Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Der Roman „Der Tausendfüßler“ – Fakten Fakten Fakten

Der Tausendfüßler - Cover

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Fakten Fakten Faken – Der Roman in der Statistik

  • Der Roman beginnt mit einem Prolog
  • insgesamt 16 Kapitel
  • in 3. Teile eingeteilt
  • 265 Seiten
  • Coverbild: Jens Böhme
  • Autorenfoto: Melanie Meier
  • ISBN-Nummer: 978-3-86805-384-5


Das lange Warten hat ein Ende

Berlin, 6. Mai 2009

Eigentlich hätte ich ja heute den Prototypen erhalten sollen, um alles zu checken und um dann mein „Okay“ für die Freigabe zum Druck zu geben. Aber der Briefkasten war leer. Ich bin extra zweimal zum Briefkasten gegangen. Felsenfest habe ich damit gerechnet das erste Buch – wenn auch nur den Prototypen – heute in der Hand zu halten. Frau L. vom Verlag meinte Mittwoch. Also hatte ich mich auch geistig auf Mittwoch eingeschossen. Natürlich weiß ich, dass nicht immer alles auf den Tag, die Stunde, ja auf die Sekunde genau terminiert oder versprochen werden kann. Auch wenn wir das immer gern so hätten. Also heißt es noch einmal eine Nacht schlafen und dann mit großer Erwartung erneut zum Briefkasten gehen.

Ich fühle mich im Moment wie damals als Kind zu Weihnachten oder vor dem Geburtstag: Ich kann es kaum Erwarten …

Berlin, 7. Mai 2009

Cover - Der Tausendfüßler

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Yeahhh … heute habe ich ihn endlich im Briefkasten gehabt – den Prototypen. Erst als ich wieder in der Wohnung war, habe ich die Büchersendung hastig ausgepackt und das Büchlein bewundert. Auf dem Sofa in meinem Zimmer bin ich dann wild ins Blättern geraten und habe mir alles genau angeschaut. Mit einem himmlischen Glücksgefühl, konnte ich dann entspannt realisieren, dass es jetzt den Roman „Der Tausendfüßler“ wahrhaftig gibt.

Nach dem Check und der Druckfreigabe warte ich nun auf die Bestätigung, dass ich meine Autorenexemplare erhalte und die ISBN-Nummer frei geschaltet ist. Erst dann kann der Roman bei mir, in den Buchhandlungen oder über den Verlag bestellt werden.

Berlin, 8. Mai 2009

Nein, ich habe nicht geträumt. Jetzt hat sich die Geschichte in einem handfesten Buch tatsächlich materialisiert. Auch am Morgen nach Erhalt des Prototypen war das Buch immer noch fassbar … und dies wird es mit Sicherheit auch bleiben. „Ick freu mir!“ würde der Berliner sagen.



Das Paradox

Von einem Wettbieten war die Rede gewesen

In letzter Zeit gab es einen regen Diskurs über exorbitante Autorenhonorare und der überhöhte Ankauf von Lizenzen von bekannten Autoren in Millionenhöhe. So hat zum Beispiel der S. Fischer Verlag für die Lizenzen des Buches „Das Spiel des Engels“ und drei weitere Kinderbücher von Carlos Ruiz Zafòn in Deutschland 3 Millionen Euro hingeblättert.

Einerseits gelten bekannte Autoren als Zugpferde für die Verlage, diese bringen die Auflage und die Millionen. Mit diesem Geld könnten und werden mitunter unbekannte Autoren gefördert. Anderseits wiederum werden diese Gelder für gigantische Honorare an eben jene Zugpferde ausgegeben. Der unbekannte Autor bleibt hier mit größter Wahrscheinlichkeit wieder auf der Strecke?



