Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Hintergrundbericht zur Entstehung des Romantitels „Der Tausendfüßler“

Mit Feder & Tinte

Feder & Tinte

Feder und Tinte

Als ich die erste Seite des Romans schrieb, damals ein Experiment mit Feder & Tinte auf einem exquisiten Block Edelleinen, hatte der Beginn etwas Kafkasches. Oder sagen wir, ich war von Franz Kafka inspiriert worden. So schrieb ich in alter Romanciermanier die ersten Zeilen und wollte eigentlich eine Kurzgeschichte zum Besten geben und gleichzeitig die Technik des Schreibens mit Feder & Tinte ausprobieren. In Abständen tauchte ich die Metallfeder – das Set war ein Geburtstagsgeschenk 1999 – in das Tintenglas. Immer dann, wenn ich wieder Lust hatte mich dieser kreativen Schreibweise zu bedienen, schrieb ich an dem Text weiter und er wuchs. Es wurden immer mehr Seiten und der ganze Block füllte sich allmählich. Ich kaufte mir daraufhin einen Zweiten. (Bilder von diesen beschrieben Seiten mit Tinte sind hier im Blog auch zu erspähen.)

Notebook versus Schreibgerät

Tintenfleck

Tintenfleck

Da sich die Geschichte jedoch arg vergrößerte und sie mit der 1. Seite im Stiele Kafkas – wie es mir vorkam – nichts mehr zu tun hatte, sattelte ich um auf den heimischen Laptop. Das ging schneller und strapazierte meine Hand weniger, denn ich musste schon recht ordentlich mit der Feder aufdrücken. Vor allem wenn die Tinte wieder zur Neige ging, floss die Buchstabensaft nicht mehr so leicht auf das Blatt Papier. Denn hätte ich vorzeitig erneute Tinte der Feder zugeführt, bestand jederzeit die Gefahr, dass die Schrift sich viel zu dickflüssig generierte oder aber die Feder schlichtweg kleckste.

Edelleinen - Briefalux

Edelleinen - Briefalux

Es ging also weiter. Der Roman bekam Gestalt und irgendwann musste ich mir in Abständen eindeutig überlegen, wie es mit der Geschichte weiter geht bzw. wo es eigentlich hingehen soll. Am Anfang habe ich einfach nur geschrieben. Hier und da entstanden handschriftliche Fragmente, die ich auch außerhalb der Wohnung in Cafes, in Pausen, auf Bänken im Park, im Zug auf Reisen usw. notierte. Manchmal durchaus mehr als eine Seite, ein anderes Mal war es wiederum nur eine Dialogsequenz, die ich mit nach Hause brachte.

Der Protagonist Conrad Wipp

Nach etwas mehr als 30 Seiten zeichnete sich das Dilemma des Protagonisten Conrad Wipp ab – er krankt seelisch an zwischenmenschlicher Kommunikation – und lebte seit einiger Zeit bis zum Beginn der Geschichte im 1. Kapitel ein zurück gezogenes von der Gesellschaft entferntes Leben. Meine Figur, so kam es mir in den Sinn, soll am Anfang in seinem Dilemma vorgestellt werden und während des Romans eine Entwicklung vollziehen. Eine Charakterentwicklung mit einem abwechslungsreichen Plot im Hintergrund einer spannenden und unterhaltsamen Liebesgeschichte. Ich denke, es ist mir gelungen und die Geschichte nimmt von Seite zu Seite mehr Gestalt an und Conrad Wipp bekam somit ein passendes modernes Umfeld in dem er sich entwickeln kann. Ob er es nun schafft oder nicht verrate ich selbstverständlich nicht hier, sondern nur im Buch.

Der Tausendfüßler - Verknotete Füsse

Der Tausendfüßler - Verknotete Füsse

Wie entstand die Idee den Romantitel „Der Tausendfüßler“ zu benutzen?

