Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Artikel von Jens Böhme auf der Jobbörse ABSOLVENTA – Thema: Knigge in der Arbeitswelt
Jobbörse ABSOLVENTA

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Der „kleine Knigge“ in der Arbeitswelt (1) – Die Begrüßung

Gerade für Berufseinsteiger stellt sich oft die Frage: Wie verhalte ich mich richtig bei einer Begrüßung? Ob im Vorstellungsgespräch oder am ersten Tag im neuen Unternehmen, wenn der Neuling einen kleinen Leitfaden im Kopf hat, tritt er weniger in die berühmt berüchtigten Fettnäpfchen.

Die Begrüßung, wohin mit der Hand?

Beim Vorstellungsgespräch ist der Bewerber schnell geneigt mit der Tür ins Haus zu fallen und rennt mit offener Hand dem Personaler oder dem Chef entgegen. Eigentlich will man ja nur freundlich sein, aber zum richtigen Verhalten gehört dies nicht. Sicherlich ist diese Variante der Begrüßung alle mal besser als gar nicht zu grüßen, aber im Vorfeld zu wissen, wem denn nun der erste Händedruck gebührt, macht vieles leichter. Bei einem Vorstellungstermin sollte der Bewerber freundlich grüßen und warten bis ihm die Hand gereicht wird. Im beruflichen Alltag dagegen entscheidet die Hierarchie. Wo sonst üblicherweise der Dame zuerst die Hand zur Begrüßung entgegen getreckt wird, ist hier dem Chef die Hand zu reichen. Er rangiert vor Bediensteten. Ansonsten gilt wie im Privatleben: Ältere vor den Jüngeren und Damen vor den Herren.

Der Kontakt – Das Händeschütteln

Da in unserem Kulturkreis Blickkontakt unverzichtbar ist, sollten bei einer Begrüßung seinem Gegenüber in die Augen geschaut werden. Ein kurzer Händedruck reicht dabei völlig aus. Dass ein Handschlag nicht gleich Handschlag ist, hat sicherlich ein Jeder schon erfahren. Er sollte weder zu schwach noch zu fest sein. Zwar existieren Muskeln in der Hand, die bewegt werden können, anderseits befindest Du Dich hier nicht in einem Ringkampf. Beides ist unangenehm und macht einen schlechten Eindruck. Aber besser etwas kräftiger zudrücken als dem gegenüber eine schlaffen Hand zu reichen. Laut einr Studie haben Bewerber, die dem Chef oder dem Personaler mit einem ordentlichen Händedrück begrüßen, bessere Chancen auf den Job.

Sollte jemand zu Schweißhänden neigen, dann vorher unauffällig vor dem Händeschütteln abwischen. Die andere Hand sollte während der Begrüßung nicht in einer der Hosentasche verweilen. Das ist ausgesprochen unhöflich und kann äußerst arrogant wirken.

Die Anrede – Prof. Dr. und so weiter und so fort …

Bei einer Anrede sollte stets der akademische Grad mit genannt werden, wenn der zu Begrüßende einen solchen trägt. Hat er mehrere wird selbstverständlich nur der Höhere genannt. Besitzt die Person zusätzlich einen Doppelnamen, dann muss – auch wenn es nervig erscheint – der volle Name genannt werden. Eventuell bietet der Kollege oder Chef nach einiger Zeit eine Kurzvariante an. Sich selbst sollte man bei der Nennung des eigenen Titels zurück halten. Das wirkt weniger aufgeblasen und bewahrt die Contenance.

Was bei einer Begrüßung nicht getan werden sollte!

Auch wenn Du noch niemanden kennst und Du nicht weißt, ob Dir der Chef oder der Praktikant entgegen kommt. Als Faustregel gilt: Wer den anderen zuerst sieht, grüßt auch als erstes. Die Tonnuance, die Du dabei anschlägst, überlässt Du dem Verhältnis zur jeweiligen Person. Was gar nicht geht, ist überhaupt nicht zu grüßen! Das ist in jedem Fall ein Fauxpas. Auf der Toilette zum Beispiel solltest Du niemals einer Person die Hand reichen. Ein Kopfnicken bzw. ein freundliches „Guten Tag“ ist in dieser Lokalität diskreter und reicht völlig aus.

Fazit: Es gibt kein Lehrbuch, das all den verschiedenen Begegnungen mit seinen Mitmenschen – ob privat oder im Berufsleben – gerecht wird und als Anleitung dienen könnte. In vielen Situationen bedarf es oftmals einfach eines richtigen Gespürs für die passende Begrüßung. Doch das kleine „Knigge-1×1“ im Hinterkopf und ein freundliches Lächeln im Gesicht sind schon die halbe Miete und können die Basis für eine gute Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen bilden.

Der Artikel  „Der kleine Knigge“ in der Arbeitswelt (1) – Die Begrüßung“ auf absolventa.de.

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Tagebuchauszug: 16. Februar 2007

Berlin, 16. Februar 2007

Fuhr ich doch Richtung Kochstraße in der U-Bahn unter der Friedrichstraße, um dort Sushi zu holen für den gemeinsamen Abend in unserer WG.

Steigt doch zwei Stationen vorher wieder ein Obdachloser in den Waggon ein und beginnt seine Rede. Schon als ich ihn einsteigen sah, dachte ich mir genervt:

Jetzt geht schon wieder die alte Leier los.

Doch!

