Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Zitat: Anicius Manlius Severinus Boethius

„Si tacuisses, philosophus mansisses.“

Übersetzung: „Hättest du geschwiegen, wärest Du ein Philosoph geblieben.“

(Anicius Manlius Severinus Boethius, auch Boëthius geschrieben, war ein spätantiker römischer Gelehrter, Politiker, neuplatonischer Philosoph und Theologe. * um 480/485; † zwischen 524 und 526 entweder in Pavia oder in Calvenzano in der heutigen Provinz Bergamo) Quelle: Wikipedia

  • Weniger abgehoben übersetzt: „Wenn du die Klappe gehalten hättest, hätte niemand gemerkt, was für ein Dummkopf du doch bist.“
  • Im Artikel „Fünf schlechte Schweiger“ (cicero.de) heißt es beim Kabarettisten Josef Hader: „Hätts’t die Pappn g’holtn, hätt kaner g’merkt, dass’d deppat bist.“

Von wem stammt der Spruch „Si tacuisses, philosophus mansisses.“?

„Sinnspruch nach Boethius, in dessen Trost der Philosophie jemand auf die Frage eines Möchtegern-Philosophen „Intellegis me esse philosophum?“ („Erkennst du nun, dass ich ein Philosoph bin?“) antwortet: „Intellexeram, si tacuisses.“ („Ich hätte es erkannt, wenn du geschwiegen hättest.“)“



T.C.Boyle signiert seinen neuen Roman „Die Terranauten“
23. Februar 2017, 10:43
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T.C.Boyle –  Foto-Impressionen von der Berliner Lesung

T.C.Boyle signiert Die Terranauten in BerlinT.C.Boyle signiert Die Terranauten in Berlin

T.C.Boyle signiert Die Terranauten in Berlin

 

T.C.Boyle signiert The Terranauts - Boyles Hand mit Ring beim Signieren

T.C.Boyle signiert The Terranauts – Boyles Hand mit Ring beim Signieren

 

T.C.Boyle im Gespräch mit einer Leserin bei der Signierstunde in Berlin

T.C.Boyle im Gespräch mit einer Leserin bei der Signierstunde in Berlin

 

Der Kultautor Tom Coraghessan Boyle

Der Kultautor Tom Coraghessan Boyle



Ist dies der Anfang eines Kriminalromans?
25. Januar 2017, 19:44
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Wie fange ich an einen Roman zu schreiben?

Aller Anfang ist schwer, sagt man … oder auch leicht – je nachdem. Die Frage „Wie fange ich einen Krimi an zu schreiben?“ beantwortete sich bei mir mit: einfach mal drauf los spinnen, denn ich habe da was im Kopf. Es war letzten Sommer und ich war gerade in Berlin unterwegs. Saß im Park am Nordbahnhof und sinnierte so vor mich hin. Plötzlich spann ich mir einen Anfang für einen Kriminalroman zusammen und auch schon einige Protagonisten kamen auf die geistige Bühne. „Mensch, das musst du aufschreiben!“, habe ich mir gedacht und manchmal hat man eben nur die Rückseite einer Webebroschüre von MARC O Polo für die Niederschrift. Ich kritzelte alsbald mit einem Kuli drauf los.

Ich muss gestehen, dass schon einige Ideen für neue Geschichten in der Schublade ruhen und einem einfach die Zeit fehlt, diese weiter zu verfolgen. Aber diesen Anfang, die Idee oder auch nur die Szene nicht aufzuschreiben und die Gunst der Stunde im kreativen Wahn zu nutzen, wäre äußerst schade. Oft passiert es, dass die Ideen die sich so schon formieren, aufblasen, dann nur noch rudimentär – in einem Satz oder einem Wort – vorhanden sind und das Beste an der Idee verschwunden ist.

Ob ich den nachfolgenden Text weiter verfolge, weiß ich nicht, aber ich könnte mir durchaus vorstellen hier einen kleinen Roman von 100 – 200 Seiten mit einem Detektiven oder einem Detektiv-Team zu kreieren. Noch ist nicht aller Tage Abend und die Idee wie es weiter geht, ist auch schon da. Die grundsätzliche Frage ist, habe ich Zeit dafür und könnte die Story jemanden interessieren? Nun denn …

 

1. Seite handschriftlichen Krimi-Manuskript auf Rückseite einer Werbebroschüre

Anfang eines Kriminalromans

Das könnte der Anfang eines Kriminalromans sein:

Egon Marius Krämer hat nur ein Buch in seinem Leben geschrieben, dafür hat er aber den Literaturnobelpreis erhalten. Die Auflage seines ‚Buches und die nachfolgenden Auflagen konnten sich sehen lassen; auch die vielen Übersetzungen.
Es heißt, er habe nur 11 seiner Bücher signiert. Eines davon befindet sich im Museum für Literaturgeschichte in Berlin und ein anderes in seinem Safe zu Hause.
Vier weitere der signierten Bücher gelten als verschollen oder zumindest: Unbekannt verblieben.
Zweit weitere Exemplare befinden sich bei Niklas Woodheimer, einem Internet Millionär, der eines der beiden Bücher für eine horrende Summe bei einer Ebay-Auktion im Internet ersteigert hatte, nach dem sich der Neffe von Krämer aus finanzieller Not ’notgedrungen‘ von seinem seltenen Exemplar trennen musste.
2,4 Millionen Euro erhielt er dafür von Woodheimer. Die Hälfte des Betrages, so wurde gemunkelt, hat er bereits wieder verspekuliert, da er als Spieler auf hohem Niveau nur die Börse als wahren Spielplatz mit Gewinnaussichten, quasi als Königsdisziplin, für echte Zocker hält. Das man da auch verlieren kann, scheint ihm nicht der Rede wert zu sein und gehört zum Spiel eben dazu.
Mandy Münch aus Meißen, der Stadt des Porzellans, besitzt ebenfalls ein Exemplar.
Das Spiel um sein Leben, scheint der Nobelpreisträger für Literatur Egon Marius Krämer jedenfalls verloren zu haben. Denn er liegt nun Tod auf dem Fußboden seiner Wohnung, exakt zwischen zwei symmetrisch aufgestapelten Türmen von Büchern. Es sind Exemplare seines eigenen Werkes.



Sein letztes Gedicht
25. September 2016, 23:23
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Ein letztes Gedicht – Sein letztes Gedicht

Im Laufe der Zeit
ging es bergab.
Jetzt ist es soweit,
jetzt wird‘s langsam knapp.

Sebastian Gottschall*

Bild meines besten Freundes bei einer Fotosession 1996

Bild meines besten Freundes bei einer Fotosession 1996

In Gedenken an meinen besten Freund. Du wirst mir fehlen …

(*Dieses Gedicht stammt aus dem kreativen Nachlass meines besten Freundes, der im August 2016 an Krebs verstorben ist.)



„Ups, es ist Literaturfest in Meißen – und ich habe noch kein passendes Buch“

Das Meißner Literaturfest – Deutschlands größtes eintrittsfreies Open-Air-Lesefest

Ups, Literaturfest - und ich habe noch kein passendes Buch

Plakat – „Ups, Literaturfest – und ich habe noch kein passendes Buch“

Auch in diesem Jahr findet wieder das „Literaturfest Meißen“ statt. Das nunmehr 7. Lesefest in der Domstadt steht unter dem Motto »Zwischen den Welten – Geschichten aus nah und fern«. Am 9. bis 12. Juni sind alle Literaturbegeisterten in Meißen eingeladen am Fest der Literatur teilzunehmen.

Mehr Informationen – hier geht es zur Homepage: Literaturfest Meißen

Noch kein passendes Buch gefunden?



Erwin Strittmatters Tinko-Eiche
Ortseingangsschild Groß Plasten nahe der Tinko-Eiche

Ortseingangsschild Groß Plasten nahe der Tinko-Eiche

Erwin Strittmatter, vielen vor allem bekannt durch seine Werke Ole Bienkopp und die berühmte autobiografische Trilogie Der Laden, hat auch in dem kleinen Örtchen Groß Plasten (nahe Waren an der Müritz) seine Spuren hinterlassen. Der sorbisch-deutsche Autor, der am 14. August 1912 in Spremberg geboren wurde (gestorben am 31. Januar 1994 in Schulzenhof), schrieb 1954 das Jugendbuch Tinko. Das Buch wurde in der DDR schnell populär und Strittmatter erhielt für den Roman den Nationalpreis der Deutschen Demokratischen Republik. Im darauffolgenden Jahr kam es dann sogar zur Verfilmung des Buches.

Durch diese Filmarbeiten erhielt der früher im Volksmund genannten Krähenberg mit der Eiche seine besondere Bedeutung. Näheres erklärt die Tafel zur Geschichte am Ortsrand:

Infotafel Tinko-Eiche Groß Plasten Müritz

Infotafel Tinko-Eiche Groß Plasten Müritz

Geschichte
„Der Tinkoberg (früher im Volksmund ‚Krähenberg‘) bekam seinen Namen mit der Uraufführung des Filmes ‚Tinko‘ am 29.03.1957 (siehe ‚Das große Buch der DDR‘ vom Eulenspiegel Verlag). Die auf dem Berg stehende Eiche ist die Tinko-Eiche. Hier liefen 1956 die Dreharbeiten für die Romanverfilmung von Erwin Strittmatters Heimkehrer-Roman ‚Tinko‘, u. a. mit Günter Simon in der Hauptrolle.  Hügel und Baum erinnern an den Roman und die Verfilmung. Einer 1979 veröffentlichten Inventur zur Folge, wuchsen im damaligen Altkreis Waren 79 Einzeleichen mit Naturdenkmal-Status. Doch nicht alle ragten soweit ins Land, wie diese trutzige Eiche zwischen Groß Plasten und Kraase. Statisten, Zugtiere und Geräte für den Film kamen von der einheimischen Bevölkerung.“