Öfter hört man sicherlich, dass es einen Arbeitstitel gibt den der Autor während des Schreibens benutzt. Manchmal bleibt er dann als richtiger Titel so stehen, aber oft wird dann ein marketingträchtiger Name durch den Verlag gesucht oder aber der Autor findet am Ende dann doch noch einen treffenderen Titel. Genau dann, wenn er einen göttlichen Überblick über die fertige Geschichte hat. Irgendwann musste und wollte ich auch einen Arbeitstitel benutzen und da öffnete mir ein Interview aus dem Buch „Nicht nur freche Sprüche“ von Gregor Gysi (Hrsg.: von Jürgen Reents und Hanno Harnisch, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 1998) die Augen.

Der Tausendfüßler

Eine Sequenz aus dem Interviewauszug mit Eva Gesine Baur mit der Überschrift „Noch nie Frau gewesen“ brachte es wahrlich auf den Punkt. Interviewsequenz – Gregor Gysi und Eva Gesine Baur

„[…]

Wer hat Ihnen das Reden beigebracht?

Ich habe nie einen Kurs besucht oder Bücher über richtiges Reden studiert. Mir hat mal jemand seine Magisterarbeit zugeschickt, in der er meinen Redestil analysiert hat, Verben, Substantive und Satzlängen abgezählt. Habe ich bis Seite fünf gelesen und dann zurückgeschickt mit einem netten Brief.

Was stand da drin?

Daß ich die Arbeit leider nicht lesen könne, weil ich sonst das Reden verlerne. Wenn ein Tausendfüßler darüber nachdächte, wie er geht, würde er sämtliche Beine verknoten.

[…]“

In diesem Moment hatte ich meinen Titel und die perfekte Situationsbeschreibung wie es meinem Protagonisten Conrad Wipp im Roman ergeht. „Der Tausendfüßler“ mit dem bildhaften Vergleich der verknoteten Beine, der Lähmung seiner Kommunikation passte wie die Faust aufs Auge. Geboren war nicht nur der Arbeitstitel, sondern der letztendlich feststehend Titel des Romans DER TAUSENDFÜSSLER.



Der Autorenvertrag

Durchgelesen, unterschrieben, eingetütet, zugeklebt und jetzt:

Jetzt ist er raus – der Autorenvertrag.

Gestern fand ich diesen zusammen mit der Auftragsbestätigung der Startauflage des Romans „Der Tausendfüßler“ in meiner Post. Da glänzten die Augen vor Freude. Heute auf dem Weg zum Rosa-Luxemburg-Platz werde ich den Autorenvertrag in den nächsten Briefkasten werfen, so dass er nächste Woche von der anderen Vertragpartei dem Verlag book-on-demand unterschrieben werden kann.

Mitte bzw. Ende nächster Woche, wurde mir von Frau L. gesagt, wird das Buchblocklayout fertig sein und ich weiß dann wie viel Seiten mein Roman nun wirklich haben wird. Momentan wurde er mit 400 Seiten – hochgerechnet – kalkuliert. Ich denke aber, dass es sich realistisch um eine Zahl handelt, die sich im Bereich zwischen 350-380 Seiten Taschenbuchformat einpendelt. Erst dann kann der endgültige Verkaufspreis festgelegt werden.

Als nächstes folgt dann Buchumschlagslayout. Nun denn, packen wir es an …



Der Berliner Fernsehturm – Turmschmuck
Bekritzelter Fernsehturm

Bekritzelter Fernsehturm

Die Sonne am Alexanderplatz schaffte es heute erneut ein Lächeln auf die Gesichter der Berliner zu zaubern. Der Berliner Fernsehturm selbst brachte das Staunen.