Im Vorfeld des Literaturzirkus

Blinde Manuskripte

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Bücherregal

Die meisten unbekannten Autoren dürften das Gefühl und die Enttäuschung kennen, wenn man einem Verlag ein Manuskript zugesandt hat und dieser dann nach geraumer Zeit eine Absage zurück schickt. Mitunter hat der Autor auch den Fehler begangen und das Manuskript blind an irgendeinen Verlag gesandt ohne darauf zu Achten in welcher Sparte sich der Verlag befindet und welche allgemeinen Konditionen dieser anbietet. Auch ist es wichtig im Vorfeld einmal zu eruieren wie groß der Verlag ist bzw. in welchem Konzerngeflecht dieser agiert und mit welchen Zugpferden von Autoren sich dieser schmückt. Das kann sehr hilfreich sein, um zu wissen, welche Chance das Manuskript hat gelesen und letztendlich angenommen zu werden.

Der Literaturagent

Noch besser ist es einen professionellen Literaturagenten zu beauftragen, der sich in der hiesigen Verlagslandschaft auskennt. Dieser hat zudem die nötigen Kontakte und die langjährige Erfahrung und weiß, welche Verlage welches Genre bedienen, welcher Verlag finanziell zu kämpfen hat und demzufolge mit größter Wahrscheinlichkeit mit unbekannten Autoren kein Risiko eingehen wird.

Nicht nur die Absage eines Verlages – um hier für die Motivation aller Autoren den Singular zu benutzen – enttäuscht ungemein, sondern erst recht die eines Agenten, deren Honorare bei erfolgreich vermitteltem Manuskript zwischen 15 bis 20 Prozent des Autorenhonorars liegen. Schon an dieser Hürde zu scheitern oder – wollen wir nicht vom Scheitern sprechen – sich daran die Zähne auszubeißen, frustriert und der Autor fragt sich: Was steckt dahinter?

Im eigentlichen Sinne – Dienstleister

Literaturagenten sind diejenigen, die den Autor als ihr Kapital ansehen und ansehen sollten. Kapital ist vielleicht zu hart ausgedrückt, aber ich denke es trifft den Nagel auf den Kopf. Sie sind im eigentlichen Sinne Dienstleister. Ziel ist es den Autor, sprich den Kunden, um im betriebswirtschaftlichen Sinn zu definieren, zufrieden zu stellen. Befriedige ich einen meiner Kunden verdiene ich natürlich daran und mit jeder Befriedigung erlange ich diese zugleich auch noch selbst. Doch im Zuge der Wirtschaftskrise bekommt der Begriff Dienstleister auch in diesem Segment einen etwas schwammigen Hauch bzw. eine ureigene Definition.

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Bücher über Bücher

Manche Agenturen haben ihr Ethos was die Qualität der Texte anbelangt – zu Recht will ich meinen. Aber ich wage zu behaupten, dass es sicherlich auch jene gibt, die lieber um fette Lizenzen feilschen und nur die renommierten „eierlegenden Wollmilchsäue“ an die Verlage bringen wollen. Von korrekter wirtschaftlicher Kalkulation, ob das Manuskript publikumskonform – sprich eine Marktchance – hat, ist ebenso auszugehen und der Autor sollte sich stets auf eine derartige Diskussion vorbereiten. Mit Sicherheit spielt auch ein wenig die Subjektivität gegenüber des Autors und des Textes eine gewichtige Rolle und die reellen Chancen bei den Verlagen. Alles in allem ein verquirlter Entscheidungsportfolio in dem ein kleines Quäntchen Glück auch noch eine bedeutende Rolle spielt.

Natürlich sollte erwähnt werden, dass das Agenturensystem in Deutschland noch nicht gleichartig etabliert ist wie in anderen Ländern; vor allem im Vergleich zu den angelsächsischen Ländern. Das Dreieck „Autor – Agentur – Verlag“ funktioniert dennoch ganz gut und gibt dem Autor die erhöhte Chance über einen Vermittler sein Buch publiziert zu sehen.

Texte müssen überzeugen

Bei aller Kritik, eines ist natürlich klar, in erster Linie muss ein Text überzeugen. Nicht immer im literarischen Sinne, sondern oftmals mit dem Namen und der Kaufkraft des Genre, mitunter auch mit der Schockwirkung des Inhaltes so manchen Textes.

Marketing ist dabei das A und O und so manche gute Story hat schon im Vorfeld verloren, wenn so genannte Autorenverlage kein richtiges Marketing zur Verfügung stellen, sondern die Bücher nur produzieren.