Nach dem typischem „Hallo, ich …“, ging er witzig über zu „…ich nehme auch Diamanten, Brillianten, Aktienpapiere, Kreditkarten …“ Die Leute in deren Gesichter ich das Gleiche las, was ich zuvor dachte, fingen an zu grinsen. „Ein bisschen Spaß muss sein“, fuhr er fort, „unterstützten Sie meine ICH-AG. Angie, unsere Angie, mit der ich gestern telefoniert habe, macht das auch …“

Einige der Leute mussten daraufhin richtig lachen, aber leider gab keiner von ihnen etwas. Ich muss gestehen, ich auch nicht. Bin derzeit zu knapp bei Kasse, um hier und da den Fragenden etwas zu geben und hatte  auch just in diesem Moment kein Kleingeld dabei. Die „Angie“ ist sicherlich nicht – knapp bei Kasse -, obwohl sie ja den begehrtesten ICH-AG-Job in Deutschland hat, den es zu vergeben gibt:

Nämlich „Bunte-Kanzlerin“ … wie der Obdachlose noch am Schluss erwähnte bevor er uns dann wieder verließ.



Der Tausendfüßler – Interview im Wochenkurier mit Jens Böhme
18. Juni 2009, 12:17
Filed under: Literatur-Info & mehr | Schlagwörter: , , , , ,

Das Interview zum Roman „Der Tausendfüßler“ mit Jens Böhme

Jens Böhme - Der Tausendfüßler

Jens Böhme - Der Tausendfüßler

Letzte Woche befand ich mich in meiner Heimat Meißen. In erster Linie zum Besuch bei meiner Mutter, die ich hiermit herzlichst grüße und des Weiteren um im Vorfeld des Meißner Literaturfestes Interviews zu meinem neuen Roman „Der Tausendfüßler“ zu gegeben.

Da die Online-Medien stets etwas schneller sind als das Printmedium selbst habe ich jetzt schon ein Interview für die interessierten Leser meines Romans.

Das Interview erschien im Wochenkurier am 16. Juni 2009.

Komplett zu lesen unter nachfolgendem Link:

Interview mit Jens Böhme im Wochenkurier

Anmerkung des Autors zum Link „Interview mit Jens Böhme im Wochenkurier “ (7. Juli 2009):

Leider ist der Link zum Interview im Wochenkurier nur für einen begrenzten Zeitraum aktiv gewesen. Es gibt kein Archiv und seit letzter Woche verweist dieser nur auf die Startseite des WochenKuriers. In Kürze folgt das Interview in einem neuen  Artikel als Posting oder Scan. Ich bitte um etwas Geduld für den interessierten Leser. (JB)



Schulze gets the blues – Eine Begegnung mit Horst Krause
5. Juni 2009, 17:25
Filed under: Anekdoten | Schlagwörter: , , , , , ,

Der Kühlschrank war leer und ich war mit meinem Mitbewohner am Dienstag diese Woche bei Reichelt einkaufen. Einem Supermarkt an der Levetzowstraße nicht weit von meinem alten Kiez. In dieser Gegend habe ich ganze vier Jahre gewohnt. Von da aus kann man sogar die Goldelse auf der Siegessäule sehen; je nachdem wo man gerade steht.

Im Supermarkt

An der Fleischtheke vorbei hatte ich von Sascha den Auftrag doch Hackepeter zu holen. Als ich dann knapp 500g bekommen hatte und nebenbei auf meinem Handy eine Notiz eintippte, kam mir im Gang ein Mann entgegen dem ich ausweichen musste. Ich sah kurz auf und … „Aber, … aber … aber das ist doch ‚Schulze gets the blues’“. Oder ist er es nicht. „Hmm …“, dachte ich und war mir nicht sicher und ging weiter. Bei Sascha angekommen, erzählte ich ihm kurz von meiner Vermutung. Wir holten hier und da noch ein paar Waren ein und dann ging es Richtung Kasse.

Im Fahrstuhl

Da der Reichelt einen Fahrstuhl zur Tiefgarage besitzt und wir mit dem Auto unterwegs waren, mussten wir mit unserem Einkaufswagen eben diesen benutzen. Wie es der Zufall so will, schiebt doch tatsächlich „Schulze gets the blues“ den Einkaufswagen auch noch mit hinein. Ganz ehrlich – ich wäre nicht Jens, wenn ich nicht nachharken würde und nur stumm da stehen würde. Also fragte ich Herrn Horst Krause, ob er es wirklich ist und er bejahte dies. „Na also“, dachte ich und lächelte Herrn Krause fröhlich zu und ein zu kurzes Schwätzchen ergab sich im Fahrstuhl. Sascha hörte gespannt zu.

Ein Foto

Schnappschuss

Schnappschuss

In der Tiefgarage angekommen, fragte ich Herrn Krause höflich, ob er denn nicht ein Foto mit mir machen möchte. Und siehe da, ohne mit der Wimper zu zucken und sehr heiter aufgelegt, gab er mir ein „Selbstverständlich!“ zurück. „Wie woll’n sie denn?“

„Na gleich hier, ganz unkompliziert. Von mir aus auch mit dem Einkaufswagen“, meinte ich.

So entstand das Bild mit dem Schauspieler Horst Krause und dem Einkaufswagen vor uns. Ich muss sagen, ich habe mich sehr gefreut Herrn Krause alias „Schulze“ im Film – Schulze gets the blues – getroffen zu haben. Ich wünschte ihm noch einen angenehmen Abend und bedankte mich. Zu Hause in der WG erzählten wir dann die bei Hackepeter und Schnitte die überraschende Begegnung unserer Mitbewohnerin – der Jazz.