Am Vormittag konnte jeder sehen, der zufällig einen flüchtigen Blick auf den Fernsehturm warf, dass Fassadenkletterer wieder eine Botschaft anbrachten. Wer der Initiator hinter den unterschiedlich krakeligen Sprüchen an der Außenfassade des Turmes war, konnte zu diesem Zeitpunkt mit bloßem Auge noch nicht festgestellt werden. Erst am frühen Nachmittag als ich mit der S-Bahn vom Alexander Platz aus wieder nach Hause fuhr, sah ich vom Fensterplatz aus nur kurz, dass die Hauptstadtkampagne „be-Berlin“  (sei-Berlin) dahinter stecken muss. Ich hoffe, ich irre mich da nicht? Mal sehen was die hiesigen Tageszeitungen morgen dazu zu berichten haben. Die Idee jedenfalls finde ich originell. Da der Betrachter des oberen Bildes die mutigen Fassadenkletterer nicht genau sehen kann, gibt es auf dem nachfolgenden Bild eine heran gezoomte Nahaufnahme meiner kleinen Hosentaschen-Digicam (Samsung NV20).

Etwas mehr sollte hier nun zu erspähen sein …

Nahaufnahme - Arbeiten an der Fassade

Nahaufnahme - Gestaltung der Außenfassade



Der Tausendfüßler – Eine E-Mail mit 6 MB

Gestern (Montag) habe ich alle Daten in einer 6 MB großen E-Mail an Frau L. gesendet.  Darin befindlich war das komplett korrigierte Manuskript „Der Tausendfüßler“, das endgültige Coverbild (ich hoffe, ich habe das richtige Bild gewählt, lasst Euch überraschen), der Klappentext und diverse andere  relevante Daten zur Buchproduktion.

Autorenfoto - Jens Böhme

Autorenfoto - Jens Böhme

Zuvor jedoch, im Laufe des Vormittags, nach einem Frühstück mit selbst gemachtem Rührei, habe ich von einer Fotografin zu Hause  ein entsprechendes Autorenfoto für das Buch knipsen lassen. Dieses – ganz klassisch – vor meiner kleinen heimischen Bibliothek. Mit dem Bild bin ich sehr zufrieden und wir mussten uns am Ende zwischen zwei Favoriten entscheiden. Letztendlich haben wir jenes ohne Denkerpose (dieses gibt es erst im Buch zu sehen) genommen. Auch alle anwesenden in unserer WG haben das Auserwählte als das Bessere mit einem Fingerzeig attestiert. Im Anschluss habe ich dann die schon vorbereitete Kurzvita unter das Bild gefügt und gleich hinter den Manuskripttext eingefügt. Seitdem warte ich auf einen Rückruf, um Details zur Produktion zu klären. Vor allem was das Layout betrifft, da muss noch die direkte Vorstellung des Machbaren abgeglichen werden.



Zeile für Zeile schreibe ich – Zeile für Zeile lese ich

Das Autorenprojekt Zeilensurfer

Ich möchte hier ein Projekt vorstellen, auf das mich ein Journalistenkollege aufmerksam machte. Wie bei allen Projekten steht am Anfang eine Idee mit einem Ziel dahinter.Hier steht in erster Instanz die Person Jonas Kassner hinter der Idee eine Plattform für feste Autoren zu etablieren. Er kreiert die Webseite nicht nur grafisch, sondern engagiert sich vor allem auch als einer der Hauptautoren mit eigenen Texten.

Wie eine Zeitung der Literatur

Webseite - Zeilensurfer

Webseite – Zeilensurfer

Die Webseite Zeilensurfer soll wie eine digitale Zeitung mit festen Autoren funktionieren. Die Autoren werden in einer separaten Vita vorgestellt und veröffentlichen in (vorerst unregelmäßigen) Intervallen eigene und vor allem unterschiedliche Texte aller Genres. Literarische Schmankerl von Gefühlen, Gedanken, Begebenheiten und den verschiedenen Sichtweisen des jeweiligen Autors sind zu lesen. Ebenso ist es gewünscht, dass der Leser in den Texten biografischen Bezug wahrnimmt. Gerade das macht den Text interessanter und den Autor fassbarer. So dürfen durchaus tagebuchartige Anekdoten und Kurztexte auf der Webseite Zeilensurfer gegenüber rein fiktiven Themen und Ereignissen in Textform stehen. Wir reden hier von mittleren Texten und Textfragmenten, die aus dem unmittelbaren Leben der Schreibenden erwachsen.