Die Tinko-Eiche bei Groß Plasten

Der Inhalt des Romans thematisiert die Nachkriegszeit im ländlichen Brandenburg. Am Beispiel des Jungen Tinko schildert die Geschichte die Ereignisse um die Rückkehr eines „Heimkehrers“ und die gesellschaftlichen Konflikte bei der Kollektivierung der Landwirtschaft im Osten Deutschlands. Die Familie selbst mit ihren drei Generationen dient Strittmatter als Analogie für die Perioden der Deutschen Geschichte. (Quelle: wikipedia.de)

„Mit tiefem Mißtrauen beobachtet Tinko den fremden Mann, der eines Tages im Dorf auftaucht. Er ist ein ‚Heimkehrer‘, einer, der gerade aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurde. Tinko soll ‚Vater‘ zu ihm sagen, aber für ihn bleibt er der ‚Heimkehrer‘. Und Tinkos böse Ahnungen bestätigen sich: Mit dem Heimkehrer kommt Unfriede und Streit. Er nennt Großvaters 50-Morgen-Hof eine Knochenmühle und will, daß Tinko in die Schule geht statt aufs Feld.“ (Quelle: aufbau-verlag.de)

Die Tinko-Eiche nicht weit entfernt vom Schlosshotel Groß Plasten

Schlosshotel Groß Plasten Vorderansicht

Schlosshotel Groß Plasten Vorderansicht

Wie schon im Bookcrossing-Artikel über das Freilassen des Macchavelli-Krimis im Schlosshotel Groß Plasten spielt der Besuch des Hotels wieder eine zentrale Rolle. Denn von da aus, nach einem kleinen Spaziergang rund um das Gelände, gelangt der Spaziergänger, wenn er vom Eingang des Hotels aus startet und die Straße geradeaus bis zum Ende des Ortes folgt (nur noch links abbiegen bis zum Feld) zum Aussichtspunkt mit der „Infotafel Tinko-Eiche“. Vom Rande des Feldes kann der Betrachter der Landschaft Eiche am Horizont erblicken. Die Entfernung und der Weg entlang der Straße „Zum Seeberg“ beträgt laut Google Maps ca. 800 Meter (10 min).

Google Wegbeschreibung zur Infotafel Tinko-Eiche Groß Plasten

Wegbeschreibung zur „Infotafel Tinko-Eiche“ in Groß Plasten (Quelle: Google Maps)

Es folgen Bilder rund um das Hotel bis zum Ziel Tinko-Eiche:

Schlosshotel Groß Plasten Seitenansicht mit Kräutergarten

Schlosshotel Groß Plasten Seitenansicht mit Kräutergarten

Schlosshotel Groß Plasten Seitenansicht mit Terrasse

Schlosshotel Groß Plasten Seitenansicht mit Terrasse

Schlosshotel Groß Plasten Blick auf den Kleinplaster See

Schlosshotel Groß Plasten Blick auf den Kleinplaster See

Schlosshotel Groß Plasten Einfahrt

Schlosshotel Groß Plasten Einfahrt

Tinko-Eiche bei Groß Plasten

Tinko-Eiche bei Groß Plasten

Typ: Naturdenkmal

Baumart: Stiel-Eiche (Quercus robur), auch Sommer-Eiche genannt

Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Kreis: Mecklenburgische Seenplatte

Ort: Groß Plasten

Geo-Koordinaten: E12°53.0374′ / N53°33.0544′

Einzelbaum oder Gruppe: Einzelbaum

Zustand: vital

(Quelle: baumkunde.de)

Infotafel zur Tinko-Eiche im Hintergrund

Infotafel zur Tinko-Eiche im Hintergrund

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Zitat Arthur Schopenhauer
21. Februar 2016, 15:47
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„Glück bedeutet die Abwesenheit von Unglück.“

(Arthur Schopenhauer – * 22. Februar 1788 in Danzig; † 21. September 1860 in Frankfurt am Main, deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer)

„Schopenhauer definiert Glück in seinem Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung als ein Negativum, als die Abwesenheit von Unglück. Daher kann die Befriedigung oder Beglückung nie mehr seyn, als die Befreiung von einem Schmerz, von einer Noth. [2]“ (Quelle: Wikipedia – Eudämonologie/Artuhr Schopenauer | [2] Die Welt als Wille und Vorstellung: vier Bücher, nebst einem Anhange, der die Kritik der Kantischen Philosophie enthält. Leipzig: F. A. Brockhaus 1819, S. 459)

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