Der Tausendfüßler – Das Blog zum Roman


Gedichte für Claqueure – Texte von Liebe, Lust und Leben
9. Januar 2019, 15:08
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Über 500-Seiten dick! – „Gedichte für Clauqueure – Gedichte von Liebe, Lust und Leben“ von Jens Böhme

Eine Chronologie von Gedichten, Fragmenten, Texten

Die ersten Gedichte und Texte entstanden irgendwann nach dem Mauerfall als ich mich das erste Mal verliebte.

Die Teenagerzeit, meine Jugendjahre in den 90ern, war ein spannende und turbulente Zeit. Smartphones gab es noch nicht, wenn man jemanden toll fand, schrieb man auch schon mal einen Zettel. Die Neunziger Jahre waren eine Zeit voller Überraschungen, vor allem was geschichtliche Ereignisse anbelangt, aber auch, was die Entdeckung der eigenen Gefühle sowie der „Lust“ betraf. So ist es nicht verwunderlich, dass meine ersten Schriften eher einfacher Natur sind. Die aus meiner Sicht wichtigsten Texte, mit denen ich auch schöne Erinnerungen verbinde, gehören zu meiner chronologischen Auswahl dazu. In meiner Jugend- und Studienzeit in Meißen und Dresden entstanden dann weitere Gedichte, Fragmente, Texte jeglicher Art und unterschiedlicher Stiele. Es gab Zeiten mit großer Produktion und Zeiten, in denen ich gar nichts oder weniger aufschrieb. Irgendwann ging ich dann nach Berlin und in 16 Jahren Berliner Zeit erlebte ich eine Menge. Daher gibt es aus dieser Zeit ebenso viel zu lesen. Am Ende folgen dann die neuesten Texte aus meiner neuen Stadt Rastede im Ammerland. Da ich stets auch die Orte der Textentstehung mit datiert habe, kann der Leser zusätzlich auch verschiedenste Reiseorte in Deutschland und der Welt nachvollziehen. Vielleicht war der ein oder andere auch schon da? Überall gab es die Möglichkeit etwas zu notieren oder zu sinnieren. Immer dann, wenn mir danach der Sinn stand etwas aufzuschreiben und mich die Muse in heimischen Gefilden oder in der Ferne küsste.

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„Gedichte für Claqueure“ bei bod.de als Paperback, quasi für das Bücherregal und den haptischen Genuss, aber auch als eBook bestellbar (ISBN-13: 9783748141785).

Klappentext: Dieses Buch ist ein Sammelsurium an Texten aus unterschiedlichen Lebensabschnitten und in den verschiedensten Lebenslagen – meines bisherigen Lebens. Es enthält Lyrik, Fragmente und textliche Experimente aus über 20 Jahren. Da die Texte chronologisch aufgeführt werden, kann der Leser bestimmte geschichtliche Ereignisse wiedererkennen sowie den ein oder anderen Einfluss anderer Autoren und Stile entdecken.

Viel Spaß beim Lesen!

Gedichte für Claqueure - Texte von Liebe, Lust und Leben von Jens Böhme

Gedichte für Claqueure – Texte von Liebe, Lust und Leben von Jens Böhme

*eBook für 2,49 EUR nur für 8 Wochen aufgrund einer Sonderaktion, danach 4,99 EUR

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Kategorie Lyrik auf dem Blog

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Zitat: Hermann Hesse

„[…] Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, […]“

(Hermann Hesse, deutsch-schweizerischer Dichter, Schriftsteller, Freizeitmaler & Literaturnobelpreisträger 1946)

Diese oben genannte Zeile mag der ein oder andere sicherlich schon gehört haben und kennen, aber wie geht es weiter?

Hier der ganze Satz aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse:

„[…] Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“

Wer noch etwas Zeit hat, kann sich nachfolgend das ganze Gedicht zu Gemüte führen:

Hermann Hesse

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

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Am Neubaugebiet ist ein Park – Theaterstück aus den 90er Jahren
20. September 2017, 10:16
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Ein „altes“ Manuskript findet aus der Schublade

Dieses Theaterstück habe ich Ende der 90er Jahre geschrieben. Da war ich allerdings noch recht jung und das Manuskript trug den Arbeitstitel „Am Neubaugebiet ist ein Park“. Da er einfach passt wie die Faust aufs Auge (manchmal geht es auch im Stück recht hart zur Sache), habe ich ihn auch so belassen.

Das Manuskript habe ich vor kurzem in digitaler Form in einem alten Ordner im Lotus SmartSuite-Dateiformat wieder gefunden und mir gedacht: Mensch Jens, einfach mal überarbeiten und veröffentlichen – ist doch eine schöne Liebesgeschichte. Zu allererst musste ich erst mal das Format ändern, da Microsoft Word die Datei nicht öffnen konnte. War gar nicht so einfach, musste mich erst einmal im Netz belesen. Wie es schien, war ich nicht allein mit dem Problem. Letztlich habe ich meinen Ur-alt-Rechner wieder hochgefahren auf dem die Lotus-Software zum Glück noch installiert war. So konnte ich die alte unlesbare Datei zu Word konvertieren.