Ziel der Seite ist es einen festen Leserkreis zu gewinnen, der sich für das Projekt im Ganzen interessiert oder auch nur den einzelnen Leser, der sich genüsslich der Schreibe seines Lieblingsautors widmet. Auch von der Idee des Gastautors war die Rede. Damit können sich zusätzlich externe Autoren am Literaturprojekt engagieren, die nicht zu den Stammautoren gehören. Ihren Texten wird somit eine jederzeit aufrufbare Plattform im Netz gegeben, anstatt dass sie in der virtuellen Schublade zu vergammeln drohen.

Zeilensurfer – Das Intro der Seite

„Es gibt Menschen, die schreiben Geschichten. Andere des Nachts Poesie. Es gibt solche, die kritzeln in der U-Bahn Titel neuer Drehbücher in ihr Notizbuch. Wieder andere schreiben Tagebuch aus Zeitvertreib. Manche trällern unter der morgendlichen Dusche Verse unbekannter Popsongs. Andere tüfteln seit Jahren heimlich an ihrem Meisterwerk. Der Zeilensurfer ist eine Plattform für diese Leute. Für Literatur. Für Wortketten und Wortfetzen. Für das Leben in Textform.

Der Zeilensurfer bietet die Möglichkeit, zum Autor zu werden. Texte zu veröffentlichen, auf sich aufmerksam zu machen. Und er bietet die Möglichkeit, kennen zu lernen. Unerwartetes, Unerhörtes, Unglaubliches. Ganz egal, wie: Der Zeilensurfer ist dazu da, beschrieben und gelesen zu werden. Text zu beleben und das Leben zu vertexten. Schnell und wendig, aber immer mit Tiefgang.“

Für Autoren und Leser

Sicherlich wird es mit der Zeit hier und da Veränderungen geben, nicht nur bei den Autoren, sondern auch in der Aufmachung der Webseite Zeilensurfer; denn schließlich ist die Idee an sich stets der Anfang von allem. Die Umsetzung in die Realität hingegen ist der nächste Schritt, um größer zu werden. Was wächst verändert sich nun mal. Gespannt kann der Leser beobachten in welche Richtung es geht, welche Texte dargeboten werden. Der mittelfristige Plan ist, dass Autoren kommentiert werden können. Die Diskussion soll die Mauer zwischen Autor und Leser hinwegfegen und Freiraum für neue Ideen auf beiden Seien geben. Der Zeilensurfer ist demzufolge ein Projekt, das Autoren und Leser gleichermaßen anspricht.



Manuskript komplett korrigiert

Neuigkeiten

Das Manuskript ist jetzt unter Dach und Fach. Gestern habe ich die letzten Korrekturen von der Lektorin übersendet bekommen und weitere Absprachen mit Frau L. gehalten. Am Wochenende muss ich jetzt alles fertig machen für den Satz (was alles noch so neben dem Haupttext mit hinein kommt – Prolog, Vita, Widmung, vielleicht auch ein Inhaltsverzeichnis), auch für das Layout (Cover, Klappentext) und alles was noch so benötigt wird, damit am Montag der Produktionsprozess endlich beginnen kann.

Mensch, bin ich vielleicht aufgeregt und kann es kaum noch erwarten.



Nicht auf die Schippe, aber auf die Schaukel genommen …

… habe ich mich zu Ostern freiwillig selbst.

Was macht der Erwachsene, wenn er eine Schaukel sieht und als Kind gern geschaukelt hat? Er denkt: Da möchte ich noch einmal Kind sein. Braucht er aber nicht. Denn im Allgemeinen sind die hiesigen Schaukeln so konstruiert, dass jeder normale Mensch damit schaukeln kann.

Es geht los ...

Es geht los ...

