Hrsg. Stadtbibliothek Riesa, Riesa 2000)

Rubrik Lyrik auf dem Blog „Der Tausendfüßler“ eröffnet

Werter LeserIN meines Blogs, ich überlege schon seit geraumer Zeit, ob ich nicht eine extra Rubrik für Lyrik aufmache. Seit meiner Jugend entsteht, neben prosaischen und journalistischen Texten, jedes Jahr ein Konvolut von Gedichten. Hier und da, je nach Stimmung und Situation, schreibe ich Gedanken in Gedichtform nieder. Mal ist es ein Aphorismus, dann wieder ein Gedicht in prosaischer Form, aber auch ein klassisches Sonnet gehört dazu und immer wieder mal ein Text im Stil alla Charles Bukowski. Je nach Gemütsverfassung und Stilistik verfasse ich Gedichte. Diese eigentlich seit Jahren für die virtuelle Schublade, indem ich sie in einem Worddokument abspeichere und in einen Ordner verfrachte, der dann irgendwo im Festplattennirwana verschwindet.

Meine Forderung & die Frage: Freiheit für Texte

Ab und zu kommt es zu Situationen, dass ich diese Tetxe direkt vom Laptop oder schon ausgedruckt vom Papier Freunden bei mir zu Hause vorlese. Natürlich dann, wenn ich in Laune bin und es gerade die Situation dafür ist, dann beginne ich mal mehr – mal weniger gut meine Texte zu rezitieren und  frage mich gleichzeitig immer wieder: Gibt es da noch mehr Leser, noch mehr Geister, noch mehr Interessierte im Zeitalter von facebook, E-Mail und unendlicher Textproduktion, die sich die Zeit nehmen Gedichte lesen?

Ich hoffe es …

Gotthold Ephraim Lessing – Gedanken aus dem Vorwort „Vorrede zum ersten und zweiten Theile der Schrifften“

Seit jeher zitiere ich gern Lessing, wenn ich von meinen Gedichten spreche:

„[…] Ich band mich also lieber an nichts und schrieb sie so auf, wie es mir jedesmal am besten gefiel. Daher kömmt es, daß einige niedrig genug sind, andere aber ein wenig zu poetisch. Daher kömmt es sogar, daß ich verschiedene lieber in Prosa habe erzählen wollen als in Versen, zu welchen ich vielleicht damals nicht aufgelegt war. […]“*

Ich möchte mir nichts anmaßen, weder  verstehe ich mich als großer Lyriker, jedoch aber als ein Freund und Liebhaber dieser Textdarstellung und Gedankenwiedergabe. Mein Anspruch ist demzufolge in Verben wie  „unterhalten“, „aufzurütteln“ oder „nachempfinden“ zu bündeln. Ich möchte den Leser zum Lächeln oder auch nur für den Augenblick zum Schmunzeln  bringen. Der Leser soll sich am Plot des Gedichtes, ob nun gereimt oder ungereimt, erfreuen oder die Zeilen einfach nur wirken lassen. Das, genau jenes, ist mein Anspruch. Nicht mehr und nicht weniger.

Viel Spaß beim Lesen.

*Quelle Zitat: Märkischer Dichtergarten: Die Ehre hat mich nie gesucht, Lessing in Berlin, Gedichte, Stücke, kritische Schriften, Briefe, Hrsg. Gerhard Wolf, Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1986.

Gedicht von Jens Böhme: Dialog mit der Liebe

Gedicht „In einem Zustand“ von Jens Böhme in der Zeitschrift SCHÖNGEIST



Zeile für Zeile schreibe ich – Zeile für Zeile lese ich

Das Autorenprojekt Zeilensurfer

Ich möchte hier ein Projekt vorstellen, auf das mich ein Journalistenkollege aufmerksam machte. Wie bei allen Projekten steht am Anfang eine Idee mit einem Ziel dahinter.Hier steht in erster Instanz die Person Jonas Kassner hinter der Idee eine Plattform für feste Autoren zu etablieren. Er kreiert die Webseite nicht nur grafisch, sondern engagiert sich vor allem auch als einer der Hauptautoren mit eigenen Texten.

Wie eine Zeitung der Literatur

Webseite - Zeilensurfer

Webseite – Zeilensurfer

Die Webseite Zeilensurfer soll wie eine digitale Zeitung mit festen Autoren funktionieren. Die Autoren werden in einer separaten Vita vorgestellt und veröffentlichen in (vorerst unregelmäßigen) Intervallen eigene und vor allem unterschiedliche Texte aller Genres. Literarische Schmankerl von Gefühlen, Gedanken, Begebenheiten und den verschiedenen Sichtweisen des jeweiligen Autors sind zu lesen. Ebenso ist es gewünscht, dass der Leser in den Texten biografischen Bezug wahrnimmt. Gerade das macht den Text interessanter und den Autor fassbarer. So dürfen durchaus tagebuchartige Anekdoten und Kurztexte auf der Webseite Zeilensurfer gegenüber rein fiktiven Themen und Ereignissen in Textform stehen. Wir reden hier von mittleren Texten und Textfragmenten, die aus dem unmittelbaren Leben der Schreibenden erwachsen.

Ziel der Seite ist es einen festen Leserkreis zu gewinnen, der sich für das Projekt im Ganzen interessiert oder auch nur den einzelnen Leser, der sich genüsslich der Schreibe seines Lieblingsautors widmet. Auch von der Idee des Gastautors war die Rede. Damit können sich zusätzlich externe Autoren am Literaturprojekt engagieren, die nicht zu den Stammautoren gehören. Ihren Texten wird somit eine jederzeit aufrufbare Plattform im Netz gegeben, anstatt dass sie in der virtuellen Schublade zu vergammeln drohen.

Zeilensurfer – Das Intro der Seite

„Es gibt Menschen, die schreiben Geschichten. Andere des Nachts Poesie. Es gibt solche, die kritzeln in der U-Bahn Titel neuer Drehbücher in ihr Notizbuch. Wieder andere schreiben Tagebuch aus Zeitvertreib. Manche trällern unter der morgendlichen Dusche Verse unbekannter Popsongs. Andere tüfteln seit Jahren heimlich an ihrem Meisterwerk. Der Zeilensurfer ist eine Plattform für diese Leute. Für Literatur. Für Wortketten und Wortfetzen. Für das Leben in Textform.

Der Zeilensurfer bietet die Möglichkeit, zum Autor zu werden. Texte zu veröffentlichen, auf sich aufmerksam zu machen. Und er bietet die Möglichkeit, kennen zu lernen. Unerwartetes, Unerhörtes, Unglaubliches. Ganz egal, wie: Der Zeilensurfer ist dazu da, beschrieben und gelesen zu werden. Text zu beleben und das Leben zu vertexten. Schnell und wendig, aber immer mit Tiefgang.“

Für Autoren und Leser

Sicherlich wird es mit der Zeit hier und da Veränderungen geben, nicht nur bei den Autoren, sondern auch in der Aufmachung der Webseite Zeilensurfer; denn schließlich ist die Idee an sich stets der Anfang von allem. Die Umsetzung in die Realität hingegen ist der nächste Schritt, um größer zu werden. Was wächst verändert sich nun mal. Gespannt kann der Leser beobachten in welche Richtung es geht, welche Texte dargeboten werden. Der mittelfristige Plan ist, dass Autoren kommentiert werden können. Die Diskussion soll die Mauer zwischen Autor und Leser hinwegfegen und Freiraum für neue Ideen auf beiden Seien geben. Der Zeilensurfer ist demzufolge ein Projekt, das Autoren und Leser gleichermaßen anspricht.