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion ist dies dann auch geschehen. Einmal überarbeitet und anschließend noch einmal von einer Kollegen Korrektur lesen lassen. Ganze 92 Seiten dramatisches Textformat ist dabei heraus gekommen. Neben der Liebesgeschichte beinhaltet dieses Theaterstück, insbesondere geschrieben für das Jugendtheater, auch in Mitten der 90er Jahre alltägliche Probleme junger Menschen der damaligen Zeit, die irgendwo auch Thema meiner eigenen damaligen Jugendzeit der 90er Jahre waren.

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Das Text „Am Neubaugebiet ist ein Park“ ist bei bod.de als Paperback, quasi für das Bücherregal und den haptischen Genuss, aber auch als eBook bestellbar (ISBN-13: 978-3-7448-6874-7).

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Am Neubaugebiet ist ein Park – Theaterstück von Jens Böhme

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Der Stumpf des Birnbaums in der Dorfkirche von Ribbeck
15. September 2017, 17:19
Filed under: Bilder & mehr | Schlagwörter: , ,

Ballade und Birnbaumstumpf-Bild

„Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ ist eine Ballade des deutschen Schriftstellers Theodor Fontane aus dem Jahr 1889.

Stumpf des Birnbaums in der Dorfkirche von Ribbeck - Der Ribbeck-Birnbaum

Stumpf des Birnbaums in der Dorfkirche von Ribbeck – Der Ribbeck-Birnbaum

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Theodor Fontane

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ’ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.«

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.

Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn‘ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: »Wiste ’ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew‘ di ’ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

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Zitat Martin Walker
5. Juni 2017, 17:04
Filed under: Zitate | Schlagwörter: , , , ,

„Wenn Du lesen kannst, kannst Du auch kochen.“

(„When you can read, you can cook.“)

Martin Walker (schottischer Historiker, politischer Journalist und Schriftsteller)

Dies antwortete Walker in der Lesung am 22.05.2015 in Berlin auf die Frage, ob man bei seinem Koch-Buch ein großer Koch sein muss? Er stellte den nunmehr 9. Fall „Grand Prix“ von Bruno – Chef de Police vor.

Weitere Zitate auf diesem Blog:



Frühlingsgedicht von Sebastian Gottschall
14. Mai 2017, 16:51
Filed under: Lyrik | Schlagwörter: , , ,

Frühlingsgedicht von Sebastian Gottschall*

Ein Zirbit froh vom Baum her zirpt,
es drosselt die Amsel auf dem Ast.
Frohgemut wird hier gewirkt,
damit der Klang zur Jahreszeit passt.

Die Sonne zeigt wieder länger ihr Gesicht,
Wärme durchdringt die Leiber.
Der Winter ist nun entwischt,
doch hinterlässt er keine Neider.

Die Blüten öffnen ihre zarten Knospen,
die bunten Wiesen sind ein Segen,
dieses Glück wird niemanden was kosten,
nur den Mann aus Schnee das Leben.

Frühling ist’s in meinem Revier,
da gibt es kein Entrinnen,
da freut sich Pflanze, Mensch und Tier
und alle tanzen wie von Sinnen.

Essen, 06.05.2014

(*Dieses Gedicht stammt aus dem kreativen Nachlass meines besten Freundes, der im August 2016 an Krebs verstorben ist.)

Noch ein Gedicht von Sebastian:

Wer mehr lesen will: So lange er lebte – Texte meines besten Freundes



Zitat: Anicius Manlius Severinus Boethius

„Si tacuisses, philosophus mansisses.“

Übersetzung: „Hättest du geschwiegen, wärest Du ein Philosoph geblieben.“

(Anicius Manlius Severinus Boethius, auch Boëthius geschrieben, war ein spätantiker römischer Gelehrter, Politiker, neuplatonischer Philosoph und Theologe. * um 480/485; † zwischen 524 und 526 entweder in Pavia oder in Calvenzano in der heutigen Provinz Bergamo) Quelle: Wikipedia

  • Weniger abgehoben übersetzt: „Wenn du die Klappe gehalten hättest, hätte niemand gemerkt, was für ein Dummkopf du doch bist.“
  • Im Artikel „Fünf schlechte Schweiger“ (cicero.de) heißt es beim Kabarettisten Josef Hader: „Hätts’t die Pappn g’holtn, hätt kaner g’merkt, dass’d deppat bist.“

Von wem stammt der Spruch „Si tacuisses, philosophus mansisses.“?

„Sinnspruch nach Boethius, in dessen Trost der Philosophie jemand auf die Frage eines Möchtegern-Philosophen „Intellegis me esse philosophum?“ („Erkennst du nun, dass ich ein Philosoph bin?“) antwortet: „Intellexeram, si tacuisses.“ („Ich hätte es erkannt, wenn du geschwiegen hättest.“)“