Sieht man also als Erwachsener eine Schaukel auf dem Kinderspielplatz oder an irgendeiner anderen Ecke, dann sollte jeder von uns ohne groß darüber nachzudenken seinem inneren Drang nachgeben und sich dem Glücksgefühl einer Schaukelpartie ergeben. Einfach die ersten paar Schritte Richtung Schaukel gehen. Der Rest geschieht von ganz allein. Schon nach der 4. oder 5. Amplitude auf der Schaukel ist das Glücks- und Freiheitsgefühl präsent.

Sonne zu Ostern und Wind im Gesicht

Lacht dazu noch die Sonne und genießt man die Bewegung und den Wind im Gesicht, dann ist das „kleine Glück“ perfekt. Bei einem Osterspaziergang (hier muss ich jedes Jahr erneut an Goethes „Osterspaziergang“ denken und versuche ihn dann bei Familie und Freunden irgendwie aus dem Gedächtnis zu kramen und zu rezitieren) erblickte ich freudestrahlend unterwegs einen Spielplatz mit zwei Schaukeln nahe der Wuhle im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Ich erklärte meinen Begleitern, dass ich unbedingt kurz schaukeln möchte. Aus kurz wurde fast eine ganze dreiviertel Stunde bis mir die Arme vom Festhalten an der Stahlkette schwer wurden.

Das richtige Sitzbrett

Das richtige Sitzbrett

Das richtige Sitzbrett

Diesmal hatte ich mit der Breite des Sitzbrettes zusätzliches Glück zum „Schaukelglück“. Eine Schaukel zuvor, die ich an einer anderen Ecke in dieser Gegend ausprobierte, war nämlich der Sitzbereich wirklich nur für Kinder konzipiert worden. So etwas passiert einem echten Schaukelfan öfter als ihm lieb ist. Die Schaukel ist stabil und hält einen aus, aber der Sitzbereich ist viel zu klein. Das schmälert den Genuss. Und, ganz ehrlich, selbst einem korpulenten Kind hätte jenes 1. Sitzbrett mit Sicherheit auch Probleme bereitet. Was bedeutet das für den Schaukelfanatiker? Nun, es drückt ganz leicht an den Seiten der Oberschenkel. Auf Dauer ist das dann sehr unangenehm. Aber dieses Mal, da auf dem Spielplatz, bestand das Sitzbrett aus einer Art Gummisitzbank. Breit genug für jeden Schaukelliebhaber und sehr bequem für längeres Schaukeln auf dem eigenem Sitzfleisch.

Zeit nehmen

Mit dem Blick zur rechten Seite auf den Kienberg Berlin – einer doch angenehmen Gegend mitten im berühmten Berliner Plattenmeer Marzahn –

Schaukelschlenker - Spaß muss sein
Schaukelschlenker – Spaß muss sein

und dem zur Linken, wo einige Menschen wirklich große Drachen in den Frühlingshimmel empor steigen ließen, genoss ich diesen wunderbaren Moment in gleichmäßiger Bewegung auf der von mir okkupierten Schaukel. Genau dafür muss der Mensch sich Zeit nehmen, dachte ich mir, sonst lebt und genießt er nicht. Ab und an wechselte ich mit meinen Begleitern ein Wort über Dies & Das, die sich in der Nähe der Schaukel aufhielten. Wie von einer erhobenen Kanzel gab ich meinen glückseligen Senf nach unten.

Das Glück dieser Erde …

Weit oben, wenn die Amplitude schon sehr beachtlich ist und man die Augen schließt und sich deutlich auf das Pendeln der Schaukel konzentriert und die Augen weiterhin geschlossen hält, dann kribbelt es im Bauch. Immer und immer wieder. Bei jeder neuen Bewegung. Ein wunderbares, ein einmaliges Gefühl. Zwar sagt man, dass man das Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde findet, aber ich behaupte, dass sich dieses annähernd auch auf dem Sitzbrett einer Schaukel finden lässt – wenn man es selbst zulässt.