Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Frühlingsgedicht von Sebastian Gottschall
14. Mai 2017, 16:51
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Frühlingsgedicht von Sebastian Gottschall*

Ein Zirbit froh vom Baum her zirpt,
es drosselt die Amsel auf dem Ast.
Frohgemut wird hier gewirkt,
damit der Klang zur Jahreszeit passt.

Die Sonne zeigt wieder länger ihr Gesicht,
Wärme durchdringt die Leiber.
Der Winter ist nun entwischt,
doch hinterlässt er keine Neider.

Die Blüten öffnen ihre zarten Knospen,
die bunten Wiesen sind ein Segen,
dieses Glück wird niemanden was kosten,
nur den Mann aus Schnee das Leben.

Frühling ist’s in meinem Revier,
da gibt es kein Entrinnen,
da freut sich Pflanze, Mensch und Tier
und alle tanzen wie von Sinnen.

Essen, 06.05.2014

(*Dieses Gedicht stammt aus dem kreativen Nachlass meines besten Freundes, der im August 2016 an Krebs verstorben ist.)

Noch ein Gedicht von Sebastian:

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Sein letztes Gedicht
25. September 2016, 23:23
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Ein letztes Gedicht – Sein letztes Gedicht

Im Laufe der Zeit
ging es bergab.
Jetzt ist es soweit,
jetzt wird‘s langsam knapp.

Sebastian Gottschall*

Bild meines besten Freundes bei einer Fotosession 1996

Bild meines besten Freundes bei einer Fotosession 1996

In Gedenken an meinen besten Freund. Du wirst mir fehlen …

(*Dieses Gedicht stammt aus dem kreativen Nachlass meines besten Freundes, der im August 2016 an Krebs verstorben ist.)